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Schwache iPhone-Zahlen sorgen bei Apple für Preisnachlässe – auch in Deutschland

(Bild: Apple)

Apples iPhones gehen offenbar nicht so gut über die Ladentheke, wie der Konzern es sich erhofft. Um die Verkäufe anzukurbeln, greift Apple sogar zu für das Unternehmen ungewöhnlichen Methoden wie Preisnachlässen.

Das iPhone ist Apples Gelddruckmaschine, weshalb das Unternehmen darum bemüht ist, möglichst viele der Geräte abzusetzen. Während sich die iPhones in der Vergangenheit so gut wie von selbst verkauften, scheint das diesjährige Geschäft nur schleppend anzulaufen. Um dem entgegenzuwirken, soll Apple schon im Oktober Marketing-Personal von anderen Projekten abgezogen haben, um spezielle Kampagnen zu entwicklen und umzusetzen.

Apple mit Trade-in-Programm für iPhone-Xs- und -Xr-Modelle

Das zumindest geht aus einem Bericht von Bloombergs Mark Gurman hervor, der entsprechende Informationen von einer mit der Materie vertrauten Person erhalten haben will.

Erste Ergebnisse der neuen verkaufsfördernden Strategien sind in den USA bereits seit Wochen umgesetzt worden. So prangte schon Anfang Dezember im US-Apple-Store ein großes Banner, mit dem potenzielle Kunden bis zu 500 US-Dollar weniger für ein iPhone Xr zahlen müssen, wenn sie ihr altes Gerät in Zahlung geben. Für ein zwei Jahre altes iPhone 7 Plus, das gut in Schuss ist, werden etwa 300 Dollar verrechnet. Ferner sollen Apple-Store-Mitarbeiter Kunden verstärkt auf das hauseigene Trade-in-Programm aufmerksam machen.

Apple versucht mit prominent positionierter Werbung für sein Trade-in-Programm die iPhone-Verkäufe anzukurbeln. (Screenshot: t3n.de)

Apple versucht mit prominent positionierter Werbung für sein Trade-in-Programm die iPhone-Verkäufe anzukurbeln. (Screenshot: t3n)

Apple: iPhone-Xr-Verkaufsaktion in Deutschland angelaufen

Auf der Startseite von Apple Deutschland wird die Verkaufsaktion des iPhone Xr und Xs aggressiv beworben. (Screenshot: t3n.de)

Auf der Startseite von Apple Deutschland wird die Verkaufsaktion des iPhone Xr und Xs aggressiv beworben. (Screenshot: t3n)

Mit einer gewissen Verzögerung hat Apple die Aktion auch auf seiner deutschen Website gestartet. Im Zuge der Werbeaktion bietet der Konzern das iPhone Xr bei Eintausch eines alten iPhones ab 579 Euro statt des vollen Preises von 849 Euro an. Sogar das iPhone Xs kann bei der Umtauschaktion ab 879 Euro statt ab 1.049 Euro erstanden werden.

Wie in den USA wird die Umtauschaktion mit den Sonderpreisen in Deutschland nicht nur dezent auf einer Unterseite beworben, stattdessen werden Besucher schon auf der Apple-Startseite damit begrüßt. Auf auf den Produktseiten der iPhones setzt sich die prominente Werbung fort.

Auch auf den iPhone-Produktseiten bewirbt Apple seine Umtauschaktion. (Screenshot: t3n.de)

Auch auf den iPhone-Produktseiten bewirbt Apple seine Umtauschaktion. (Screenshot: t3n)

Die Trade-in-Aktion scheint aber nicht die einzige Verkaufs-Strategie zu sein. Denn in Japan ist der Preis des iPhone Xr beim Netzbetreiber NTT Docomo in Verbindung mit einem Vertrag um 100 Dollar gesenkt worden.

Nicht nur Apple Opfer des schrumpfenden Smartphone-Marktes

Nicht nur Apple hat mit sinkenden iPhone-Absatzzahlen zu kämpfen, fast der gesamte Smartphone-Markt ist rückläufig. Um gegen schwächelnden Absatz anzukämpfen, hatte das Unternehmen die Preise seiner Geräte weiter hochgeschraubt. Mit einem mittelfristigem Erfolg: Trotz stagnierender Verkaufszahlen stieg der Umsatz massiv an.

Ob Apple langfristig mit dieser Strategie erfolgreich sein wird, bleibt fraglich. Investoren sind Bloomberg zufolge nicht sonderlich zufrieden und wünschen sich ein Wachstum des Konzerns außerhalb der iPhone-Sparte.

An entsprechenden Produkten und Diensten arbeitet das Unternehmen auch schon: Unter anderem werkelt Apple an einer Augmented-Reality-Brille, die als iPhone-Nachfolger gehandelt wird. Zudem investiert Apple viel Geld und Arbeit in eine autonome Auto-Plattform und einen neuen Video-Streaming-Dienst mit eigenen Inhalten.

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Aktualisiert am 25.12.2018.

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6 Kommentare
Carlo
Carlo

Mit den extrem stark überhöhten iPhone Preisen, es kann auch gerne von Abzocke die Rede sein, hat sich Apple nicht nur Kunden verschreckt, sondern auch etliche Kunden gänzlich vertrieben, wie ich an einigen konkreten Personen in meiner näheren Umgebung bemerkt habe. Teilweise sogar Kunden die fast von Anfang an bei Apple als Kunden dabei waren und viele 10.000 DM darin versenkt haben und nun weg sind und sagen, nie wieder Apple.

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gast22
gast22

Deine Meinung. Ob die Preise stark überhöht sind ist ja eher eine gefühlte Annahme denn eine Tatsache.

Was den Artikel betrifft: Die Rücknahmeaktion von Altgeräten ist nicht Neues, jedenfalls und en USA. Gibt es schon ein paar Jahre. Nun auch in Deutschland ist nur folgerichtig. Apple will neue Geräte aus recycelten Stoffen gewinnen. Sie haben extra Roboter entwickelt, die die gerate auseinandernehmen etc. Wie soll das funktionieren, wenn sie keine Altgeräte bzw. keine Masse davon bekommen?

Die Sache mit Japan ist ebenso strittig. Nicht Apple hat den Preis gesenkt, sondern der Telefonanbieter. Ob Apple da nachgeholfen hat ist reine Spekulation.

Und zuletzt: Wer ist Bloomberg? Sind die das, die ein ChipGate mit Spionagehintergrund von Chinesen groß rausgebracht hatten und letztlich war es nur eine Ente. Durch nichts – auch nach fast drei Monaten – bewiesen. Nur Behauptungen aus gut unterrichteten Quellen. Ha, da lach ich mir doch eins.

Fazit: Dieser Artikel ist nicht ernst zu nehmen. Lasst euch nicht verschaukeln und fallt nicht auf Vermutungen und Halbwahrheiten rein. Fakten sind es jedenfalls nicht!

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Benutzer
Benutzer

Was ist denn noch das Alleinstellungsmerkmal von Apple?

Was kann ein iPhone was ein anderes nicht kann?

Mit welchem Gerät bin ich Herstellerunabhängig und kann diese nach meinen Bedürfnissen zusammenlegen?

Mit welchem Gerät kann ich auf schnelle Herstellerunabhängige Hilfe und Reparatur hoffen?

Welche Geräte sind ausgewogen in der Preis Leistung?

Marc Schulz
Marc Schulz

Das ist doch quatsch. Wahrscheinlich recycelt Apple auch einige Stoffe aus den alten Smartphones, aber im Kern geht es doch eher darum den Weiterverkauf der alten Geräte zu unterbinden und die Neuen loszuwerden. Warum sonst sollte man gut erhaltene Geräte besser bezahlen? Hätte Apple in den letzten Jahren irgendetwas wegweisendes auf den Markt gebracht wäre ein solches Vorgehen nicht notwendig. Wenn allerdings jedes Jahr das gleiche auf den Markt kommt und lediglich die Nummer hochgezählt und ein X drangeklebt wird, dann fragen sich natürlich viele Nutzer warum man wieder Unsummen investieren sollte.

Gerhard Schäfer
Gerhard Schäfer

Sehe ich genau so. 500 Euro ist für mich die Obergrenze. Nicht, weil ich nicht 1300 ausgeben kann. Sondern weil ich es nicht einsehe. Ein solches Teil kann schnell mal geklaut oder verloren werden. Außerdem: Das wenigste sind Produktionskosten, bei den auch noch Menschen aus der 3.Welt geschädigt werden. Es ist der Profit der Bosse. Kunden vereinigt Euch und gebt den Affen Zunder!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Beobachter
Beobachter

Alleinstellungsmerkmal? Ganz im Gegenteil!

Der NFC Chip im Iphone nur für Apple Anwendungen nutzbar. Suica Card, Personalausweis, Yubikey usw. alles im Gegensatz zum Androidphone auf dem Iphone nicht nutzbar.

Und das vielbeschworene Apple Pay. Ich wundere mich gar nicht, dass viele Banken da nicht mitmachen. Diese sollen dafür, dass sie die kompette Zahlungsabwicklung machen, das Risiko allein tragen, dann auch noch einen prozentualen Anteil jeder Transaktion an Apple bezahlen, nur weil Apple den Zugang über das Iphone ermöglicht. Sorry, aber das ist ein sehr einseitiges Geschäft. Da können sich die Iphone Besitzer aufregen wie sie wollen. Zahlen wollen sie für jede Apple Pay Transaktion ja auch nicht, oder.

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