News

Schnelle Werbung für AMP: Google startet AMP-Ads

(Bild: Google)

Monate nach dem Start der Instant-Article-Alternative AMP hat Google zur Monetarisierung den offiziellen Startschuss für die AMP-Werbeanzeigen gegeben: Die AMP-Ads sind da.

Googles AMP-Ads laden viel schneller als klassische Banner-Werbung

Google hat mit mehreren Werbevermarktern und Publishern AMP-Ads umfangreich getestet. Im Juni dieses Jahres vermeldete das Unternehmen, dass die meisten der Publisher Werbung auf AMP-Seiten per Doubleclick-Ad-Exchange verkaufen und dabei höhere eCPMs erzielen als bei Nicht-AMP-Seiten. Jetzt ist der erste, kleine Testlauf der AMP-Ads erfolgreich abgeschlossen, wie Malte Ubl, Tech-Lead für das AMP-Project, im offiziellen AMP-Blog verkündet.

Alle Vermarkter können nun AMP-HTML-Werbeanzeigen kreieren, die genauso schnell geladen werden wie die AMP-Seiten selbst. Darüber hinaus lassen sich auch AMP-Landingpages bauen, die wiederum auf AMP-HTML basieren und die Werbeanzeigen begleiten. Wie Ubl im Blogpost anlässlich des AMP-Ads-Starts berichtet, war eine der größten Herausforderungen die Trennung der Ad-Requests vom Ad-Rendering. Folgendes animiertes Gif veranschaulich den Geschwindigkeitszuwachs der AMP-Ads im Vergleich zum bisherigen Modell.

Geschwindigkeitsvergleich: klassische Ads vs. AMP-Ads. (Bild: Google)

Geschwindigkeitsvergleich: klassische Ads vs. AMP-Ads. (Bild: Google)

Lazy Load: AMP-Ads werden nach dem Content geladen

Die Werbebranche entwickelt sich nicht sonderlich schnell weiter – das musste Ubl in der Zeit, in der er sich mit Internetvermarktung auseinandergesetzt hat, erkennen, wie er in seinem Blogpost erläutert. Aufgrund dessen mussten für die Integration der AMP-Ads Kompromisse eingegangen werden, die durch vier Techniken realisiert wurden:

Content first: AMP bezieht die Werbeanzeigen, nachdem der Hauptinhalt geladen wurde. So wird die Ladezeit des Artikels nicht eingeschränkt.

Eindämmung: AMP begrenzt den Raum für eine Werbeanzeige strikt. Die AMP-Ad kann lediglich in einem rechteckigen Fenster angezeigt werden, sodass Werbung in AMP nicht „wild durch die Gegend“ fliegt oder in einem Pop-up auftaucht.

Limitierung: In der Werbung kommen gelegentlich Javascript-Praktiken wie „document.write“ zum Einsatz, die in AMP abgemildert werden. Denn der Vermarkter hat ausschließlich Zugriff auf die begrenzte Werbefläche.

Intervention: Mithilfe von AMP können Akkulaufzeit und CPU-Ressourcen gespart werden: Animationen von Werbeanzeigen, die ausgeblendet sind, werden reduziert. Unter Firefox, Safari, Opera und Chrome ist dieses Verfahren standardmäßig im Einsatz – sobald die Technik flächendeckend verfügbar ist, wird der zusätzliche Code für die „Browser-Interventionen“ aus AMP entfernt.

Auch wenn Google mit der Entwicklung von AMP einen Schritt weiter ist und die Anzeigenschaltung per AMP-Ads anläuft, sei man laut Ubl immer noch in einer „frühen Experimentier- und Implementationsphase“. Langfristig soll die AMP-Ad-Technologie darauf ausgelegt werden, alle Werbenetzwerke zu unterstützen. Soweit sei man allerdings noch nicht. Weitere Informationen zu den neuen AMP-Ads findet ihr in folgendem Artikel.

Im Zuge der Doubleclick-Leadership-Summit erklärt Paul Muret, Vice-President of Display, Video-Ads und Analytics von Google unter anderem das neue AMP-Werbeformat:

Weitere Artikel zu AMP: Google AMP: Darum ist die Instant-Articles-Alternative so unverschämt schnell

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Webdesign Webcp

Ich finde Google AMP wirklich eine tolle Sache und bin ein großer Fan davon. Google bevorzugt auch in den Suchergebnissen die AMP Version einer Website. Natürlich war es absehbar das Google auch Ads einbinden wird und wir werden sehen wie es sich schlägt.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.