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Scout24: Die Aktie steigt nach guten Zahlen

(Foto: dpa)

Der Onlinemarktplatz-Betreiber Scout24 wächst dank seiner Finanz-, Immobilien-, und Autoportale kräftig weiter. Unter anderem der neueste Erwerb, das Finanzportal Finanzcheck.de, hat dem Unternehmen zufolge für einen höheren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr gesorgt. Scout24 bestätigte auch die Prognose für das Jahr 2019.

Nach vorläufigen Zahlen stieg der Konzernumsatz von Scout24 2018 um 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 531,7 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Der Kauf von Finanzcheck.de sei in diesem Betrag mit 12,3 Millionen Euro enthalten. Die Höhe der vorläufigen Jahreserlöse hatten Analysten in etwa so erwartet. An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen, der Aktienkurs zog um rund 2 Prozent an.

Das Jahr 2018 sei für den Betreiber von Online-Portalen erwartungsgemäß verlaufen, schrieb Analyst Marcus Diebel von der US-Bank JPMorgan. In allen drei Geschäftsbereichen hätten sich die Portfolios dabei besser ausgezahlt. Der Ausblick auf 2019 sei bestätigt worden. Ähnlich äußerte sich auch Analyst Aditya Buddhavarapu von der US-Investmentbank Goldman Sachs. Die Zahlen hätten seinen Erwartungen weitgehend entsprochen.

„Das starke Wachstum in allen unseren drei Segmenten lässt uns mit großer Zuversicht auf das Jahr 2019 und darüber hinausschauen“, sagte Konzernchef Tobias Hartmann, der erst vor knapp drei Monaten das Ruder bei den Münchnern übernommen hatte.

Immobilienscout24 wächst

Gewachsen sei vor allem auch das Immobilienportal Immobilienscout24, das treue Kunden habe und neue hinzugewinne. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg insgesamt um 15,3 Prozent auf 291,5 Millionen Euro. Unter dem Strich sollen 2018 rund 165 Millionen Euro übrig bleiben und damit fast die Hälfte mehr als 2017.

Ende Januar hatte Scout24 ein Übernahmeangebot der Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone abgelehnt. Der Vorstand wies den vorgeschlagenen Preis von 43,50 Euro damals als unangemessen zurück. Hellman & Friedman selbst hatte das Unternehmen erst vor drei Jahren für 30 Euro je Aktie an die Börse gebracht.

Der Portalbetreiber rechnet auch in Zukunft mit weiterem Wachstum. Als Gründe nennt er den zunehmenden Online-Werbemarkt in Deutschland und Europa und die steigende Bereitschaft der Kunden, im Netz zu kommunizieren. Für 2019 erwartet der Konzern – wie auf dem Kapitalmarkttag im November 2017 angekündigt – ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren Zehnerbereich und eine Steigerung der operativen Ebitda-Marge um einen niedrigen einstelligen Prozentpunkt pro Jahr ab 2018. Die endgültigen Zahlen will Scout24 am 25. März vorlegen. dpa

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