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Gadgets & Lifestyle

Samsung zeigt 10 Pre-iPhone-Designstudien von 2006

Samsung wurde im Zuge der laufenden Gerichtsverhandlung gegen Apple verweigert, Beweismaterial vorzubringen – und veröffentlichte es nun einfach am Gericht vorbei. Es handelt sich um Designkonzepte von Smartphones, die klar vor der Vorstellung des iPhones im Jahre 2007 konzipiert wurden.

Samsung verärgert Richterin mit Veröffentlichung abgewiesener Beweise

Im Patentkrieg zwischen Apple und Samsung, der zurzeit in San Jose, USA, ausgefochten wird, hatte ein Anwalt des südkoreanischen Konzerns versucht, neue Beweismittel in das Verfahren einzubringen. Es sollte die Anschuldigungen seitens Apple widerlegen, dass Samsung das iPhone-Design dreist kopiert hat. Die Richterin Lucy Koh lehnte die neuen Beweise mehrfach mit der Begründung ab, Samsung habe sie zu spät eingereicht.

So sehen Samsungs erste Designentwürfe aus dem Jahre 2006 aus (Bild: Slashgear/Samsung)

Zu den neuen Beweismitteln, die Samsung vom Ideenklau entlasten sollten, gehören Skizzen, die belegen sollen, dass Apple sich an einem Design von Sony bedient habe. Diese Unterstellung konnte Apple mittlerweile bereits durch Vorlage älterer Designkonzepte entkräften. Darüber hinaus hatte Samsung weitere Smartphone-Designs in petto, die aus dem Jahre 2006 stammen und Modelle mit Touchbedienung zeigen. Aus ihnen sollen beispielsweise das Modell SGH-F700 hervorgegangen sein, das als plumpe iPhone-Kopie dargestellt wird.

In einem Statement, das mit den Beweisen veröffentlicht wurde, erläutert Samsungs Anwalt die unkonventionelle Vorgehensweise. So heißt es in der Schrift, dass die Richterin es Samsung nicht ermögliche zu beweisen, dass man sehr wohl unabhängig von Apple an eigenen Smartphone-Designs arbeite und das F700 keine iPhone-Kopie sei. Samsung habe bereits 2006 an Smartphones mit Touchscreens gearbeitet. Um eine absolut faire Verhandlung führen zu können, sollten ausnahmslos alle Beweise zugelassen werden.

Nach Veröffentlichung der Dokumente waren sowohl die Richterin Koh als auch Apples Anwälte rasch dabei, das Vorgehen Samsungs zu kritisieren. Die Richterin forderte Samsungs Anwalt John Quinn um Aufklärung auf. In einem Prozess, bei dem es um womöglich 2,5 Milliarden US-Dollar Schadensersatzzahlungen geht, scheint allerhand drunter und drüber zu laufen. Vor diesem Fauxpas Samsungs bettelte Quinn die Richterin förmlich um Anerkennung der Beweismittel und fragte verzweifelt, wo der Punkt einer Verhandlung sei, wenn nicht alle Beweismittel zugelassen würden. Nun sind die Beweismittel an der Öffentlichkeit – ob Samsung auf diesem Wege jedoch Pluspunkte vor der Jury und der Richterin sammelt, ist fraglich.

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Zum Vergleich: Apples frühe Prototypen

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Weiterführende Links:

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6 Reaktionen
Roman

Klingt für mich so als wäre Richterin Lucy Koh befangen. Sie hat warscheinlich selber auch ein iPhone und wird am Ende noch von Apple geschmiert. Ich traue denen mittlerweile alles zu.

Frank

Negative Werbung, ob nun für Apple oder Samsung, ist eben Werbung. Jedenfalls sind beide Firmen im Gespräch und letztendlich ist es für beide gut. Die Medien müssen ja auch etwas zu schreiben haben und wir zu kommentieren ;-)

Nase

@Van

Ach so, weil man ein paar jpgs einbringt, ist natürlich klar, das Apple diese "unveröffentlichten" Studien kopiert hat - kann man ja auch nicht nachträglich anfertigen den Kram - quatsch ;)

Van

liegt ja wohl klar auf der Hand wer von kopiert hat...
Diese überhebliche Apple-Säuche stinkt einfach nur noch...

Kevin Pliester

Ob das gut für Samsung enden wird? :-)

Lukas

Naja, da sieht man eigentlich schon deutlich in welche Richtung sich diese ganzen Designs bewegt haben. Ob das jetzt ein Zufall ist, dass sowohl das iPhone als auch das Samsung Reen unten diese runden Knopf haben, sei mal dahingestellt.

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