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Schutz vor China: US-Regierung denkt über staatliches 5G-Netz nach

Die Trump-Regierung denkt über ein 5G-Netz nach, das gegen Spionage und Angriffe namentlich aus China besser geschützt sein soll. Bemängelt wird, dass einige große Netzausstatter chinesischen Ursprungs sind.

Bislang gibt es nur eine Powerpoint-Präsentation und ein Memorandum der US-Regierung, wie der Dienst Axios berichtet. Die Sicherheitsbehörden bemängeln, dass chinesische Unternehmen eine zentrale Stellung in der Netzinfrastruktur haben und durch Abhören amerikanischer Netze die USA in politischer, wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht schädigen könnten. Die Behörden fordern infolgedessen ein staatliches 5G-Netz, das dann an die Mobilfunkprovider oder direkt an andere Unternehmen vermietet werden könne. Denkbar wäre auch, dass sich die führenden US-Provider in einem Konsortium zusammenschließen, das aber von staatlicher Seite geführt werde.

Unternehmen aus China führend bei Netzinfrastruktur

In der Tat sind chinesische Unternehmen wie ZTE und Huawei führend im Geschäft mit Netzinfrastruktur-Equipment. Während Huawei ein rein privatwirtschaftliches Unternehmen ist, sitzt bei ZTE der chinesische Staat mit im Boot. Doch diese Anbieter kommen auch bei der privatwirtschaftlichen Netzinfrastruktur in den USA ohnehin nicht in Frage, da es hier offenbar ungeschriebene Gesetze bezüglich des Einsatzes entsprechender „heimischer“ Technologieanbieter gibt. Hinzu kommt, dass die großen Provider AT&T, Verizon und T-Mobile bereits über entsprechende Netzinfrastruktur im 5G-Bereich verfügen. Ein zusätzliches staatliches Netz unter Beteiligung der Provider ist also unwahrscheinlich.

Insbesondere Huawei kommt auch bei deutscher Netzinfrastruktur im Zusammenhang mit den 5G-Netzen der Mobilfunkprovider zum Einsatz. Die Bedenken und das Vorgehen der USA erinnern an die Vorbehalte gegenüber dem IT-Security-Hersteller Kaspersky. Gegen dessen Technologien hatte sich die Regierung Trump im vergangenen Jahr ausgesprochen und sogar entsprechende Anweisungen für die Abschaffung in staatlichen Einrichtungen erteilt – offenbar nicht ganz unbegründet.

 

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