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Rocket Internet: Näher am Profit, aber kein Börsengang in Sicht

Oliver Samwer, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Rocket Internet (Bild: dpa)

Rocket Internet sorgte zuletzt eher für Negativschlagzeilen. Jetzt wurden neue Zahlen der Startup-Fabrik veröffentlicht und machen Hoffnung: Unter anderem konnte Hellofresh seinen Umsatz steigern.

Die Startup-Fabrik Rocket Internet hat im vergangenen Jahr die Verluste in ihren wichtigsten Beteiligungen zum Teil deutlich reduziert. Der im Nahen Osten aktive Modehändler Namshi erzielte beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sogar ein minimales Plus von 2,5 Millionen Euro, wie aus den heute veröffentlichten Rocket-Zahlen hervorgeht.

Rocket Internet würde nicht nur Geld verschleudern – dieser Behauptung widerspricht CEO Oliver Samwer: „Im Jahr 2016 haben unsere ausgewählten Unternehmen mehrere Fortschritte auf dem Weg in Richtung Profitabilität erzielt und gleichzeitig ihren Umsatz gesteigert“, so Samwer in der aktuellen Pressemitteilung. Für Investoren dürfte Rocket Internet weiterhin ein riskantes Investment bleiben. Zuletzt hatte Großaktionär Kinnevik im Februar überraschend die Hälfte seiner Anteile abgestoßen. Weiterhin ist unklar, wann es endlich zum Börsengang von einer der vielversprechenden Rocket-Beteiligungen kommt.

Hellofresh konnte Umsatz verdoppeln

Der Kochboxen-Lieferant Hellofresh, der als besonderer Hoffnungsträger gilt, konnte den Umsatz mit 597 Millionen Euro nahezu verdoppeln. Der bereinigte EBITDA-Verlust sank dabei leicht von 86,2 auf 82,6 Millionen Euro. Rocket Internet will das Jahr mit drei verlustfreien Beteiligungen beenden.

Auch wie Börse online berichtet. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeiter in circa 40 Ländern. Die Bewertung von Delivery Hero liegt bei mehr als drei Milliarden Euro.

Die Rocket-Dachgesellschaft machte einen Verlust von 741,5 Millionen Euro, mehr als drei Mal so viel wie 2015. Auslöser seien unter anderem Abschreibungen beim Verkauf der Essenszusteller La Nevera Rocha und Pizzabo gewesen, hieß es. Außerdem hatte es schon Anfang des Jahres eine massive Wertberichtigung bei der Global Fashion Group mit mehreren Online-Modehändlern gegeben. Sie konnte im vergangenen Jahr den Umsatz um gut ein Viertel auf etwas über eine Milliarde Euro steigern und senkte den bereinigten EBITDA-Verlust von 217,2 auf knapp 128 Millionen Euro.

Mit Material der dpa 

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Eine Reaktion
Samwer vor Gericht

"Startup-Fabrik", dass ich nicht lache... "Samwers Copy-Paste-Imperium" hätte da wohl besser gepasst.
Respekt bekommen die Samwer Brüder von mir nur für den Fakt, dass Sie mit dieser Dreistigkeit in Deutschland so viel Erfolg haben. Mein Beileid an die bestohlenen Startups ehrlicher Gründer, die am deutschen Markt nun kaum mehr Fuß fassen können und Angst um ihre Existenz haben müssen, sobald die Samwer-Kopie groß genug ist, um das Original zu schlucken.

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