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Schwerkraft? Welche Schwerkraft? Neuer 3D-Drucker druckt auch auf Wände

3D-Drucker sind ohne Zweifel eine großartige Erfindung. Bisher können sie allerdings nur Objekte von unten nach oben bauen – und das eher in kleinen Dimensionen. Die Entwickler Petr Novikov and Saša Jokić zeigen mit ihrer Erfindung, dass es auch anders geht. Sie bieten mit ihrem „Mataerial 3D Printing-System“ der Gravitation die Stirn – selbst an Wänden, Decken und auf glatten und unebenen Untergründen funktioniert ihr 3D-Drucker.

Mataerial – Roboterarm mit 3D-Druck-Pistole

Bei Mataerial handelt es sich nicht wie beispielsweise beim Makerbot um eine kleine Box, in der 3D-Objekte gedruckt werden können, sondern um einen stattlichen Roboterarm mit allerlei Sensoren und einer speziell konstruierten Vorrichtung zur Konstruktion von 3D-Plastiken. Im Unterschied zu derzeit bekannten Methoden, bei der 3D-Objekte Stück für Stück mittels verschiedener Stoffe in einem langwierigen Prozess gegossen werden und man dazu eine plane Oberfläche benötigt, funktioniert Mataerial etwas anders. Am Ende des Roboterarms sitzen mehrere Kanäle, aus denen verschiedene Themoset-Polymere zu exakt dem Zeitpunkt herausgedrückt werden, in dem die Masse sich zu verhärten beginnt. Auf diese Weise kann auf jeder Oberfläche – und auch an Wänden eine 3D-Plastik entstehen. Zudem ermöglicht diese neue Technologie die Erstellung natürlicher Formen, was bei den 2D-Verfahren anderer Drucker nicht durchführbar ist

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Ein 3D-Drucker der besonderen Art: Der Mataerial. (Foto: Mataerial)

Doch nicht nur das: Das Unternehmen gibt an, dass es sogar möglich ist, mehrere Farben in einem Druck anzuwenden. Während bei handelsüblichen 3D-Druckern Farben durch unterschiedlich kolorierte Kunststoffrollen gewählt werden kann, injiziert Mataerial während des Drucks einfach eine bestimmte Farbe ins Material und lässt sogar Farbmischungen und -verläufe zu.

Die Entwickler geben an, dass es mit Mataerial möglich ist, Strukturen von jeder Größe und Form anzufertigen. Die kleinen 3D-Drucker in Kistenform stoßen diesbezüglich an ihre Grenzen. Im Unterschied zu den erschwinglichen Makerbots dieser Welt wird Mataerial mit Sicherheit in einer etwas anderen Preisregion zu finden sein – allein ein Roboterarm ist nicht gerade billig. Die Demovideos geben den Druckvorgang übrigens mit dreifacher Geschwindigkeit ab.

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