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San Francisco stoppt automatisierte Gesichtserkennung bei der Videoüberwachung

In San Francisco ist es Behörden bald verboten, eine automatisierte Gesichtserkennung bei der Videoüberwachung durchzuführen. (Foto: Pixinoo/Shutterstock)

Wegen zu vieler Unsicherheiten in der Nutzung und Auswertung der Daten hat San Francisco den städtischen Behörden die automatisierte Gesichtserkennung untersagt. Das System benachteiligte bestimmte Bevölkerungsgruppen.

Gesichtserkennungssoftware soll Behörden beim Kampf gegen Kriminalität unterstützen und somit für mehr Sicherheit sorgen. Aktuell bringt die Technologie aber noch Probleme. San Francisco hat am Montag als erste Stadt in den USA ein Gesetz erlassen, das auf städtischer Ebene den Einsatz von automatisierter Gesichtserkennung verbietet. Ausgenommen von diesem Gesetz sind jedoch staatliche Einrichtungen wie der internationale Flughafen und der Hafen in San Francisco, weil hier Bundesgesetze gelten.

Gesichtserkennung: Furcht vor Diskriminierung

Der Grund: Die Technologie soll die Rechte der Bürger verletzen und Minderheiten diskriminieren. KI-Experten und Bürgerrechtsbewegungen hatten kritisiert, dass die aktuellen Systeme Fehler in der Erkennung von People-of-Color und Frauen aufweisen. Das könnte dazu führen, dass diese Gruppen häufiger zu unrecht als Verdächtige identifiziert werden.

Das neue Gesetz regelt auch die generelle Nutzung der Überwachungssysteme in der Stadt und schafft mehr Transparenz für die Bürger. Diese sollen nun vor der Anschaffung neuer Hard- und Software informiert werden.

Nach San Francisco wollen weitere Städte in den USA nachziehen und die behördliche Nutzung von Gesichtserkennungstechnologien einschränken. Auch in Deutschland kritisieren Bürgerrechtler den Einsatz automatischer Gesichtserkennung in der Videoüberwachung.

Von Lisa-Marie Reingruber

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