Fundstück

Unsere Freunde, die Roboter: EU will Roboter künftig als „elektronische Personen“ klassifizieren

(Foto: Mastercard)

Das EU-Parlament will offenbar ein europaweites Roboter-Register einführen. Besonders ausgeklügelte Roboter sollen zudem einen Status als elektronische Personen erhalten – inklusive spezieller Rechte und Verpflichtungen.

EU-Parlament will Regeln für Roboter

Roboter patroullieren testweise folgen Kunden durch den Supermarkt oder nehmen Bestellungen auf. Gehören intelligente humanoide Roboter also bald so selbstverständlich zu unserem Leben, wie es etwa im Film „I, Robot“ gezeichnet wird? Und brauchen wir dann für besonders ausgereifte Roboter einen eigenen Status, eigene Rechte und Verpflichtungen? Das EU-Parlament ist offenbar dieser Überzeugung und empfiehlt der Kommission „zivilrechtliche Regelungen im Bereich Robotik“.

Roboter wie Pepper könnten bald einen eigenen Status in der EU erhalten. (Foto: Aldebaran Robotics)

Roboter wie Pepper könnten bald einen eigenen Status in der EU erhalten. (Foto: Aldebaran Robotics)

Robotik und KI stünden davor, „eine neue industrielle Revolution zu entfesseln, die wahrscheinlich keine Gesellschaftsschicht unberührt lassen wird“, heißt es in dem Entwurf zur Begründung der empfohlenen Maßnahmen. Zudem lauerten Gefahren etwa durch fehlerhafte Programmierung oder Hackerangriffe, die auch Menschenleben bedrohen könnten, zum Beispiel, wenn es um Pflegeroboter ginge. Auch Länder wie die USA, Japan und Südkorea hätten schon entsprechende regulatorische Maßnahmen ergriffen oder zumindest geplant.

Registrierungssystem für fortschrittliche Roboter gefordert

Daher fordert das EU-Parlament in seinem Schreiben die Kommission dazu auf, einen europäischen Begriff für intelligente Roboter zu definieren und entsprechende Unterkategorien festzulegen. Zumindest die ausgeklügeltsten autonomen Roboter sollten einen Status als elektronische Personen mit besonderen Rechten und Verpflichtungen bekommen, heißt es. Darüber hinaus sollte ein „Registrierungssystem für fortschrittliche Roboter“ eingeführt werden. Im Rahmen eines Forschungsprogramms sollten zudem Risiken und Chancen der Robotik und der KI genauer erforscht werden.

In der Branche sorgte der Entwurf aber auch für Kritik. Der Vorschlag komme zu früh, meint etwa Patrick Schwarzkopf vom Branchenverband VDMA. Die Entwicklung der Robotik würde durch eine solche Regulierung behindert. Grundsätzlich sei der Vorstoß aber zu begrüßen. So würden schon bald neue Rahmenbedingungen für autonom fahrende Autos nötig.

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via futurezone.at

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