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Samsung Galaxy S7 und S7 edge im Test: So geht Evolution

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Samsung-Galaxy-S7-edge-Software: Aufgeräumteres Touchwiz mit Marshmallow

Die Touchwiz-Benutzeroberfläche des Galaxy S7 (edge) ist übersichtlicher geworden. (Foto: t3n)

Die Touchwiz-Benutzeroberfläche des Galaxy S7 ist übersichtlicher geworden. (Foto: t3n)

Samsungs Nutzeroberfläche Touchwiz ist bekannt für seine Eigenschaft zu polarisieren, da sie als überladen und unübersichtlich gilt. Mit den Galaxy-S7-Modellen hat Samsung sie aber weiter entschlackt. Das System, das auf der aktuellen Version Android 6.0.1 Marshmallow basiert, ist übersichtlicher und sauberer geworden – Samsung hat sich gewissermaßen Googles Stock Android angenähert, ohne Abstriche beim Funktionsreichtum zu machen. Es sei allerdings angemerkt, dass Android 6.0.1 Marshmallow auf dem Galaxy S6 (edge) schon das nahezu gleiche „cleanere“ Design hat.

Die Nutzeroberfläche des Samsung Galaxy s7 (edge). (Screenshots: t3n)

Die Nutzeroberfläche des Samsung Galaxy s7 (edge). (Screenshots: t3n)

So verfügt Samsungs Touchwiz-Oberfläche beispielsweise weiterhin über einen Multi-Window-Modus, bei dem man zwei Apps untereinander anordnen und gleichzeitig benutzen kann. Außerdem lassen sich Apps in einem Fenstermodus betreiben – sie schweben damit quasi über dem Homescreen und können in ihrer Größe angepasst und hin und hergeschoben werden. Mit einem Druck auf den Homebutton kann die Anwendung komplett minimiert werden, sodass nur das Icon, umgeben von einem Rand, auf dem Homescreen schwebt.

Apps lassen sich optional in Fenstern darstellen. (Screenshot: t3n) )

Apps lassen sich optional in Fenstern darstellen. (Screenshot: t3n) )

Selbstredend gibt es noch den Theme-Store, in dem eine Vielzahl an Designs angeboten werden, mit denen man das Erscheinungsbild des Systems nach eigenen Wünschen anpassen kann. Wem die Größe der App auf dem Homescreen nicht passt, kann das Raster zwischen 4×4, 4×5 und 5×5 Apps anpassen. Das 4×5-Raster bedeutet beispielsweise, dass man auf dem Homescreen vier Apps nebeneinander und fünf Apps übereinander anordnen kann.

Samsungs Touchwiz beherbergt viele weitere kleine und größere Funktionen, mit denen wir uns in einem separaten Artikel auseinandersetzen. Allgemein lässt sich aber festhalten, dass das System weniger chaotisch erscheint und sowohl für Anfänger als auch versierte Nutzer viele Möglichkeiten der Individualisierung bereithält.

Die Apps von Samsung, Google und Microsoft sind in entsprechenden Ordnern gesammelt. (Screenshot: t3n)

Die Apps von Samsung, Google und Microsoft sind in entsprechenden Ordnern gesammelt. (Screenshot: t3n)

Kommen wir zu den vorinstallierten Apps, von denen Samsung bei seinen älteren Topmodellen nicht gespart hat. Die Südkoreaner haben jetzt aber offenbar dazu gelernt, denn regelrechte Bloatware à la HRS und Co. gibt es nicht mehr. Stattdessen hat Samsung viele Microsoft-Anwendungen vorinstalliert: So ist die Microsoft Office-Suite mitsamt Word, PowerPoint, Excel, OneNote und Cloud-Speicher OneDrive auf den S7-Modellen zu finden. Microsoft hat für User seines Cloud-Dienstes noch 100 Gigabyte Speicher oben drauf gelegt. Normalerweise beträgt die kostenlose Kapazität mittlerweile nur fünf Gigabyte.

Neben Microsofts Anwendungen hat Samsung selbstredend einige eigene Apps wie S-Health,S-Voice, und Co. auf seinen Flaggschiffen vorinstalliert. Außerdem sind die üblichen Google-Apps wie Chrome, Google Drive, YouTube und ein paar wenige weitere, die Smartphone-Hersteller auf jedem Android-Gerät aufgrund von Lizenzvorgaben seitens Google installieren müssen, auf den S7-Geräten vorzufinden. Damit die vielen Anwendungen nicht wild im App-Drawer verteilt sind, hat Samsung sie jeweils nach Anbieter sortiert in einen Ordner gepackt.

Samsung Galaxy S7 – die „edge“

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Die „edge“ des Samsung Galaxy S7 edge bietet allerlei Zusatzfunktionen – teils praktisch, teils weniger. (Foto: t3n)

Einer der Unterschiede zwischen dem S7 und dem S7 edge ist das zu den Seiten abgerundete Display. Das ist nicht nur ein „Design-Feature“, sondern es bietet wie das S6 edge und S6 edge Plus Zusatzfunktionen. Beispielsweise ist es möglich, per Wischgeste eine Leiste mit selbst definierten Apps aufzurufen, wie auch Kontakte und weitere Inhalte, ohne die aktive App verlassen zu müssen. Darüber hinaus bietet die „edge“ auch Gimmicks wie ein Lineal und einen Kompass – ja selbst das Wetter kann in der Leiste angezeigt werden. Ich muss gestehen, im Test habe ich die Funktion kaum benutzt, da sie nicht in meinem eingefahrenen Nutzungsrahmen lag, ich denke aber, dass sich die edge-Funktion als durchaus praktisch erweisen könnte.

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Die Funktionen des „edge“-Displays lassen sich einstellen – und auch komplett deaktivieren. (Screenshots: t3n)

Kurzum: Bei der Software hat Samsung mittlerweile die richtige Richtung eingeschlagen. Die Nutzeroberfläche wird immer ansprechender und übersichtlicher und es macht Spaß, mit dem S7 zu hantieren. Gut so!

Samsung Galaxy S7 edge: Akku, Konnektivität und Sound

2.550 und 2.600 Milliamperestunden bei S6 und S6 edge gegen 3.000 beziehungsweise 3.600 Milliamperestunden beim S7 und S7 edge – Samsung hat seinen Flaggschiffen endlich Akkus verbaut, die mehr Laufzeit erhoffen lassen als beim S6 (edge). Und man merkt schnell: Mehr hilft in diesem Fall auch mehr. Denn die beiden neuen Modelle haben tatsächlich mehr Puste als die Vorgänger.

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Der Akku des S7 edge liefert im Alltag eine solide Leistung. (Screenshots: t3n)

Der Akku des S7 edge hält bei normaler Mischnutzung mit E-Mail, Facebook Twitter und den üblichen Verdächtigen locker einen Tag durch: Am Ende des Tages mit einer durchschnittlichen Display-On-Zeit von drei bis vier Stunden ist zumeist auch noch eine Restladung von 40 bis 50 Prozent übrig, sodass ein weiterer halber Tag drin ist. Nutzte ich das S7 edge weniger, kam ich auch auf beinahe zwei Tage. Bei intensiver Nutzung beziehungsweise schlechtem Netz, wie beispielsweise im Zug, habe ich es stets über einen Tag geschafft. Damit ist die Laufzeit fast mit dem Huawei Mate 8 gleichauf, das einen 4.000 Milliamperestunden-Akku und „nur“ ein Full-HD-Display verbaut hat. Für Gamer interessant: die neue Vulkan-Engine scheint sich positiv auf den Energieverbrauch beim Spielen auszuwirken.

Zum Aufladen bietet das S7 (edge) zwar nicht Qualcomms Quick Charge 3.0, dafür aber eine eigene Schnellladetechnologie, die das Smartphone in anderthalb Stunden wieder voll auflädt – vorausgesetzt, man nimmt das mitgelieferte Ladegerät. Wer etwas mehr Zeit hat, kann das S7 (edge) auch mit einer kabellosen Ladestation aufladen.

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Der Lautsprecher des Samsung Galaxy S7 (edge) befindet sich auf der Unterseite neben dem microUSB-Port. (Foto: t3n)

In Sachen Konnektivität hat Samsung alles verbaut, was in ein High-End-Smartphone gehört: WiFi nach ac-Standard mit MIMO, Bluetooth 4.2 LE , LTE Cat,9, mit Downloadraten von bis zu 450 Megabit pro Sekunde, und NFC. Wie bereits erwähnt, ist der schnelle interne 32-Gigabyte-Speicher, von denen etwa acht Gigabyte vom System beansprucht werden, wieder erweiterbar. WLAN- und Bluetooth-Verbindungen waren immer stabil, das GPS-Modul findet rasch einen Fix. Auch an den Telefoniequalitäten im O2-Netz war nichts zu beanstanden.

Der Monolautsprecher auf der Unterseite des Smartphones klingt überraschend laut und ausgewogen. Allerdings sei einschränkend erwähnt, dass die Position nicht sonderlich praktisch beim Gaming ist – bei Spielen, die im Querformat gespielt werden, kann es durchaus passieren, dass der Speaker mit dem Zeigefinger abgedeckt wird, sodass entweder nur noch gedämmter Sound oder nichts mehr aus den Öffnungen heraustönt. Wie oben auf dem Foto zu erkennen ist, hat Samsung auf den neuen USB-Typ-C-Standard verzichtet. Einerseits schade, andererseits kann älteres Zubehör – beispielsweise die Gear-VR-Brille – weiterhin benutzt werden.

Test-Fazit zum Samsung Galaxy S7 edge

Fast perfekt: Das Samsung Galaxy S7 und S7 edge. (Foto: t3n)

Fast perfekt: Das Samsung Galaxy S7 und S7 edge. (Foto: t3n)

Mit dem Samsung Galaxy S7 und seinem edge hat der südkoreanische Branchenprimus die Messlatte für die Konkurrenz in diesem Jahr wieder einmal sehr hoch gelegt. Denn in kaum einem Bereich zeigen die beiden Geräte Schwächen. An Performance, Display, Kamera und Akkulaufzeit ist nichts zu beanstanden.

Hinzu kommen noch Features wie die Wasserresistenz und das Revival des microSD-Kartenslots, den Samsung-Fans beim Galaxy S6 schmerzlich vermisst hatten. Damit ist das Galaxy S7 letztlich das Gerät, das sich viele wahrscheinlich schon mit dem Galaxy S6 gewünscht hatten.

 

Zwar besitzen beiden Galaxy-S7-Modelle kaum erwähnenswerte Schwächen, aber die Glasrückseite dürfte für manch einen womöglich ein Kritikpunkt darstellen. Allerdings gibt es zum einen Hüllen, zum anderen versucht man ohnehin, sein Smartphone nicht auf den Boden fallen zu lassen. Aber hier dürften sich die Geister scheiden.

In diesem Jahr hat Samsung eine weitere Sache richtig angefasst, denn das Galaxy S7 wird in zwei Größen angeboten, sodass der Hersteller gleich zwei Nutzergruppen abholen kann: zum einen Freunde (relativ) kompakter Smartphones und die Phablet-Fans. Hier orientiert Samsung sich womöglich an Apple, die schließlich einen 4,7- und einen 5,5-Zoller am Start haben.

1 von 41

Positiv:

  • Tolles Display
  • Starke Performance
  • Solider Akku
  • Schnelle Kamera

Negativ:

  • Rückseite aus Glas
  • Akku nicht auswechselbar
  • microSD-Kartenslot unterstützt Android 6.0 nicht komplett

Passend zum Thema: Samsung Galaxy S7 (edge): 20 Tipps und Tricks

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