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Same.io: Ein Link, ein Klick, ein fremder Desktop

Same.io: Desktop-Sharing per Browser. (Screenshot: Same.io)

Die Auswahl an Clients für Bildschirmübertragungen ist riesig. Ohne vorherigen Download oder müßige Installation aber geht das oft nicht. Same.io braucht hingegen nicht mehr als einen Webbrowser.

Kein Download, kein Plugin, keine Installation – das versprechen die Macher von Same.io, einem neuen Dienst für das Teilen und Übertragen von Desktop-Inhalten. Im Unterschied zu bewährten Lösungen wie Teamviewer oder WebEx ist für Same.io keine separate Software oder Installation notwendig. Die Bildschirmübertragung erfolgt ausschließlich online – per Browser.

Same.io: Ein Link, ein Klick, ein fremder Desktop

Vorweg: Same.io funktioniert nur mit Google Chrome. Grund dafür ist die verwendete WebRTC-Technologie, die Echtzeit-Kommunikation zwischen Browsern ermöglicht, bislang aber nur von Googles Browser unterstützt wird. Um den Dienst starten und den eigenen Desktop mit anderen teilen zu können, sind nur wenige Schritte erforderlich. Einmal mit einer E-Mail-Adresse und einem selbstgewählten Passwort auf der minimalistischen Webseite angemeldet, erhalten Nutzer einen Link, mit dem sie die Chrome-seitig zwar unterstützte, jedoch standardmäßig abgeschaltete Bildschirmfreigabe aktivieren können. Nach einem anschließenden Neustart des Browsers kann es dann auch schon losgehen: Same.io aufrufen, auf den Button „Share my Screen“ klicken und den angezeigten Link an einen Freund oder Kunden schicken.

Same.io: Ganz ohne Software, Plugin oder Installation können Desktop-Inhalte geteilt werden. (Screenshot: Same.io)

Same.io: Ganz ohne Software, Plugin oder Installation können Desktop-Inhalte geteilt werden. (Screenshot: Same.io)

Diesen braucht der Empfänger dann nur noch anklicken, schon können sie in Echtzeit sehen, was auf dem Bildschirm der jeweils anderen Person passiert. In einem ersten Kurztest erwies sich der Dienst als zuverlässig, schnell und tatsächlich innerhalb von nur wenigen Sekunden startbereit. Same.io ist in der Lage, sowohl hochauflösende Videosignale als auch den Ton des Mutterrechners über Google Chrome zu übertragen. Zu erwähnen ist, dass Same.io in zwei Versionen verfügbar ist – nämlich in einer kostenlosen und kostenpflichtigen Variante. Letztere kommt zusätzlich mit einem optionalen Passwortschutz daher, sodass nicht jeder, der den Link kennt, den Desktop zu Gesicht bekommt. Für die Nutzung von Same.io inklusive Passwort-Option werden monatlich 9,99 US-Dollar (etwa sieben Euro) verlangt.

Same.io: Projekt ist nur „die Spitze des Eisbergs“

Hinter Same.io steckt das US-amerikanische Startup Assemblage – und es hat ehrgeizige Ziele: „Same.io ist nur die Spitze des Eisbergs in unserer Mission, Echtzeit-Kollaboration auf einfache und ansprechende Art und Weise zu ermöglichen“, schreibt das Unternehmen auf seinem Blog. Seit kurzem führt Assemblage mit Kollaborate.io und Presentation.io zwei weitere Produkte im Portfolio: eine Browser-Plattform für Konferenzen sowie ein Tool für das Teilen von Präsentationen. In den nächsten Monaten will das Team weitere Verbesserungen vornehmen, damit die drei Kernprodukte auch untereinander noch enger zusammenarbeiten. Auf Nachfrage teilte Assemblage gegenüber t3n.de außerdem mit, das Same.io in Zukunft auch für weitere Browser zur Verfügung stehen soll.

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