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Samsung Galaxy Note 9 im Test: „Einmal Smartphone mit alles, bitte“

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Ausstattung und Performance des Samsung Galaxy Note 9

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Inhalt:

Mit dem Note 9 hat Samsung gewissermaßen eine eierlegende Wollmilchsau erschaffen. Es ist alles an Oberklasse-Komponenten verbaut, was man sich vorstellen kann. Angefangen vom schnellen Exynos-98120-Chip, der auch schon im Galaxy S9 (Plus) seine Dienste verrichtet, über sechs respektive acht Gigabyte RAM und 128 oder 512 Gigabyte internen UFS-2.1-Speicher bis hin zum Hybrid-SIM-Karteneinschub, mit der ihr optional eine Micro-SD-Karte zur Speichererweiterung um bis zu 512 Gigabyte einlegen könnt – damit könnt ihr das „große“ Note 9 mit bis zu einem Gigabyte Speicher bestücken. Anstelle einer Speicherkarte könnt ihr aber auch eine zweite Sim-Karte einstecken.

In puncto Performance bewegt sich das Note 9 wie zu erwarten auf oberem Niveau und gleichauf mit dem S9 und anderen Geräten der Güteklasse jenseits der 800 Euro. Im Alltag läuft das Note 9 entsprechend flüssig und ohne Beanstandungen. Auch anspruchsvolle Anwendungen bewerkstelligt das Gerät, ohne zu meckern. Die Wäremeentwicklung des Note 9 hält sich dank eines neuen Kühlungssystems in Grenzen – es wird unter Last zwar warm, aber nicht heiß.

Spezifikationen des Samsung Galaxy Note 9 und Galaxy Note 8 im Vergleich

 
ModellSamsung Galaxy Note 9Samsung Galaxy Note 8
Display6,4 Zoll WQHD-Super-AMOLED (2.960 x 1.440 Pixel)6,3 Zoll WQHD-Super-AMOLED (2.960 x 1.440 Pixel)
BetriebssystemAndroid 8.1 Oreo mit Samsung Experience 9Android 8.1 Oreo mit Samsung Experience 9
ProzessorExynos 9810 Octa Core (@max. 2,7 GHz) Exynos 8895 Octa-Core (2,3 GHz Quad-Core; 1,7 GHz Quad-Core), 10nm
Arbeitspeicher6 bzw. 8 GB RAM LPDDR46 GB RAM LPDDR4
Interner Speicher128 bzw. 512 GB UFS-2.1-Speicher (per microSD-Karte erweiterbar – bis 512 GB)64 GB UFS-Speicher (per microSD-Karte erweiterbar; ca. 51,2 GB frei verfügbar)
Akkukapazität4.000 mAh (fest verbaut)3.300 mAh (fest verbaut)
Hauptkamera2x 12 MP mit AF; variable Blende f/1.5/2,4 und f/2.4 (2x-Zoom)2 x 12 MP (Dual-Pixel), f/1.7- und 2.4-Blende; optischer Bildstabilisator
Frontkamera8 MP mit AF; f/1.78 MP mit AF; f/1.7
KonnektivitätWLAN 802.11 a/b/g/n/ ac, Bluetooth 5.0, GPS, LTE Cat. 18 (Gigabit-LTE)WLAN 802.11 a/b/g/n/ ac, Bluetooth 5.0, GPS, LTE Cat. 16 (für Deutschland offiziell nur Cat. 9)
SonstigesFingerabdrucksensor, Irisscannner, Hybrid-SIM (Standard) Wireless-Charging, wasser- und staubdicht (nach IP68)Fingerabdrucksensor, Irisscannner, Dual-SIM (optional), Wireless-Charging, wasser- und staubdicht (nach IP68)
Abmessungen161,9 x 76,4 x 8,8 mm162,5 x 74,8 x 8,6 mm
Gewicht201 g195 g
FarbenSchwarz, BlauSchwarz, Gold
Preis (UVP)999 Euro (128GB); 1249 Euro (512 GB)999 Euro*

Weiter geht es mit schnellem Gigabit-LTE nach Cat.18, WLAN nach ac-Standard, Bluetooth 5, Stereolautsprecher, die etwas lauter als beim S9 sind, und kabellosem Laden. Der großen Akku sollte auch nicht außer Acht lassen werden.

Samsung Galaxy Note 9: Endlich mit dickem Akku

Nach dem Akku-Vorfall mit dem Note 7 hatte Samsung sich als Konsequenz beim Note 8 dazu entschlossen, einen mit 3.300 Milliamperestunden eher konservativ bemessenen Energiespeicher zu verbauen. Dass die Südkoreaner sich von dem Schreck vor zwei Jahren erholt haben und mehr auf Sicherheit setzen, beweist der 4.000-Milliamperestunden-Akku des Note 9.

Dank des großen Akkus können selbst die meisten Heavy-User sorglos ohne Netzteil das Haus verlassen. Laut Samsung soll das Note 9 einen Tag lang ohne Steckdose auskommen können – diese Aussage können wir im Alltagstest bestätigen. Bei moderater Nutzung sind auch mal bis zu anderthalb Tage drin. Die Laufzeit variiert natürlich, je nachdem wie viele Apps installiert und genutzt werden und wie viele Mail-Accounts sowie andere Dienste Pushnachrichten senden. Ebenso für die Laufzeit ausschlaggebend sind Faktoren wie die Qualität des Mobilfunksignals und ob das Gerät mit dem WLAN-Netz verbunden ist.

Kurzum: Mit dem Akku des Note 9 bewegt Samsung sich wieder in die richtige Richtung, die etwa Huawei schon seit Jahren mit seiner Mate-Serie und seit 2018 auch mit der P-Serie verfolgt. Gut so!

Samsung Galaxy Note 9: Kamera vom S9 mit „Intelligenz“

Samsung Galaxy Note 9. (Foto: t3n.de)

Samsung Galaxy Note 9 kommt mit S9-Kamera. (Foto: t3n.de)

Die schon sehr gute duale Zwölf-Megapixel-Kamera, die Samsung im Galaxy 9 verbaut hat, steckt auch im Note 9. Entsprechend könnt ihr euch über eine variable Blende, die im Automatikmodus eigenständig zwischen f/1.5 und f/2.4 wechselt, freuen. Ambitionierte Phoneografen können im Pro-Modus der Kamera-App manuell zwischen den beiden Blenden entscheiden. Unterschiede hinsichtlich der Bildqualität zum S9 könnt ihr nicht erwarten – sie liefert sehr ansehnliche Resultate bei Tag und auch bei Dunkelheit.

Frontseitig steckt die gleiche Acht-Megapixel-Kamera mit f/1,7-Blende und Autofokus, die Samsung schon seit dem Galaxy S8 einsetzt. Eine solide Wahl.

Vollkommen ohne Neuerungen ist die Kamera aber nicht: Denn Samsung hat der Kamera-Software eine „intelligente Assistenzfunktion“ verpasst, die dem Nutzer beim Fotografieren helfen soll. Sie umfasst eine Szenenerkennung, die nach Analyse des Motivs die richtigen Kamera-Einstellungen wählt. Gänzlich neu ist das Ganze nicht: Huawei bietet eine ähnliche Funktion im Mate 10 Pro und der P20-Serie an. Große Unterschiede zu Fotos, die ohne diesen Modus geschossen wurden, sind jedoch nicht auszumachen.

Samsung Galaxy Note 9: Testfotos

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Testfotos in Originalauflösung findet ihr auf Google-Fotos.

Ebenso neu und sinnvoll ist eine Assistenzfunktion der Kamera, die auf mögliche Aufnahmefehler aufmerksam macht. So weist sie darauf hin, wenn eine Person auf dem Bild etwa die Augen geschlossen hat oder das Bild verwackelt ist. Im Testlauf hat das nicht zuverlässig funktioniert. Verwackelte Bilder wurden beispielsweise nicht erkannt, sodass die App keinen Warnhinweis anzeigte. Hinsichtlich der smarten Funktionen sollte Samsung noch nachbessern, während an der allgemeinen Qualität der Kamera nichts zu beanstanden ist.

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4 Kommentare
aditya

Samsung’s continuing to tweak the internals to make its device more suitable for gaming. The water-carbon cooling system tweaks the liquid cooling system found on the device since the S7

Antworten
Tino
Tino

Und wieder mal wird nicht daraufhin gewiesen das die Frontkamera absoluter Müll ist.
1249,-€ für was.
Bei Selfie ist der Hintergrund unscharf und verschwommen.
Das Betreibt Samsung seit 2017.
Meine Frau ihr S5 macht weitaus schönere Bilder.
Meine Tochter hatte das J3 2016 auch dort war der Hintergrund scharf.
Mein A5 2017 mit 2x 16MP war echt das letzte.
Ebenso mein S9 , was ich kaufe weil ich glaubte das ein Samsung um die 1000,-€ dies nicht macht.
Schön das die Presse dieses nicht erwähnt.
Und noch schön Werbung macht, wie toll doch Samsung ist.
Nach dieser Enttäuschung haben wir nun alle ein iPhone.
Die Technik ist zwar von Samsung aber die Bekloppte Software nicht.
Was nützen 2/3 Kameras wenn der Hintergrund verschwommen bleibt.
Oder mega Plastisch aussehen.
Die Rückkameras hingegen sind echt gut.
Nur Selfies sind damit sehr umständlich zu machen.
Aber dann ist auch der Hintergrund scharf.
Und das auch beim neuen Note 9 , wie peinlich ist das denn bitte.
Wer Selfie Bilder ausdrucken möchte , oder gar ein Photobuch erstellt.
Wo die Selfie Bilder größer als der Handy Bildschirm ist , wird schnell sehen was für ein Müll Samsung da einem verkauft.

Antworten
Bausa
Bausa

Die Probleme hat ich nie mit einen Samsung.. Aktuell hab ich das S9 und da ist der Hintergrund auch beim Selfie scharf, es sei denn ich mach das Selfie mit der Rückkamera dann widerum ist der Hintergrund unscharf.

Antworten
Tino
Tino

Lustig
Mach mal ein Selfie mit einem S5 , und ein aktuelles iPhone .
Oder auch ein älteres iPhone .
Vielleicht noch das J3 2016 .
Und nun vergleiche die Bilder.
Ich rede vom Hintergrund ab 5 Meter.
Mach mal denn Vergleich ,, vielleicht hast Du ein paar Freunde die andere Geräte haben.
Nur Mal zum Spaß.

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