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Russischer Geheimdienst schnappt überraschend die berüchtigte Hackergruppe Revil

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat 14 mutmaßliche Mitglieder der berüchtigten Hackergruppe Revil festgenommen. Die Bande existiere nicht mehr, hieß es. Im Rahmen der Aktion wurden neben einigen Millionen auch 20 Luxusautos beschlagnahmt.

2 Min. Lesezeit
Ransomware: Revil-Hacker geschnappt. (Foto: Den Rise/Shutterstock)

Zuletzt hatte die Hackergruppe Revil im Sommer für Aufsehen gesorgt, als ihnen ein Angriff auf den IT-Dienstleister Kaseya zugeschrieben wurde. Hunderte Unternehmen waren von der Ransomware-Attacke betroffen. Die Cyberkriminellen hatten 70 Millionen US-Dollar in Bitcoin gefordert, um einen Generalschlüssel zu den betroffenen Computern zu liefern. Die Attacke hatte sogar US-Präsident Joe Biden auf den Plan gerufen, der den russischen Staatschef Wladimir Putin aufforderte, gegen die Täter vorzugehen. Das scheint jetzt passiert zu sein.

14 Revil-Mitglieder in Haft

Der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge haben der russische Inlandsgeheimdienst FSB und die Polizei die Hackergruppe Revil zerschlagen. Außerdem soll die Infrastruktur „neutralisiert“ worden sein, die von den Hackern für ihre kriminellen Aktionen genutzt wurden. Insgesamt 14 mutmaßlicher Mitglieder seien festgenommen worden, berichtet Spiegel Online. Darüber hinaus haben die Behörden bei der Durchsuchung von 25 Wohnungen jede Menge Bargeld und 20 Luxusautos beschlagnahmt.

Konkret sollen 426 Millionen Rubel gefunden worden sein. Das entspricht rund 4,9 Millionen Euro. Außerdem 600.000 Dollar und eine halbe Million Euro. Ob die Behörden auch Zugriff auf die potenziell vorhandenen und womöglich prall gefüllten Krypto-Wallets erlangt haben, ist noch nicht bekannt. Allein bei einem Angriff auf den weltgrößten Fleischkonzern JBS soll Revil elf Millionen Dollar in Bitcoin erpresst haben. Auch der Betreiber einer der wichtigsten Benzin-Pipelines in den USA stand schon im Visier der Hacker.

10 Millionen Dollar Belohnung

Die US-Regierung hatte nach den Ransomware-Angriffen eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar für Informationen ausgelobt, die zum Ergreifen von Revil führen. Ob es Informant:innen gibt, die die Belohnung in Anspruch nehmen würden, ist unklar. Interfax zufolge würden die Verdächtigen mit russischer Staatsangehörigkeit jedenfalls nicht an die USA ausgeliefert. Schon im Sommer 2020 schien es übrigens, als ob Revil zerschlagen worden sein könnte. Da verschwand die Website der Gruppe über Nacht aus dem Netz. Damals erwies sich das Ganze als falsche Hoffnung. Bleibt abzuwarten, ob Revil jetzt tatsächlich komplett verschwindet.

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