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Samsung entwickelt spezielles Android für die Bundeswehr

(Foto: Joerg Huettenhoelscher / Shutterstock)

Die Bundeswehr bekommt ein neues Smartphone-Betriebssystem. Das kommt vom südkoreanischen Hersteller Samsung und soll mithilfe eines deutschen IT-Unternehmens auf der Basis von Samsung Knox abgesichert werden.

Die Soldaten der Bundeswehr sollen in Zukunft umfassend Smartphones dienstlich nutzen können. Dazu wird der südkoreanische Technologiekonzern Samsung zusammen mit dem süddeutschen IT- und Beratungsunternehmen Blackned eine spezielle Version des Smartphone-Betriebssystems Android entwickeln. Zum Einsatz bei dem speziell angepassten Betriebssystem kommt auch die von Samsung entwickelte Sicherheitssoftware Knox. Diese ermöglicht nicht nur umfangreiche Anpassungen in Hinblick auf Sicherheits- und Verschlüsselungstechnologien, sondern unterstützt auch von Google unabhängige Updates des Betriebssystems. Auch ein umfassender Schutz vor Malware sei mithilfe von Knox realisierbar. Ziel ist es dabei offenbar, ein ausreichend abhörsicheres und nicht trackbares Smartphone zu entwickeln, was in vielerlei Hinsicht eine echte Herausforderung werden dürfte.

Samsung-Smartphone: Auch unter widrigen Bedingungen nutzbar

„Die militärisch genutzten Endgeräte erhalten eine komplexe wie gleichsam intuitiv zu bedienende Daten- und Sprachsteuerung, um auch unter widrigen Umständen am jeweiligen Einsatzort einen Betrieb sicherzustellen“, teilte Samsung am Mittwoch anlässlich der in Nürnberg stattfindenden Sicherheits-Fachmesse IT-SA mit. Nicht klar ist hingegen, welche Hardware dabei zum Einsatz kommt. Im vergangenen Jahr hatte Samsung laut einem Spiegel-Bericht 16.000 Smartphones des Typs Galaxy S8 (Test) an die Truppe verkauft – die waren allerdings lediglich in der Lage, als Telefon und für den Versand von SMS zu fungieren und ließen sich nicht mit dem Internet verbinden. Warum man für solche Basisanwendungen das damalige Flaggschiff-Modell von Samsung einsetzte, um es dann auf die Fähigkeiten eines klassischen Feature-Phones zu reduzieren, ist nicht bekannt.

Wie Samsung anlässlich der IT-SA mitteilte, konnte neben der Bundeswehr auch die Bundespolizei als Kunde gewonnen werden. Als erste Sicherheitsbehörde in Deutschland setze die Bundespolizei künftig großflächig Smartphones der neuesten Generation (Samsung Galaxy S10 EE) für verschlusssachenkonforme Kommunikation ein. Mit Material der dpa

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