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Roboterhunde bei US-Polizei: Spot bei zwei Einsätzen dabei

Roboterhund Spot von Boston Dynamics. (Foto: Boston Dynamics)

Roboterhunde von Boston Dynamics sollen laut Medienberichten an echten Einsätzen der Polizei von Massachusetts teilgenommen haben. Bürgerrechter kritisieren das.

Vor zwei Jahren hatte ein Video des Roboter-Entwicklers Boston Dynamics für Aufregung gesorgt, in dem ein vierbeiniger Spot-Roboter einen Artgenossen zu Hilfe rief, damit dieser ihm eine Tür öffnet – was der auch tat. Solche Roboterhunde hat die Polizei im US-Bundesstaat Massachusetts jetzt zu Testzwecken genutzt. Allerdings war ein Spot auch bei zwei echten Einsätzen dabei, wie der zur Boston University gehörende Radiosender WBUR berichtet.

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Demnach hatte sich die Polizei von Massachusetts die Roboter von Boston Dynamics im Zeitraum zwischen mindestens August und November ausgeborgt, um mögliche künftige Einsatzzwecke auszuloten. Das belegen Dokumente, die den Bürgerrechtlern der American Civil Liberties Union of Massachusetts (ACLU) vorliegen. Konkrete Details zu den Einsätzen finden sich darin nicht. Ein Polizeisprecher gab allerdings gegenüber WBUR an, dass die Spot-Roboter vor allem als mobile Beobachtungsgeräte eingesetzt wurden.

Roboterhunde: Mit Kamera und Greifarm

Die vierbeinigen Roboterhunde verfügen je nach Ausrüstung über eine 360-Grad-Kamera, die auch bei schlechten Lichtbedingungen Bilder machen kann, sowie über einen beweglichen Arm. Dieser kann, wie oben beschrieben, etwa Türen öffnen oder nach Gegenständen greifen. Der Boston-Dynamics-Manager Michael Perry sieht dann auch in für Menschen gefährlichen Situationen wie einer Bombenentschärfung oder der Aufklärung eines Chemieunfalls den Haupteinsatzzweck der Roboter.

Keinesfalls, so der seit 2017 zu Softbank gehörende Roboter-Hersteller, dürfe der Roboter mit Waffen ausgerüstet werden. Der Leihvertrag zwischen Boston Dynamics und der Polizei verbietet die Ausstattung mit einem Waffensystem, wie Gizmodo schreibt. Auch die Software hat die Polizei eigenen Angaben nicht verändert. Das ist allerdings aufgrund einer offenen API durchaus möglich. Boston Dynamics verkauft die Spot-Roboter nicht, sondern verleiht sie nur unter Auflagen, um die Kontrolle über den Einsatz der Geräte zu behalten.

Bürgerrechtler kritisieren Polizei-Roboterhunde

Die ACLU kritisierte den Verleih der Roboter an die Polizei von Massachusetts dennoch. Schließlich sei nicht für jeden einsichtbar, welche Aufgaben die Vierbeiner bei der Polizeiarbeit übertragen bekommen würden. Außerdem stellten die Bürgerrechtler die Frage, ob die Polizei die Roboterhunde mit Waffen ausgerüstet hätten, wenn ihnen das der Vertrag mit Boston Dynamics nicht ausdrücklich untersagt hätte.

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