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Schutz vor Spectre und Co.: Chrome für Android unterstützt jetzt Website-Isolierung

Chrome für Android wird sicherer. (Foto: Shutterstock)

Auch Chrome für Android beherrscht jetzt Website-Isolierung, um Schutz vor Spectre und ähnlichen Angriffen zu bieten. Gleichzeitig soll die Funktion auf der Desktop-Seite auch „signifikant stärkere Angriffe“ abwehren.

Seit Chrome 67 lädt die Desktop-Variante des Google-Browsers jede Website in einem eigenen Prozess. Diese Website-Isolierung soll verhindern, dass Seitenkanalangriffe wie Spectre genutzt werden können, um sensible Daten wie Passwörter abzugreifen. Mit der Veröffentlichung von Chrome 77 steht diese Funktion jetzt auch in der Android-Version des Browsers bereit. Vorerst allerdings mit gewissen Einschränkungen.

Da Smartphones im Vergleich zu Desktop-Computern über geringere Ressourcen verfügen, aktiviert Chrome für Android die Website-Isolierung nur, wenn auf der Seite ein Login-Feld existiert. Konkret funktioniert das so: Meldet ihr euch auf einer Website an, merkt sich der Chrome-Browser das und wird die Seite dann beim nächsten Aufruf automatisch in einem eigenen Prozess ausführen. Die Liste der Login-Seiten wird lokal gespeichert und kann mit dem Browserverlauf gelöscht werden. Ab Werk soll Chrome außerdem mit einer Liste ausgestattet sein, die häufig genutzte Login-Seiten enthält.

Die Website-Isolierung ist laut Google bei 99 Prozent der Chrome-77-User aktiviert, deren Smartphones über mindestens zwei Gigabyte Arbeitsspeicher verfügen. Wer möchte, der kann die Website-Isolierung über chrome://flags/#enable-site-per-process auch für alle Seiten aktivieren. Das wird aber den Arbeitsspeicher eures Smartphones entsprechend stärker belasten.

Chrome: Website-Isolierung auf dem Desktop soll jetzt auch stärkere Angriffe abwehren können

Auf der Desktop-Seite wurde die Website-Isolierung derweil überarbeitet und soll jetzt weitere Angriffe verhindern können. Die Funktion schützt laut Google nun auch vor Angriffen, bei denen ein Rendering-Prozess durch Ausnutzung eines Sicherheitsfehlers vollständig kompromittiert wurde.

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Ein Kommentar
marius
marius

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