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Marketing

Ruhe in Frieden, klassisches Marketing! Wie SEO, Social Media und Content Marketing die Regeln verändern

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Das ist alles nur geklaut...

Sind die Marketingdisziplinen der digitalen Neuzeit nicht einfach nur „geklaut“, wenn sich nicht das Spiel, sondern nur die Regeln geändert haben? Jein. Auf der einen Seite ähneln sich bestimmte Aspekte: So lassen sich auch heute noch Menschen mit Anzeigen in Zeitungen erreichen. Gleiches gilt aber auch für soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Twitter.

Content Marketing indes ist in der Tat keine neue Disziplin. Die Notwendigkeit, möglichst gute Inhalte zu präsentieren und diese entsprechend reichweitenstark zu verteilen, ist heute genauso gegeben wie vor 50 Jahren. Ein Magazin wie „Der Spiegel“ ist nicht einfach so zu dem geworden, was er heute ist: hochwertige Inhalte und das seit mehreren Jahrzehnten, ziehen Leser an. Es entstehen treue Kundenbeziehungen.

So etwas funktioniert auch im Internet und oftmals sogar nach den gleichen Regeln. Allerdings nicht immer: Aus meiner Sicht ist eine Regel ganz besonders wichtig, die eigentlich gar nicht mit Marketing selbst in Zusammenhang steht, sondern sich aus den neuen Gegebenheiten ergibt: die Regel der Flexibilität.

Wiederauferstehung des klassischen Marketings?

PR-Manager müssen weiter umdenken und auch Journalisten, die bisher für klassische Medien geschrieben haben, müssen sich weiterentwickeln. Sie müssen flexibel sein und sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen. Gelingt das nicht, droht der Stillstand. Er wird sich bei der immer schneller werdenden Entwicklung nicht aufholen lassen.

Klassischen Marketing indes wird nicht aussterben. Es wird sich verändern, Teile davon werden in anderen Disziplinen weiterverwendet, bestimmte Bestandteile werden zurückgefahren oder zugunsten sozialer Medien eingestellt. Gemeinsam mit den neuen Möglichkeiten, die das digitale Marketing bietet, kann dadurch ein sehr effektives Instrument im kompletten Marketing entstehen, dass einen extrem großen Einfluss haben wird – sofern richtig angewendet.

Wie so oft im Leben verschwindet nichts wirklich. Vielmehr baut alles aufeinander auf. Auch beim Marketing ist das so und wird in Zukunft so bleiben. Wer es versteht, sich wie in einem Baukastensystem bei allen einzelnen Instrumenten zu bedienen, wird auf lange Sicht erfolgreich sein. SEO, Social Media und Content Marketing spielen dabei eine große Rolle – aber eben nicht die einzige.

Blick in die Kristallkugel

Die Zukunft des Marketings wird schneller, dynamischer, komplexer. Das ist meiner Ansicht nach sicher. Es stellt sich lediglich die Frage, in welchen Bereichen genau das sein wird und hier bietet sich reichlich Raum für Spekulationen.

Modernes Marketing ist im Vergleich zum klassischen Marketing vielschichtiger geworden. Früher gab es einige feste Kanäle, die man immer wieder nutzen konnte. Heute ist das anders und in Zukunft wird sich die Entwicklung verstärken, sodass es sinnvoller Strategien bedarf, die hauptsächlich darauf fußen, wo und wann man die richtige Zielgruppe erreicht und mit welchen Mitteln das passiert.

Social Media, SEO und Content Marketing werden in diesem Prozess eine gewichtige Rolle spielen, weil es alles Instrumente sind, die bei der richtigen Anwendung sehr hohe Reichweiten erzeugen können. Und ganz egal, wie sich die digitale Welt, das Marketing oder auch die User in Zukunft entwickeln: Reichweite wird immer entscheidend sein!

Über den Autor

bjoern tantauBjörn Tantau lebt und arbeitet als Head of Social Media bei TRG – The Reach Group GmbH  in Hamburg und ist seit Ende der 1990er Jahre im Online Marketing aktiv. Er ist Spezialist für Suchmaschinenoptimierung, Social Media Marketing und Linkaufbau , bloggt auf seiner Website über aktuelle Themen aus diesen und anderen Bereichen, hat ein Buch über Google+ geschrieben  und ist als Speaker auf Konferenzen und Events  aktiv.

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14 Reaktionen
Vepos

ich halte es für wesentlich, dass jedes Unternehmen seine eigene Strategie aufbaut und zuerst prüft, wo sich die jeweiligen potenziellen Kunden aufhalten. In vielen Branchen - insbesondere im B2B Bereich - sind Social Media wie facebook einfach nicht auf dem Schirm.

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Dominik Lux

Finde auch "Ruhe in Frieden klassische Werbung" wäre ein humorvoller Aufmacher gewesen, was nicht heißen soll, dass klassische Werbung an Bedeutung verlieren wird.

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Ulrike

Ich finde auch, wie Nauglamir, dass das klassische Marketing den Grundstein für die heutige Entwicklung in Sachen Marketing gelegt hat. Das darf man nie aus den Augen verlieren. Dass bspw. Journalisten dem Content Marketing skeptisch gegenüberstehen kann ich aber auch verstehen. Schließlich wird zunehmend darauf geachtet, dass Texte einer bestimmten Zielgruppe unter allen Umständen gefallen. Trotzdem ist auch das Content Marketing eine interessante Form und überhaupt hat alles seine Daseinsberechtigung, egal ob traditionell und klassisch, modern und neu oder visuell und futuristisch. Der Beitrag hier im Blog gefällt mir gut.

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Günter

bla, bla, bla ... alles 1000 mal gehört ... ich mag die zweite Seite gar nicht mehr lesen ...

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el nino

Warum veröffentlicht die t3n eigentlich Kolumnen von irgend welchen Leuten, die nicht mal den Unterschied zwischen Marketing und Werbung kennen?

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stefan

Das Marketing hat sich in den letzten Jahren sehr geändert.
Wobei ein "ehrliches" Produkt immer Erfolg haben wird

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Nauglamir

Ich finde es interessant das "klassisches Marketing" immer zugunsten moderner "Marketing-Methoden" für Tod erklärt wird, anstatt diese als grundlegende Basis verstanden wird. Die Veränderung der Gewohnheiten und Möglichkeiten des Menschen, für den das Produkt oder die Methode Marketing angewandt wird muss darauf angepasst, abgestimmt werden.

Marketing an und für sich als Basis neu definiert werden und der Marketing-Mix jene Methoden beinhalten die hierfür angewandt werden kann. Eine umfangreiche Arbeit, die sich wohl niemand so leicht antun will... ;)

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Asokan von linkbird

Danke für die Kolumne! Der zunehmenden Verwischung der Grenzen zwischen klassischem Marketing und traditionellem Journalismus durch das Content Marketing stehen ja gerade Journalisten und Autoren eher skeptisch gegenüber. Ich denke die Amerikaner machen es uns am besten vor: Statt eine Fülle an immer mehr und dadurch immer oberflächlicheren Content zu liefern, konzentrieren sich die Firmen dort auf ihre Expertisen und stellen Content her, der fachlich hochwertig ist. Das ist auch Content, der nachhaltig ist. Dann kommt es auf das berühmte Seeding an, um über die Qualität der Inhalte Leute zu binden. Eine Aufgabenteilung ist somit das A und O: die Autoren schreiben die Texte und die Marketer konzentrieren sich auf ihre Verbreitung! ;)

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MJS

Jutten moin moin. :-) jetzt mit "!" :-)

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Sven

"Ruhe in Frieden, klassische Werbung" wäre der bessere Titel gewesen.

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MJS

Natürlich mit viel Solution and Story telling, um unseren Kunden das Leben einfach zu gestallten - denn wir machen mehr für Sie !

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MJS

Sehr guter Artikel. Vorallem wenn das Themengebiet Budget und Effizienz im Vordergrund steht. Zusätzlich sollte man den klassischen ROPO Effekt nicht unterschätzen.

Seien wir doch ehrlich, ein neuer Media-Mix steht vor der Tür:
- ein bisschen OOH (powered by Geo-Daten auf Zielsegmente geclustert)
- ein bisschen Print
- und ganz, ganz viel Content Markeing (Forenbeiträge, Blogs & Co.) und natürlich Social Media. Fast jeder Mensch hat heute einen Facebook Account, einen Xing Account und und und...

Lieben Gruss, MJS

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gast

das einzige,was das Ranking neben der sauberen und semantisch korrekten HTML-Struktur hebt ist guter Content, der User interessiert.

Alles andere ist SEO-Voodoo, mit dem ein Haufen Dampfplauderer den Leuten das Geld aus der Budgettasche ziehen...

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Hans

Was soll ein Head of Social Media sonst auch schreiben?

Die Wahrheit sind ein wenig anders aus: SEO ja, den Rest kann die Sekretärin machen:

PR liest kein Mensch; schon gar nicht als Suchmaschinen-gestelzte Texte: Streichen!

Social Media = Content Marketing bedeutet das der Verfasser wirklich was von seinem Thema versteht, d.h. es geht um Inhalte, und das heist dass ist nix für unsrer Abteilung "Heiße Luft".

Besser die Macher der Kompanie erzählen der Sekretärin was, die schreibt das auf FB & G+ und packt gleich noch ein Paar Bilder auf Pinterest. Das wirkt dann wie es ist: Natürlich und authentisch...... Das freut dann auch den Leser

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