Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Gadgets & Lifestyle

Samsung Multiscreen-SDK: Angriff auf Chromecast und AirPlay

Samsung präsentiert seine eigene Multiscreen-Technologie: Im Gegensatz zur Konkurrenz verschmilzen die Second-Screen-Inhalte mit dem Fernsehprogramm. (Bild: Moritz Stückler)

Samsung hat auf seiner ersten globalen Entwicklerkonferenz ein Konkurrenzsystem zu Googles Chromecast und Apples AirPlay vorgestellt. Mithilfe des Multiscreen-SDKs sollen zukünftig Inhalte von Tablet und Smartphone auf den Fernseher gelangen.

Chromecast: Samsung hat anscheinend kein Interesse

Es hätte so schön sein können: Mit der Vorstellung von Chromecast stellte Google vor wenigen Monaten eine neue Möglichkeit vor, um Audio-, Video- und Webinhalte kabellos von Smartphones und Tablets auf größere Monitore und Fernseher beamen zu können. Und auch wenn die kompatiblen Apps bisher noch spärlich gesät sind, so hätte es doch ein Schritt in die richtige Richtung sein können, wenn auch Hardware-Hersteller das Chromecast-Protokoll integriert hätten.

Samsung macht sein eigenes Ding

Aber Samsung macht Google einen Strich durch die Rechnung und präsentierte heute auf der ersten globalen Entwicklerkonferenz „Samsung Dev Con 2013“ in San Francisco ein eigenes Software Development Kit zur Übertragung auf Smart TVs aus dem Hause Samsung. Das „Multiscreen SDK“ wurde auf der Keynote auch kurz in Aktion gezeigt.

Samsung präsentiert seine eigene Multiscreen-Technologie: Im Gegensatz zur Konkurrenz verschmilzen die Second-Screen-Inhalte mit dem Fernsehprogramm. (Bild: Moritz Stückler)
Samsung präsentiert seine eigene Multiscreen-Technologie: Im Gegensatz zur Konkurrenz verschmilzen die Second-Screen-Inhalte mit dem Fernsehprogramm. (Bild: Moritz Stückler)

Neue Apps mit Multiscreen-Support: Twitter, Pandora und Rabbit

Als prominente Start-Partner für das neue SDK stehen die Apps von Twitter, Pandora und Rabbit zur Verfügung. Das Samsung Multiscreen SDK bietet einige Funktionen, die über die Funktionen von Chromecast oder AirPlay hinausgehen: Da Samsungs Verfahren nur mit den hauseigenen Smart TVs kompatibel ist, kann Samsung die Integration auch deutlich tiefer realisieren als Google oder Apple.

Mit der App Rabbit sollen Nutzer zukünftig gemeinsam über das Internet fernsehen können. (Bild: Moritz Stückler)

1 von 4

Samsung Multiscreen kombiniert das aktuelle Fernsehbild mit HTML-Overlays

Neben einem Fullscreen-Modus, wie man ihn also von Chromecast oder AirPlay kennt, bietet der Multiscreen-Ansatz von Samsung auch weitere Anwendungsmöglichkeiten. Anstatt einfach eine eigene HDMI-Eingangsquelle darzustellen, verbinden sich die neuen Multiscreen-Anwendungen mit dem Fernseher und werden in das aktuelle Fernsehbild integriert. So demonstrierte man auf der Bühne zum Beispiel mithilfe der neuen Twitter-App, die im Lauf des Tages exklusiv für Samsung-Geräte erscheinen soll, transparente Overlay-Elemente auf einer Bildschirmseite, die aktuelle Tweets zu einem bestimmten Hashtag beinhalten. Ein weiteres Beispiel war die Anwendung Rabbit, welche aktuelle Sport-Ergebnisse als Overlay über das Fernsehbild legt. Besagte Overlays sind HTML-Elemente und werden als iFrame-Element über das Fernsehbild gelegt. Die Inhalte dieser Fenster können vom Smartphone gesteuert und manipuliert werden.

Rabbit: Gemeinsam Fernsehen mit Videochat

Besonders interessant war die Multiscreen-Integration der Videochat-Anwendung Rabbit: Über diese App soll es zukünftig möglich sein, gemeinsam Fernseh zu gucken - über das Internet. Dabei werden die Videobilder aller Konferenzteilnehmer als kleine Kreise über das Fernsehbild gelegt, ähnlich wie man es von Facebooks Chatheads gewohnt ist.

Mit der App Rabbit sollen Nutzer zukünftig gemeinsam über das Internet fernsehen können. (Bild: Moritz Stückler)
Mit der App Rabbit sollen Nutzer zukünftig gemeinsam über das Internet fernsehen können. (Bild: Moritz Stückler)

Im Rahmen der Keynote behielt Samsung noch einige technische Details für sich. Aber es sieht danach aus, als ob Samsung seinen Multiscreen-Dienst für iOS, Javascript, C++ und natürlich Android über APIs zur Verfügung stellt. Unklar ist weiterhin, welche Fernsehgeräte unterstützt werden. Das Multiscreen-SDK erscheint am 12. November.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion
Netz-TV

Samsung muss reagieren, um von den Apples und Googles dieser Welt nicht zum Bildschirm-Zulieferer degradiert zu werden. Das müssen eigentlich alle TV-Hersteller. Allerdings machen die bisherigen SmartTV- User- Interfaces wenig Hoffnung, dass sie etwas bauen könnten, was die Herren der Cloud-Software beeindruckt.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst