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Sammelklage gegen Facebook wegen Gesichtserkennung

(Foto: dolphfyn / Shutterstock.com)

Facebook sieht sich in den USA einer Sammelklage ausgesetzt. Dem Social-Media-Konzern wird vorgeworfen, Gesichtserkennungsprogramme ohne Einwilligung der Nutzer auf ihre Fotos angewendet zu haben.

Ein Bundesrichter in Kalifornien hat eine Sammelklage gegen Facebook zugelassen. Die Klage wurde von Nutzer um US-Bundesstaat Illinois angestrebt und auf Wunsch von Facebook nach Kalifornien verlagert. Die Kläger werfen dem Social-Media-Giganten vor, Gesichtserkennung auf ihre Fotos angewendet zu haben, ohne sie vorab um Erlaubnis gebeten zu haben.

Ein Gesetz in Illinois untersagt Privatunternehmen, an den biometrischen Daten einer Person zu verdienen. Auf dieses Gesetz stützen sich die Kläger und fordern Wiedergutmachung in Höhe von 5.000 US-Dollar für jede Nutzung der Bilderkennungssoftware. Laut dem mit dem Fall betrauten Richter könnte sich die Schadenssumme am Ende auf mehrere Milliarden Dollar belaufen.

Derzeit gibt es drei Kläger, da der Fall jedoch als Sammelklage zugelassen wurde, könnten sich unzählige weitere Betroffene aus Illinois der Klage anschließen. Sie alle hätten, sofern die Klage erfolgreich ist, dann Anspruch auf Wiedergutmachung. Facebook hat derweil in einem Statement erklärt, dass die Klage keine Grundlage habe. Nach Auffassung des Konzerns liegt es an den einzelnen Klägern zu beweisen, das sie durch die Vorgehensweise auch wirklich beeinträchtigt worden seien.

Facebook: Sammelklage kommt in einem ungünstigen Moment

Für Facebook kommt die Zulassung der Sammelklage in einem denkbar ungünstigen Moment. Die Firma steht seit der Enthüllung des Datenskandals um Cambridge Analytica massiv in der Kritik. Um die Wogen zu Glätten hatte sich Facebook-CEO Mark Zuckerberg kürzlich sogar dem US-Kongress gestellt.

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