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Ryonghung: Dieses „iPad“ kommt aus Nordkorea

(Foto: Shutterstock)

Nordkorea hat jetzt sein eigenes iPad – zumindest hat die staatseigene Firma Myohyang IT ihr neues Tablet Ryonghung mit diesem Namenszusatz versehen. Was Apple wohl zu der zweifelhaften Ehre sagt?

Nordkorea baut sich eigenes „iPad“

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un gilt als großer Apple-Fan. Kein Wunder, dass die staatseigene Firma Myohyang IT ihr neues Tablet Ryonghung in einer englischsprachigen Werbekampagne im Magazin „Foreign Trade“ mit dem eigentlich zu Apple gehörenden Namenszusatz „iPad“ versehen hat, wie NK News berichtet. Dass Kim das Tablet selbst nutzt, ist allerdings fraglich. Schließlich dürfte der Staatschef des autoritär geführten Landes Zugriff auf die Originale haben.

Das nordkoreanische Tablet soll aber bei den Einwohnern des Landes beliebt sein, wenn man der Werbung Glauben schenken will. Darin heißt es auch, dass das Gerät das Lesen verschiedener digitaler Informationen, Büroarbeit und Dokumentation ermöglichen solle. Das wäre zumindest ungewöhnlich in dem restriktiven Land. Über 40 Apps seien vorinstalliert, weitere könnten über die Micro-SD-Karte auf das Gerät gebracht werden. Neben Wörterbüchern, Taschenrechner und einer Farming-App soll es eine Gesundheitsanwendung geben, mit der bis zu 1.200 Beschwerden diagnostiziert werden könnten.

Das Ryonghung iPad ist aber deutlich schwächer ausgerüstet als sein offensichtliches Apple-Vorbild. Das Gerät verfügt über einen mit 1,2 Gigahertz taktenden Quadcore-Prozessor sowie einen Gigabyte Arbeitsspeicher und acht Gigabyte Speicher. Zudem soll es eine Netzwerkverbindung und einen HDMI-Ausgang geben. Welches Betriebssystem auf dem Nordkorea-iPad läuft, ist nicht bekannt. Es dürfte sich aber wie bei anderen nordkoreanischen Tablets um eine stark angepasste Android-Variante handeln.

Nordkorea hat eigenes OS im MacOS-Stil

Dass es Nordkorea mit den Urheberrechten von Herstellern wie Apple nicht so genau nimmt, ist nicht zuletzt an der landeseigenen Linux-Distribution Red Star OS zu sehen. Bei der Oberfläche haben sich die Entwickler – freundlich gesagt – an Apples MacOS orientiert.

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Dass das Tablet – zumindest mit dem Namenszusatz – international vermarktet wird, ist unwahrscheinlich, da Apple gegen die Verletzung der Markenrechte klagen würde. Allerdings sind genau der international bekannte Markenname sowie das Erscheinen der erwähnten Anzeige in dem „Foreign-Trade“-Magazin Hinweise auf den Wunsch der Vermarktung außerhalb Nordkoreas. In dem Magazin werden nordkoreanische Unternehmen vorgestellt, die ihre Produkte exportieren wollen – inklusive Kontaktdetails.

via derstandard.at

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