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Rocket Internet könnte Amazon-Klon Jumia noch 2018 an die Börse bringen

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer. (Bild: dpa)

Die Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet soll einem Medienbericht zufolge einen Börsengang mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro für den afrikanischen Amazon-Klon Jumia planen.

Das 2012 von französischen McKinsey-Beratern in Nigeria gegründete E-Commerce-Startup Jumia hat sich – mitfinanziert von Rocket Internet – in den vergangen Jahren zum größten digitalen Ökosystem in Afrika entwickelt. Als reiner Amazon-Klon gestartet bietet Jumia mittlerweile auch eine Buchungsplattform, einen Essenslieferdienst und ein Online-Bezahlsystem, wie ein Porträt des Handelsblatts aus dem Vorjahr zeigt.

Rocket-Internet-Beteiligung Jumia: Börsengang mit roten Zahlen

Noch steckt Jumia tief in den roten Zahlen, aber die Zeit für einen Börsengang scheint reif zu sein, wenn man einem aktuellen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters glauben darf. Demnach könnte ein IPO noch Ende 2018 oder im Jahr 2019 erfolgen. Das Listing soll in London oder Frankfurt am Main stattfinden, heißt es unter Berufung auf Insider. Das Volumen des Börsengangs soll die Marke von 200 Millionen Euro nicht überschreiten.

Aktuelle Zahlen zur Bewertung des afrikanischen E-Commerce-Konzerns stehen nicht zur Verfügung. Im Jahr 2016 soll die damals noch hinter Jumia stehende Firmengruppe Africa Internet Group (AIG) nach einer 300 Millionen Dollar schweren Finanzierungsrunde von MTN, Rocket Internet, Axa und Goldman Sachs zu Afrikas erstem Einhorn aufgestiegen sein. Mittlerweile firmiert die AIG unter dem Namen Jumia. Der Anteil von Rocket Internet an Jumia beläuft sich laut Handelsblatt auf 28,4 Prozent (Stand: August 2017).

Produktpalette von Jumia: Rocket Internet will Amazon-Klon angeblich an die Börse bringen. (Screenshot: Jumia/t3n.de)

Die hohe Bewertung ist offenbar vor allem eine Wette auf die Zukunft, die angesichts der großen Zahl an potenziellen Kunden auf dem Kontinent rosig zu werden verspricht. Das Startup soll innerhalb der ersten neun Monate des Jahres 2017 einen operativen Verlust (EBITDA) in der Höhe von 80,7 Millionen Euro eingefahren haben. Der Umsatz belief sich in dem Neunmonatszeitraum auf 57,3 Millionen Euro. Die Zahlen für das Gesamtjahr will Rocket Internet Mitte April präsentieren.

Jumia ist nach eigenen Angaben in 14 Ländern Afrikas mit 1,2 Milliarden Verbrauchern und 15 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen aktiv. Auf seinen Websites soll das Startup 2017 rund eine Milliarde Visits verbucht haben. Auf den dazugehörigen Plattformen finden sich 50.000 Händler sowie fünf Millionen Produkte, Hotels, Restaurants und weitere Dienstleistungen.

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