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SAP und Porsche wollen gemeinsam Software entwickeln – auch für andere Hersteller

Porsche. (Foto: Faiz Zaki / Shutterstock)

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP und Porsche machen in Zukunft gemeinsame Sache bei der Softwareentwicklung. Dabei geht es nicht nur um Anwendungen für den Autobauer.

Dass bei Autos – egal, mit welcher Motorisierung – die Software zu einem immer wichtigeren Unterscheidungskriterium wird, ist bekannt. Porsche reagiert jetzt darauf, indem das Unternehmen in Zukunft zusammen mit dem Walldorfer Softwarekonzern SAP Lösungen entwickeln wird, die als Standardsoftware auch bei anderen Automobilherstellern zum Einsatz kommen können. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller profitiert hierdurch einerseits finanziell, kann aber andererseits auch für SAP Türen in der Automobilwirtschaft öffnen, insbesondere beim Volkswagen-Konzern.

VW hat zwar einerseits selbst die Einführung einer größeren SAP-Plattform zur Optimierung der eigenen Workflows und Verwaltungsabläufe geplant, gab aber kürzlich seinerseits eine Kooperation mit Microsoft bekannt. Es geht dabei um eine Softwareplattform für die Fahrzeuge selbst namens VW.OS. Bei den Cloud-Diensten wiederum setzt Volkswagen bereits auf Amazon AWS, um gemeinsam eine Industrie-Cloud aufzusetzen.

Porsche-Projekt ist für SAP Chefsache

Profitieren könnte von derartigen gemeinsamen Entwicklungen aber auch die gesamte deutsche Automobilwirtschaft, wie Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandschef und Finanzvorstand bei Porsche, am Rande einer Veranstaltung erklärte. Offenbar ist der neue SAP-Co-CEO Christian Klein selbst für die Kooperation mit Porsche zuständig – ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Zusammenarbeit für die Walldorfer hat.

Natürlich arbeiten die beiden Unternehmen schon seit vielen Jahren zusammen – insbesondere im Zusammenhang mit einer Auftragsmanagementlösung, die auf SAP-Basis läuft. In Zukunft sollen die beiden großen und wichtigen Zukunftstechnologien – datengetriebene Anwendungen und künstliche Intelligenz – hinzukommen. S4/Hana hat damit einen wichtigen Kunden mehr – und es ist zu erwarten, dass die Migration in die Cloud, die alle Kunden bis 2025 umsetzen müssen, an dieser Stelle frühzeitig angegangen wird. Auch hier könnten SAP und deren Systemhäusern und Dienstleistern die Erfahrungen mit Porsche in Hinblick auf andere Unternehmen der Automobilwirtschaft zugute kommen.

t3n meint:

Ein geschickter Schachzug, der der gesamten Automobilwirtschaft helfen könnte. Denn auch wenn letzten Endes jeder für sich entwickeln muss, sind gemeinsame Softwarelösungen nicht nur für Dritte ein enormer Vorteil, sondern auch für die Autohersteller selbst. Wenn es Porsche gelingt, auf diese Weise mehrere große Konzerne beim SAP-Know-how ins Boot zu holen, könnte das Synergien schaffen, die der angeschlagenen deutschen Autobranche gut tun würden.

Tobias Weidemann

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