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Scanbot Pro: Doo unternimmt mit beliebter Scanner-App den nächsten Schritt zum tragfähigen Erlösmodell

Scanbot Pro bringt weitere Funktionen für knapp fünf Euro. (Foto: Doo)

Die beliebte Dokumenten-Scanner-App Scanbot hat ab sofort zusätzliche, kostenpflichtige Extras in petto. Funktionen für OCR-Texterkennung und automatisierte Dateibenennung berücksichtigen das Nutzerfeedback, stärken aber auch das Erlösmodell des deutschen Startups.

Scanbot Pro bringt OCR-Funktion, intelligente Dateibenennung und individuelle Designs

Die beliebte Scanner-App Scanbot ist am Montag um kostenpflichtige Pro-Funktionen erweitert worden. So bringt Scanbot Pro unter anderem eine OCR-Funktion, eine automatisierte Dateibenennung sowie verschiedene App-Themes mit. Für das hinter der Anwendung stehende deutsche Startup Doo ist es der nächste Schritt, seine App auf ein tragfähiges Erlösmodell zu hieven.

Scanbot ist das neue Produkt der gescheiterten Doo-Macher. (Bild: Doo)

Scanbot ist das neue Produkt der gescheiterten Doo-Macher. (Bild: Doo)

Mithilfe der integrierten OCR-Funktion können künftig ganze oder einzelne Textstellen aus eingescannten Dokumenten ausgelesen, markiert, kopiert, nachgeschlagen oder auch geteilt werden. Zudem wird die App durch eine intelligente Dateibenennung weiter automatisiert. Nutzer können vorab bestimmte Schemata für die Benennung von Dateinamen festlegen, das geschieht durch Definition und Anordnung dynamischer Platzhalter wie zum Beispiel Jahr, Monat, Stadt, Unternehmen oder Mitarbeiter. Es gibt ebenso vordefinierte wie manuell erstellbare Platzhalter. Bislang mussten Scanbot-Nutzer die eingelesenen Dokumente immer händisch benennen.

Für optische Abwechslung und einen individuellen Look der App sollen hingegen die insgesamt sieben unterschiedlichen Design-Motive sorgen, die das Startup dem Scanbot spendiert hat. Nutzer können die gesamte Oberfläche der App so farblich nach ihren Wünschen anpassen. Ein Feature, das zum Beispiel die To-Do-App Wunderlist in ähnlicher Weise anbietet.

Scanbot Pro erweitert das Erlösmodell

Apropos, Wunderlist: In einem unserer letzten Kommentare haben wir erläutert, wie Doo mit seiner einfachen, schicken und reichweitenstarken App das Nutzerwachstum ankurbeln will, um weiteren Monetarisierungsansätzen über den Kaufpreis von Scanbot (0,89 Euro) hinaus vorzugreifen. Bereits acht Wochen nach ihrer Veröffentlichung konnte das Startup 500.000 Downloads für seine App verzeichnen. Das war Anfang Juni. Allem Anschein nach ist das Wachstum inzwischen stabil genug, um die von CEO und Gründer Frank Thelen in Aussicht gestellten Premium-Funktionen auszurollen.

Das sind die Funktionen von Scanbot Pro

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Mit Scanbot Pro, das für 4,49 Euro per In-App-Kauf erworben werden kann, trägt man dieser Entwicklung nun Rechnung. Käufer von Scanbot Pro sollen künftige und um die Pro-Variante der Scanner-App entwickelte Funktionen kostenlos erhalten. Doo war einst im Jahr 2011 mit einer gleichnamigen Dokumentenlösung für das papierlose Büro gestartet, konnte jedoch in der Spitze nur 300.000 Nutzer gewinnen, Monetarisierungsplänen fehlte so die Grundlage.  Im Februar stampfte das Startup sein Produkt deshalb ein und will sich künftig mit alten Technologien um neue Produkte rundum die Digitalisierung von Dokumenten kümmern.
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3 Kommentare
Bertram Simon
Bertram Simon

Das liest sich wie ein Sponsored Post. Wer sich die Kommentare auf Google Play anschaut, findet mit Einführung der InApp-Lösung nur unzufriedene Kunden. Das ist auch kein Wunder. Erst zahlt man für eine App mit zahlreichen Bugs, weil man deutsche Entwickler unterstützen will und sinnvolle Features wie OCR angekündigt werden. Kaum ist die App halbwegs bugfrei, wird sie kostenlos und zahlende Kunden sollen für die neuen Dienste, auf die man lange Zeit gewartet hat, erneut Geld zahlen. So vergrault man sich nachhaltig seine Fan-Base.

Davon abgesehen: Scanbot speichert auf meinen Nexus 4 immer noch nicht die Genehmigung für Google Drive und nervt andauernd mit erneuten Auth-Anfragen. Auch das Problem haben viele seit längerer Zeit.

Ich bin deswegen zu MDScan zurückgewechselt.

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stevil
stevil

Für mich sinnvoll war die OCR Option in der PRO Version, da ich keinen Dokumentenscanner separat nutzen möchte.

Testlauf mit ein paar Amazon Rechnungen: In der Mitte des Dokumentes funktioniert OCR einwandfrei, an den Ecken/Rändern/äußeren Bereichen bricht die Leistung massiv ein.

Ich verstehe, dass eine Smartphone Kamera nicht die Qualität eines Scanners hat, der das Papier wirklich abtastet. Aber trotzdem ist das Feature aus meiner Sicht noch nicht produktiv nutzbar, schade.

Antworten
Marcel
Marcel

Stimme simonwpt zu. Hier wird null auf die Abzocke eingegangen und der Beitrag liest sich wie Werbung für Scanbot…

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