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Samsung Galaxy S10 (Plus) im Test: Teurer, schneller, weitwinkliger

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Galaxy S10 (Plus) mit Weitwinkel: Samsungs Triple-Cam kann was

Aller guten Dinge sind drei – das dachte sich Samsung wohl nicht nur bei der Anzahl der neuen S10-Modelle, sondern auch bei den Kamerasensoren auf der Rückseite des S10 und S10 Plus. Zwei der Sensoren sind alte Bekannte, die schon im S9 Plus zum Einsatz kamen: Fotos im Standardformat werden mit einem Zwölf-Megapixel-Sensor mit variabler Blende von f/1,5 bis 2,4 und optischer Bildstabilisierung (OIS) geknipst, der zweite Zwölf-Megapixel-Sensor mit OIS und f/2.4 im Bunde ist für Telezoom-Aufnahmen mit doppeltem Zoom und auch Bokeh-Effekte für Porträts verantwortlich.

Samsung Galaxy S10 Plus. (Foto: t3n)

Samsung Galaxy S10 und S10 Plus haben das gleiche Kamera-System verbaut. (Foto: t3n)

Neu ist hingegen die 123-Grad-Superweitwinkel-Kamera mit 16 Megapixeln und f/2,2-Blende. Die Dreierkombination liefert für viele Gelegenheiten einen bunten Strauß an kreativen Foto-Möglichkeiten. Ein Alleinstellungsmerkmal ist sie nicht, denn auch Huawei und andere Hersteller bieten ähnliche Kamera-Optionen. Googles Pixel 3 oder Apples iPhone Xs bieten eine solche Vielseitigkeit hinsichtlich der Kamera nicht.

Aufnahmen bei ausreichendem Licht meistert die Triple-Kamera des S10 (Plus) problemlos. Die Resultate bieten meist ausgeglichene Farben, eine gute Schärfe und Dynamik. Große Unterschiede zum S9 gibt es nicht beim Standard und Telezoom. Mit der Weitwinkelkamera lassen sich unter anderem weitflächige Landschaftsfotos in Szene setzen oder Objekte aus der Nähe kreativ knipsen. Wie bei allen Weitwinkelkameras hat auch Samsungs Lösung die Schwäche, dass das Bild zu den Seiten hin verzerrt respektive unscharf wird. Trotz dieses kleinen Makels macht es Spaß, mit der Weitwinkelkamera zu fotografieren.

Während die Kamera-Unterschiede zwischen den meisten Topmodellen bei Tageslicht meist marginal sind, hat Samsungs Galaxy S10 im Vergleich zum Google Pixel 3 (Test) oder dem Huawei Mate 20 Pro so seine Schwierigkeiten bei wenig Licht. Zwar besitzt das S10 einen Nachtmodus, der per KI-Algorithmus aktiviert werden kann, dieser funktioniert aber leider nur mit einem Stativ relativ gut. Mit den Kameras von Google und Huawei können Fotos selbst bei tiefer Dunkelheit aus der Hand geschossen werden. Hier gleichen unter anderem Machine-Learning-Algorithmen die Bewegungen der Hand aus, was Belichtungszeiten von mehreren Sekunden ermöglicht.

Samsung Galaxy S10 Testfoto. (Foto: t3n)

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Weitere Samplefotos findet ihr bei Google Photos.

Die KI hilft uns unter anderem aber auch dabei, Aufnahmevorschläge zu erhalten. Wir bekommen etwa Hinweise eingeblendet, wenn wir die Kamera beim Knipsen schief halten, und Tipps, auf welchen Punkt wir das Smartphone richten müssen, um eine bessere Bildkomposition zu erreichen. Das funktioniert teilweise überraschend gut.

Gut ist auch die Videofunktion. Das S10 nimmt 4K-Inhalte mit bis zu 60 fps auf. Videos mit der Ultraweitwinkel- oder Telefoto-Kamera können mit maximal 4K und 30 fps festgehalten werden. Ebenfalls gut ist auch der Stereosound bei Videos. In Sachen Video hebt sich die Kamera des S10 etwa von Huaweis Mate 20 Pro ab.

Samsung Galaxy S10 Plus mit Dual-Frontkamera

Samsung Galaxy S10 Plus. (Foto: t3n)

Die Kameraaussparung des Samsung Galaxy S10 Plus stört im Alltag nicht. (Foto: t3n)

Auf der Vorderseite setzt Samsung auf neue Kameras: Alle Modelle besitzen einen Zehn-Megapixel-Sensor mit f/1,9-Blende und Autofokus. Das Plus-Modell hat zusätzlich einen zweiten Sensor mit acht Megapixeln und f/2.2-Blende, der lediglich für Bokeh-Effekte bei Selfies eingesetzt wird und zuverlässig funktioniert. Praktisch: Auch nachträglich kann die Intensität des Unschärfeeffekts justiert werden.

In der Kamera-App des S10 wird im Selfiemodus eine Weitwinkelfunktion für Gruppenselfies angeboten. Die Unterschiede der beiden Ausschnitte sind jedoch recht gering, da bei allen Modellen stets dieselbe Kamera verwendet wird – es wird im Weitwinkel nur anders zugeschnitten. Nur beim Pixel 3 ist eine zweite Frontkamera für ein weitwinkliges Format und einen größeren Bildausschnitt verbaut.

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