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Schweizer Finanzaufsicht erteilt erste Banklizenzen an Blockchain-Finanzdienstleister

In der Schweiz haben nun die ersten beiden Blockchain-Dienstleister eine Banklizenz erhalten.  (Foto: Shutterstock)

Wie die Schweizer Finanzaufsicht Finma mitteilt, hat sie zwei eidgenössischen Blockchain-Dienstleistern jeweils eine Banklizenz, sowie eine Effektenhändlerbewilligung ausgestellt.

Die Zuger Seba Crypto Ag wolle nun, ebenso wie die Züricher Sygnum AG, Finanzdienstleistungen für institutionelle und professionelle Kunden anbieten, teilen die Aufseher mit. Interessanter als die Bekanntgabe der Pioniere im Blockchain-Banking auf dem Schweizer Finanzplatz sind indes die weiteren Rahmenbedingungen, die die Finma anzuwenden ankündigt.

Blockchain-Transaktionen dürfen nur identifizierbar abgewickelt werden

So erkenne die Finma zwar „das innovative Potential von neuen Technologien für die Finanzmärkte“ an. Gleichzeitig werde sie aber „die geltenden finanzmarktrechtlichen Bestimmungen unabhängig von der zugrundeliegenden Technologie“ anwenden. Blockchainbasierte Geschäftsmodelle dürften nicht den bewährten regulatorischen Rahmen umgehen. Dies gelte „insbesondere bei der Anwendung der Regeln zur Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung im Blockchain-Bereich, wo die Anonymität erhöhte Risiken mit sich bringt“.

Konkret bedeutet das für Blockchain-Banken in der Schweiz, dass sie im Grunde nur eine digitale Währung, aber keine Kryptowährung mehr verwalten werden. Denn die Finma verlangt:

  • Bei Transfers von Token müssen, wie bei einer herkömmlichen Banküberweisung, Angaben zum Auftraggeber und zum Begünstigten übermittelt werden.
  • Kryptowährungen oder andere Token dürfen grundsätzlich nur an externe Wallets eigener, bereits identifizierter Kunden geschickt und von diesen entgegengenommen werden. Schweizer Kryptobanken dürfen keine Token von Kunden von anderen Instituten empfangen oder zu Kunden von anderen Instituten senden.

Kryptowährung: Abrundung des Angebotsprofils einer Bank

Das ist für Unternehmen, die ein komplettes Portfolio an Bankdienstleistungen erbringen wollen, letztlich kein Problem. Denn die Regelungen sind äquivalent zu den finanzmarktrechtlichen Vorgaben im konventionellen Banking.

Zudem sind Kryptowährungen aus Bankensicht derzeit weniger Zahlungsmittel als Anlageklassen mit hohem spekulativem Potenzial. Als solche könnten sich regulierte Verfahren wertstabilisierend oder -steigernd auswirken, was die Akzeptanz des digitalen Geldes steigern könnte.

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