Ratgeber

Scrum: Was ist ein Product-Backlog?

(Grafik: Shutterstock)

Der Product-Backlog ist eine dynamische Liste, in der alle Software-Anforderungen gesammelt werden. So wird mit ihr in Scrum gearbeitet.

In Scrum gibt es neben dem Product-Backlog auch einen Sprint-Backlog. Beide sind klar voneinander zu differenzieren: Wie der Name schon sagt, hat der Sprint-Backlog lediglich für einzelne Sprints Relevanz, während der Product-Backlog während des gesamten Projektzeitraums gepflegt wird. Für beide Backlogs ist der Product-Owner verantwortlich.

Was ist im Product-Backlog enthalten?

Der Product-Backlog umfasst alles, um die Anforderungen an die zu entwickelnde Software zu erfüllen – also qualitative wie auch funktionale Anforderungen. Aber auch Bugs und benötigte Verbesserungen finden sich in der Liste. Häufig werden die durch User-Storys und Epics dargestellt. Wichtig ist, dass die Einträge, allgemein Product-Backlog-Items genannt, eine genaue Beschreibung, Priorität und Aufwandsschätzung – meist in Form von Story-Points – haben.

Wie wird der Product-Backlog gepflegt?

Gerade am Anfang ist das Anlegen des Product-Backlogs aufwendig, da alle von dem Kunden vorgegebenen Anforderungen eingepflegt werden müssen. Aber auch nach dem Projektstart ist der Product-Backlog nicht in Stein gemeißelt, sondern verändert sich dynamisch. Der Product-Owner muss kontinuierlich über den gesamten Projektzeitraum hinweg den Backlog pflegen. Dazu zählt das Hinzufügen von neuen Anforderungen und aufgetretenen Bugs genauso wie das Bearbeiten oder Löschen von bestehenden Product-Backlog-Items – sollte das beispielsweise durch Kundenwünsche nötig werden. Wichtig ist auch, dass der Backlog absteigend nach der Priorisierung der einzelnen Aufgaben sortiert wird. Auch hier spielen die Wünsche des Kunden eine tragende Rolle. Je wichtiger für ihn eine Anforderung ist, desto weiter oben ist sie. Dann sollte die Anforderung aber auch detailliert beschrieben und der Aufwand geschätzt worden sein.

Wie viele Anforderungen gehören in den Sprint-Backlog? Dafür kann auf den Velocity-Faktor zurückgegriffen werden

Während der Sprint-Planung werden vor Beginn eines neuen Sprints durch das Entwicklungsteam und mithilfe der Empfehlungen des Product Owners die zu erledigenden Anforderungen aus dem Product-Backlog ausgewählt und in den Sprint-Backlog geschoben. Im Idealfall wird der vollständig bis zum Ende des Sprints von dem Scrum-Team abgearbeitet. Die Priorität und der Aufwand von Anforderungen, welche in den Product-Backlog-Items angegeben sind, spielen eine maßgebliche Rolle beim Anlegen eines neuen Sprint-Backlogs.

Mehr zu dem Thema aus dem Bereich Scrum liest du hier:

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2 Reaktionen
Andreas Domin

Hallo Rainer,

ja da hast du Recht. der PO ist nur beim Planning dabei – am Ende entscheidet aber tatsächlich nur das Entwicklungsteam. Wird im Artikel behoben.

Viele Grüße,
Andreas

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Rainer Pabst

Die Aussagen zum Sprintbacklog stimmen leider nicht. Es wird nicht durch den PO bestimmt, sondern obliegt der Hoheit des Entwicklungsteams, da das Sprintbacklog den Plan widerspielt, was das Team in den nächsten Iteration umsetzen will bzw. kann. Natürlich findet ein gemeinsames Palnning statt wobei das prioriserte Backlog des POs die Grundlage darstellt. Der PO schiebt also nicht, sondern das Entwicklungsteam zieht.

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