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Sebastian Thrun: „Künstliche Intelligenz macht uns zu Supermenschen“

Schon bei Google hat sich der Udacity-Mitbegründer Sebastian Thrun mit selbstfahrenden Autos beschäftigt. (Foto: Udacity)

Er hat das selbstfahrende Auto bei Google mitentwickelt und in Stanford gelehrt: Der Solinger Sebastian Thrun gilt als eines der Superhirne unserer Zeit. Jetzt hat er sich eines neuen Projekts angenommen: Bildung. Im Interview in der aktuellen t3n Nr. 44 spricht der 49-Jährige über die Gemeinsamkeiten von Büchern und Onlinekursen, schmerzhafte Veränderung – und Supermenschen. 

Dieser Mann will das Wissen in die Welt bringen

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Superhirn aus Solingen: Sebastian Thrun. (Foto: TechCrunch / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Er gilt als einer der begnadetsten Wissenschaftler der Welt: Sebastian Thrun hat Googles X-Labs mit aufgebaut, am selbstfahrenden Auto entwickelt und schließlich in Stanford als Professor gearbeitet. Jetzt hat sich der gebürtige Solinger der nächsten Herausforderung angenommen: Das Superhirn will die Bildung digitalisieren.

„Bildung ist der allerbeste Weg, um die Gesellschaft voranzubringen“, sagt Thrun im Interview mit t3n. Um das Wissen auch in abgelegene Orte der Welt zu bringen, hat er das Startup Udacity gegründet: Auf der Plattform werden Uni-Vorlesungen gestreamt, zu denen jeder Zugang hat. Die Idee zu dem Unternehmen entstand bei einem Experiment: Thrun beschloss gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Norvig, seine Vorlesungen in Stanford ins Internet zu streamen. Das Interesse explodierte, es meldeten sich mehr als 160.000 Menschen an.

Heute hat Udacity nach Angaben von Thrun mehr als vier Millionen registrierte Nutzer. Und das sei erst der Anfang, verrät er im Gespräch mit t3n. „Wir geben keine Ruhe, bis wir eine Milliarde Menschen mit Bildung versorgt haben.“

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Sebastian Thrun: „Veränderung ist schmerzhaft“

Trotz der vielen Nutzer hat Udacity – so wie viele Online-Lernplattformen – ein Problem: Studien zufolge schließen nur sieben Prozent der Studenten einen Onlinekurs auch ab. Thrun erklärt das im Interview mit dem Konzept dahinter: „Massive Open Online Courses“, kurz MOOC, seien ein bisschen wie Bücher. „Es werden nur wenige von vorne bis hinten durchgelesen.“

„Wir Menschen sollten keine repetitiven Dinge tun. Dafür sind wir doch zu schade.“

Deswegen habe er inzwischen das Geschäftsmodell geändert, bei Udacity gehe es heute stärker um die Kurse von Unternehmen. Facebook, Google oder Salesforce bilden so ihre Mitarbeiter weiter. Die ursprüngliche Idee so abzuwandeln, sei kein einfacher, aber der richtige Schritt gewesen, so Thrun. „Veränderung ist häufig schmerzhaft, aber ich bin stolz darauf, dass wir das gemacht haben.“ Bei der Abschlussquote mache sich das schon bemerkbar: Thrun zufolge liegt sie inzwischen bei mehr als 80 Prozent.

Der Wissenschaftler beschäftigt sich aber nicht nur mit Bildung, sondern auch mit neuen Technologien. „Künstliche Intelligenz wird die Leute zu Supermenschen machen“, sagt der Udacity-Gründer. Sie werde das tun, was „einfach und repetitiv“ sei. „Wir Menschen sollten keine repetitiven Dinge tun müssen, um Geld zu verdienen. Dafür sind wir doch zu schade.“

Warum er Onlinekurse für besser als konventionelle Bildung hält und wieso er Google verlassen hat, das erklärt Sebastian Thrun im aktuellen Heft – der t3n Nr. 44. Um das Interview in voller Länge zu lesen – hier lang!

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