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Samsung Galaxy S WiFi 4.2 im Test – internetfähiger Android-Mediaplayer

Samsung hat neben Smartphones auch andere Geräte im Portfolio, die auf Android laufen. Eines davon ist der Mediaplayer mit Internetzugang mit der Bezeichnung Samsung Galaxy S WiFi 4.2. Wir stellen das 189 Euro (UVP) teure Gerät hier für euch vor.

Samsung Galaxy S WiFi 4.2 - iPod touch auf Android-Basis

Samsung Galaxy S WiFi 4.2
Samsung Galaxy S WiFi 4.2 - neben einer weißen Variante wird es im Laufe des Sommers auch eine schwarze Version geben

Wie der Name verrät, gehört der Mediaplayer zu Samsungs Galaxy-S-Klasse. Galaxy deutet bei Samsung lediglich darauf hin, dass es sich um ein Gerät mit Android handelt – Geräte mit Windows Phone tragen die Bezeichnung Omnia, Bada-Phones nennen sich Wave.

Das Galaxy S WiFi 4.2 verfügt über einen 4,2 Zoll großen Screen mit 800 x 480 Bildpunkten, was im Grunde recht ordentlich klingt. Doch anstelle eines AMOLED-Displays, wie es beispielsweise in Smartphones zum Einsatz kommt, hat Samsung hier ein wenig gespart und einen LCD-Screen eingesetzt, der recht magere 262.000 Farben darstellt. Da es sich weder um einen Mittel- noch Oberklasse-Androiden handelt, wurde auch am Prozessor gespart. So wird anstelle eines Dual- oder gar Quad-Core-Prozessors ein 1GHz-Single-Core-Chip von Texas Instruments verbaut. Dies wirkt zwar angesichts aktueller Entwicklungen etwas unterdimensioniert, beim Spielen konnten dennoch kaum Ruckler festgestellt werden. Die Grafik löst weniger hoch auf, was beispielsweise bei ShadowGun auffällt. Allerdings darf man von einem Gerät dieser Preisklasse keine Highend-Performance erwarten.  Zum Speichern von Daten, Musik und Fotos stehen im Galaxy S WiFi 4.2 8 GB interner Speicher zur Verfügung, die sich per microSD-Karte um bis zu 32GB erweitern lassen. Angesichts des knapp bemessenen verbauten Flashspeichers ist sehr zu empfehlen, diese Möglichkeit auch zu nutzen.

Dem Galaxy S WiFi 4.2 sind zwei Kameras verbaut. Die auf der Rückseite verbaute löst mit recht mageren 2 Megapixeln auf. Im Vergleich zu aktuellen Smartphones ist das alles andere als viel. Vergleicht man die Daten aber mit dem eigentlichen Konkurrenten, dem iPod touch von Apple, so sieht es schon ganz anders aus, denn dieser bietet gerade mal 1MP. Nichtsdestotrotz sind mit der Kamera höchstens ein paar Schnappschüsse zu schießen. Die integrierte VGA-Frontkamera (640 x 480 Pixel) genügt für Videochats allemal.

Designtechnisch wirkt das Galaxy S WiFi 4.2 wie ein handelsübliches Smartphone. Mit seinem großen Homebutton und zwei kapazitiven Tasten, die bei Aktivität aufleuchten, unterscheidet sich das MID (Mobile Internet Device), wie Samsung diese Geräteklasse nennt, optisch kaum von einem Smartphone. Das weiße Modell ist ordentlich verarbeitet, liegt gut in der Hand und wirkt durch die metallisch wirkende Umrahmung nicht billig. Auffällig sind indes zwei Lautsprecher, die oben und unten in den Gehäuserahmen eingelassen sind. Diese sollen laut Samsung einen satten Sound bei Games und Musik erzeugen, was sich in der Praxis jedoch nur teilweise bestätigt. Die Lautsprecher geben zwar einen im Vergleich zu Smartphones akzeptablen Sound wieder, bestimmte Töne klingen dennoch recht blechern, vor allem wenn die Lautstärke etwas höher aufgedreht wird.

Samsung Galaxy S WiFi 4.2
Samsung Galaxy S WiFi 4.2 – Die Rückseite lässt sich abnehmen, um den Akku auszutauschen oder eine microSD-Karte einzulegen

Samsung Galaxy S WiFi 4.2 – beinahe ein Smartphone

Im Unterschied zu den Galaxy-Android-Smartphones verfügt das Samsung Galaxy WiFi 4.2 weder über ein GSM- noch ein UMTS-Modul. Für den Weg ins Internet steht lediglich ein WiFi-Modul zur Verfügung. Um E-Mails abzurufen, Apps zu laden oder zu chatten, muss man daher mit einem WLAN-Netzwerk verbunden sein. Apropos Chat: Wer hofft per WhatsApp mit seinen Freunden in Verbindung bleiben zu können, schaut in die Röhre, denn für diesen Service wird eine Telefonnummer benötigt. Als Alternative bietet Samsung seinen eigenen Service Ch@tOn an, den man plattformübergreifend sowohl für iOS, Android, Blackberry und Weboberfläche per Browser nutzen kann, jedoch sieht es dort genauso aus, dass eine Mobilfunknummer zur Registrierung vonnöten ist, sodass einem damit auch nicht geholfen ist. Wer regelmäßiger Skype-Nutzer ist, kann sich diese App aber problemlos installieren und nutzen, sofern ein WLAN-Hotspot bereitsteht.

Wie man es für Samsung-Geräte kennt, ist der hauseigene Samsung-App-Store an Bord, über den sich Software installieren lässt, wie auch der Social Hub. Apps lassen sich allerdings auch ganz „normal“ über Googles Play Store laden. Für Gamer vielleicht interessant: die beiden Top-Spiele FIFA 12 und Need for Speed Hot Pursuit sind bereits vorinstalliert. Vor dem Spielen müssen jedoch noch weitere Daten aus dem Netz geladen werden.

Zu guter Letzt sei noch die SmartView-Funktion erwähnt, mit der das TV-Bild seines Samsung-Fernsehers auf das Galaxy S WiFi übertragen werden kann. Mithilfe dieser Funktion kann man ohne etwas von der laufenden TV-Sendung zu verpassen, beispielsweise ein spannendes Fußballspiel, den Raum verlassen, das Match aber auf seinem MID weitersehen.

Samsung Galaxy S WiFi 4.2
Samsung Galaxy S WiFi 4.2 – auf der Unterseite sind Audiobuchse und microUSB-Port zu finden

Fazit zum Samsung Galaxy S WiFi 4.2

Kurz zusammengefasst ist das Galaxy S WiFi 4.2 für ein MID gut gelungen. Performance, Haptik und Ausstattung hinterließen für ein Gerät dieser Preisklasse einen positiven Eindruck. Angesichts des Straßenpreises von etwa 150 Euro liegt das MID ein Stück weit unter der Konkurrenz, an Spielen und anderer Software mangelt es dank Google Play Store nicht.

Samsung hat mit dem Galaxy S WiFi 4.2 als Zielgruppe Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 bis 18 Jahren im Visier, die unterwegs Musik hören, zocken oder mit ihren Freunden chatten wollen - vorausgesetzt es steht ein WLAN-Hotspot zur Verfügung. Von Eltern, die ihren Kindern noch kein Smartphone in die Hand drücken wollen, um beispielsweise hohe, monatliche Datenkosten zu sparen, könnte dieses Gerät als interessante Alternative gesehen werden. Wer ohnehin ein Smartphone sein eigen nennt, benötigt das MID eher nicht.

Dass der Bedarf an solchen Geräten sinkt und Menschen mit ihren Smartphones Musik hören, Videos ansehen, Chatten oder Fotos schießen, zeigt der weiterhin wachsende Umsatz auf diesem Sektor. Selbst Apple, die mit ihrer iPod-Serie, allen voran dem iPod touch, sehr erfolgreich sind, können starke Umsatzrückgänge verzeichnen.  Laut den aktuellen Quartalszahlen (erstes Quartal 2012) hat Apple im Vergleich zum Vorjahr über 20 Prozent weniger iPods verkaufen können. Ob Samsung mit seiner Galaxy S WiFi-Serie erfolgreich sein wird, ist schwer absehbar, zumal selbst Android-Smartphones mit ähnlichen Spezifikationen in dieser Preisklasse mitspielen.
Was denkt ihr? Kauft ihr, sofern ihr schon Kinder habt, eher einen Mediaplayer oder ein Smartphone und lasst gegebenenfalls die SIM-Karte raus, um laufende Kosten zu sparen?
Samsung Galaxy S WiFi 4.2

Technische Spezifikationen des Samsung Galaxy S WiFi 4.2 :

  • Android.2.3.6 mit Touchwiz-Oberfläche
  • Kunststoffgehäuse
  • 1 GHz TI OMAP Single-Core-Prozessor
  • 4,2 Zoll-TFT-Farbdisplay (480 x 800 Pixel, 262.000 Farben)
  • 8 GB interner Speicher (um bis zu 32GB erweiterbar)
  • 512 MB RAM
  • Hinten: 2 Megapixel-Kamera; Vorne: VGA-Kamera
  • Bluetooth 3.0, WLAN 802.11 b/g/n, S-GPS, micro-USB, AllShare
  • Li-Ion 1.500 mAh Akku
  • 124 x 66 x 8,99 mm
  • 118 g
  • weitere technische Details zum Samsung Galaxy S WiFi 4.2

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Weiterführende Links zum Samsung Galaxy WiFi 4.2:

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3 Reaktionen
Kilkenny

Schön das man sich Gedanken um Social Web und vor allem um Spiele macht. Keiner, auch hier nicht, sagt etwas über die Verwendung eines Players outdoor aus. Radioempfang, RDS, GPS, etc. Das hat das Teil alles - aber wie ist es mit der Praxistauglichkeit. Ein rucvkeliger Spieleplayer wäre wohl schlimmer als ein gut durchdachtes Outdoor-Entertainment Gerät.

Andreas Floemer

@Gilly: hm, danke für den hinweis. werde es entsprechend anpassen.

Gilly

Leider braucht man für die Anmeldung bei ChatON ebenfalls eine Mobilfunknummer. Die App auf diesem Gerät vorzuinstallieren war also nur bedingt clever... http://i.imgur.com/UBXQd.png

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