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Samsung Galaxy S7 und S7 edge im Test: So geht Evolution

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Samsung Galaxy S7 edge: Ausstattung und Performance

Das Samsung Galaxy S7 und sein großer Bruder, das S7 edge, sind abgesehen von der Displaydiagonale und den Zusatzfunktionen, die auf den seitlichen Screen ausgelagert wurden, in puncto Ausstattung identisch. In den europäischen Modellen verbaut Samsung seinen hauseigenen 2,3 Gigahertz-Exynos-8890-Prozessor mit acht Kernen, der im 14-Nanometer-FINFET-Verfahren produziert wird und von vier Gigabyte RAM sowie einer Mali-808-Grafikeinheit unterstützt wird. Der interne UFS-2.0-Speicher ist 32 Gigabyte groß und lässt sich per microSD-Karte um bis zu 200 Gigabyte erweitern. Das dürfte besonders alte Samsung-Fans erfreuen, die im letzten Jahr nach der Vorstellung des Galaxy S6 (edge) ob des Fehlens dieses Features äußerst enttäuscht waren.

Das Samsung Galaxy S7 (edge) liefert im Benchmark beeindruckende Resultate. (Screenshots: t3n))

Das Samsung Galaxy S7 (edge) liefert im Benchmark beeindruckende Resultate. (Screenshots: t3n)

Mit der Galaxy-S7-Familie hat Samsung die Möglichkeit, den internen Speicher zu erweitern wieder zurückgebracht – jedoch nicht in dem Funktionsumfang, wie ihn Android 6.0 Marshmallow unterstützt. Denn unter Marshmallow kann der externe Speicher mit dem internen Speicher verbunden werden. Dass Samsung sich gegen diesen Schritt entschieden hat, ist aber nachvollziehbar, denn der fest verbaute UFS-2.0-Flashspeicher bietet Lese- und Schreibgeschwindigkeiten auf SSD-Niveau. Mit der Einbindung einer microSD-Karte würde die aber ein Nadelöhr in Sachen Geschwindigkeit darstellen.

Was die System-Geschwindigkeit der S7-Modelle anbelangt, stellen die beiden die Speerspitze der aktuell erhältlichen Smartphones dar. Im AnTuTu-Benchmark schafft das Galaxy S7 edge stattliche 131.000 Punkte – so einen Wert erreicht nur noch das nicht für den europäischen Markt bestimmte Xiaomi Mi 5. Huaweis aktuelles High-End-Phablet, das Huawei Mate 8 (Test), erreicht „nur“ etwa 91.000 Punkte. Sicherlich sind synthetische Tests nicht unbedingt auf den Alltag übertragbar, doch auch in der Alltags-Nutzung läuft das System absolut rund und flüssig. Weder auf dem Homescreen, noch im App-Drawer oder anderen Systemanwendungen sind beim Galaxy S7 (edge) Ruckler oder Wartezeiten zu beobachten. Es sei aber angemerkt, dass beim Wechsel auf die vorinstallierte News-App Upday, die auf dem linken Homescreen abgelegt ist, gelegentlich Mikroruckler auftreten – sie lässt sich allerdings deaktivieren.

Beim Gaming verhält sich das Samsung Galaxy S7 edge absolut unauffällig, was in diesem Kontext positiv zu bewerten ist. Selbst bei hochauflösenden und ressourcenintensiven Spielen läuft das Smartphone wie eine eins. Nicht einmal nach längeren Gaming-Sessions wird das Gerät spürbar wärmer.

Samsung Galaxy S7 und S7 edge – Spezifikationen im Vergleich

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ModellSamsung Galaxy S7Samsung Galaxy S7 edge
Display5,1 Zoll WQHD-AMOLED (2.560 x 1.440 Pixel, 576 ppi)5,5 Zoll WQHD-AMOLED (2.560 x 1.440 Pixel, 534 ppi)
BetriebssystemAndroid 6.0.1 Marshmallow mit Touchwiz UIAndroid 6.0.1 Marshmallow mit Touchwiz UI
ProzessorExynos 8890 Octa Core, @ max. 2,4 GHzExynos 8890 Octa Core, @ max. 2,4 GHz
Arbeitspeicher4 GB RAM LPDDR44 GB RAM LPDDR4
Interner Speicher32 GB (per microSD-Karte erweiterbar)32 GB (per microSD-Karte erweiterbar)
Akkukapazität3.000 mAh (fest verbaut)3.600 mAh (fest verbaut)
Hauptkamera12 MP, f/1.7-Blende; optischer Bildstabilisator12 MP, f/1.7-Blende; optischer Bildstabilisator
Frontkamera5 MP, f/1,75 MP, f/1,7
KonnektivitätWLAN 802.11 a/b/g/n/ ac, Bluetooth 4.2, GPS, LTE Cat. 9WLAN 802.11 a/b/g/n/ ac, Bluetooth 4.2, GPS, LTE Cat. 9
SonstigesFingerabdrucksensor, Dual-SIM (optional), Wireless-Charging, wasser- und staubdichtFingerabdrucksensor, Dual-SIM (optional), Wireless-Charging, wasser- und staubdicht
Abmessungen142,4 x 69,6 x 7,9 mm150,9 x 72,6 x 7,7 mm
Gewicht152 g157 g
FarbenSchwarz, Weiß und GoldSchwarz, Weiß und Gold
Preis (UVP)699 Euro (32 GB)799 Euro (32 GB)

Samsung Galaxy S7 edge: Starke Kamera

Schon die Kamera des Samsung Galaxy S6 (edge) war sehr gut, beim Galaxy S7 will Samsung jetzt noch eine drauflegen. Dafür verbaut der Hersteller anstelle eines 16-Megapixel-Sensors, einen 12-Megapixel-Sensor, der besonders große Pixel besitzt. Samsung spricht daher von „Dualpixel“-Kamera. Damit die Kamera auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Foto produziert sind eine f/1.7-Blende und ein optischer Bildstabilisator (OIS) integriert. Außerdem wurde laut Samsung an den allgemeinen Geschwindigkeit gedreht. Macht sich das in der Praxis bemerkbar?

Ohne Beule: die Hauptkamera des Samsung Galaxy S7. (Foto: t3n)

Ohne Beule: die Hauptkamera des Samsung Galaxy S7. (Foto: t3n)

Diese Frage lässt sich ohne Zweifel mit „Ja“ beantworten: Die Kamera startet aus dem Standby per Doppeltap auf den Homebutton in Nullkommanichts und ist rasend schnell knipsbereit. Der Autofokus der Kamera inklusive Gesichtserkennung stellt ultraschnell scharf, der Auslöser ist genauso schnell – so macht Knipsen Spaß. Man kann getrost sagen, dass die Kamera des S7 zu den schnellsten gehört, die zurzeit in Smartphones zu finden sind. Außerdem ist sie nicht nur schnell, auch die damit geschossenen Fotos können sich absolut sehen lassen.

Praktisch: Die Lautstärketaste dient als Auslösebutton. (Foto: t3n)

Praktisch: Die Lautstärketaste dient als Auslösebutton. (Foto: t3n)

Die Bildqualität unter normalen Lichtverhältnissen entspricht dem hohen Niveau des Galaxy S6. Bei schlechterem Licht kommt die Stärke des lichtstarken Sensors und des OIS zur Geltung. Die Kamera löst so schnell aus wie unter normalem Licht und die Fotos weisen überraschend wenig Rauschen auf – im Vergleich mit dem Galaxy S6 macht das Galaxy S7 (edge) bei Dunkelheit eine weit bessere Figur. Die Bildqualität der Frontkamera kann sich ebenso sehen lassen, was unter anderem auch der f/1,7-Blende zu verdanken ist. Wie es sich für ein High-End-Smartphone gehört, kann das S7 Videos in 4K-Auflösung aufnehmen.

Die Kamera-App des Samsung Galaxy S7 (edge). (Screenshot: t3n)

Die Kamera-App des Samsung Galaxy S7 (edge). (Screenshot: t3n)

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Die Kamera-App des Samsung Galaxy S7 (edge) bietet allerlei Modi. (Screenshot: t3n)

Positiv hervorzuheben ist auch Kamera-App, denn sie bietet neben einem Automatik-Modus auch einen Pro- und einen Nachtmodus, sowie Live-Effekte und Panorama-Aufnahmen und mehr.  Sie bietet damit auch für ambitionierte Smartphone-Fotografen viele Möglichkeiten, mit der Kamera herumzuexperimentieren und sich auszutoben.

Samsung-Galaxy-s7-edge: Testfotos unbearbeitet

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Zu den Fotos in voller Auflösung.

Zusammengefasst hat Samsung seinen Flaggschiffen eine Kamera verbaut, die einem High-End-Smartphone würdig ist. Wer bei seinem Smartphone großen Wert auf die Kameraqualität legt, sollte das S7 (edge) ins Auge fassen.

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