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Digitale Gesellschaft

Safer Internet Day 2012: Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz

(Foto: IvanWalsh.com / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Am heutigen 7. Februar findet zum neunten Mal der Safer Internet Day statt, dazu gibt es zahlreiche Aktionen für mehr Sicherheit im Netz. Anlässlich des Aktionstages diskutieren Politiker in Berlin dazu, wie Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern mehr Verantwortung im Netz übernehmen können. Weiterhin unterstützen Unternehmen wie Facebook die Aktion und starten gezielte Werbekampagnen in eigener Sache.

Politiker diskutieren am Safer Internet Day 2012 über mehr Verantwortung im Netz

(Foto: IvanWalsh.com / flickr.com, Lizenz: CC-BY)
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Die Aufklärungskampagne ist eine Initiative der Europäischen Union und wird in Deutschland durch Klicksafe.de koordiniert und von der Landesmedienanstalt und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) in Rheinland-Pfalz sowie von der nordrhein-westfälischen Landesanstalt für Medien (LfM) getragen. Im Rahmen des Safer Internet Day 2012 finden zahlreiche Aktionen in Deutschland und in 39 weiteren Ländern statt. Insgesamt sind rund 150 deutsche Institutionen, Schulen und Unternehmen mit verschiedenen Aktionen beteiligt.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder erklärte anlässlich des Safer Internet Days, beim Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit dem Internet würden Unternehmen, Politik, Eltern und Schule gleichermaßen Verantwortung tragen. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landeszentrale für Medien und Kommunikation, forderte "Vereinbarungen und Regeln, im Miteinander von Jung und Alt, von Menschen, die ständig 'ON' sind und solchen, die das Internet nur selten nutzen." Nur so lasse sich das Internet zu einem wirklich sozialen Medium machen, im dem "zivilisiert und respektvoll miteinander umgegangen" werde.

Die Piratenpartei Deutschland meldet sich anlässlich des Aktiontages mit einem Aufruf zur Erhaltung der freien Internetstruktur zu Wort. Sebastian Nerz, Bundesvorsitzender der Piraten, erklärt: "Der freie Informationsfluss schafft mündige Bürger, die in der Lage sind, ihre Freiheit wirkungsvoll gegen totalitäre Tendenzen zu verteidigen." Eine gezielte Bekämpfung der Internetkriminalität sei darüber hinaus notwendig.

Passend zum Safer Internet Day 2012 veröffentlicht das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) zum ersten Mal eine Empfehlung zur sicheren Konfiguration von Windows-PCs. Das BSI rät in seinem Leitfaden unter anderem beim Kauf eines Betriebsystems zur aktuellsten Version. Beim Virenschutzprogramm würde jedoch eines der gängigen kostenfreien Programme ausreichen, sofern der Nutzer keine zusätzlichen Funktionen wie beispielsweise Kinderschutzfilter benötige.

Safer Internet Day 2012 soll zur Kindersicherheit im Netz beitragen

Die EU-Initiative Klicksafe.de will mit Angeboten wie der Suchmaschine "Frag Finn" oder dem Portal "Ins Netz gehen", das der Prävention und Erkennung von Suchtverhalten dienen soll, zur sichereren Internetnutzung durch Kinder beitragen. Die Initiative will nach eigenen Angaben "Generationen verbinden und gemeinsam die digitale Welt entdecken – aber sicher". Auch Facebook und andere soziale Netzwerke sollen behandelt werden.

Facebook selbst nutzt den Aktionstag für eine gezielte Werbekampagne für ihre FAQ-Seite für Familien. Das soziale Netzwerk rät allen Nutzern dazu, die Einstellungen zur Privatsphäre und zum Schutz vor unerwünschten Kontakten regelmäßig zu kontrollieren. Dabei ist gerade Facebook in der letzten Zeit häufig wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten in die Kritik geraten.

Zahl der Internet-Beschwerden ist gesunken

Die Internet-Beschwerdestelle von eco, dem Verband der deutschen Internetwirtschaft, gab zum Safer Internet Day 2012 die Zahl der Beschwerden aus dem letzten Jahr bekannt. Während 2010 rund 70.000 Beschwerden eingingen, sank die Zahl im letzten Jahr auf etwa 55.000. Laut eco handelte es sich in 94 Prozent der Fälle um Beschwerden über unerwünschten E-Mail-Spam. Lediglich sechs Prozent betrafen Anliegen, für die die Internet-Beschwerdestelle eigentlich zuständig ist, beispielsweise illegale Inhalte wie Kinderpornographie, rassistisches Material und Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz.

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