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Security-Experten pfeifen auf Virenscanner: So schützen sie sich wirklich

(Foto: Shutterstock)

Virenscanner? Darauf verzichten wohl die meisten Security-Experten. Sie nutzen andere Mittel und Wege, um sich vor Viren und Hackern zu schützen. Aber nicht alle verraten ihre Tricks.

Virenscanner: Überraschende Sicherheitstricks

Auf den meisten Computern normaler Nutzer dürfte ein Virenscanner installiert sein, der Schutz vor Viren und Malware verspricht. Versiertere Anwender und Sicherheitsexperten verzichten aber offenbar oft auf ein solches Programm, denn es biete ohnehin nur begrenzten Schutz vor schon bekannten Schädlingen. Die US-Newsseite Siliconvalley.com hat bei einigen Sicherheitsexperten nachgefragt, wie diese ihre Systeme schützen – und überraschende Antworten bekommen.

Eine einheitliche Empfehlung zur Orientierung für auf Sicherheit bedachte Nutzer ließen sich die Sicherheitsexperten jedenfalls nicht entlocken. Statt auf Virenscanner setzen die Profis aber auf zwei einfach zu befolgende Regeln: Demnach sollte vor allem das Betriebssystem immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Zudem wird ein vorsichtiger Umgang mit Passwörtern empfohlen.

Der Technikchef der US-Verbraucherschutzorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) Cooper Quintin erklärte gegenüber Siliconvalley.com, er arbeite an seinem persönlichen Rechner mit Linux und habe sein Netzwerk mit einem separaten Firewall-System erweitert. Dass sich die Experten selbst nicht unbedingt an die Regeln halten, zeigt Avivah Litan, Sicherheitsexpertin bei Gartner. Sie nutze keine allzu komplizierten Passwörter, für problemlose Online-Angebote auch schon mal dasselbe. Lediglich bei wichtigen Diensten achte sie auf ein starkes Passwort.

Statt Virenscanner: Mit virtueller Maschine ins Netz

Der Informatik-Professor Eugene Spafford schützt sich dagegen so, wie es wohl nur wenige Nutzer tun würden. Sein Computer ist nicht mit dem Internet verbunden, daher braucht er auch nicht auf aktuelle Patches zu achten. Muss er das Gerät doch einmal mit dem Internet verbinden, nutzt Spafford dafür eine virtuelle Maschine, die anschließend gelöscht wird – inklusive möglicher Malware. Einige Sicherheitsforscher wie Bruce Schneier lehnten dagegen jeden Kommentar zu den von ihnen genutzten Sicherheitsmaßnahmen ab. Schließlich wollten sie mögliche Gegenspieler nicht mit Informationen versorgen.

Auch interessant in diesem Zusammenhang: Sicherheitslücken in vielen Virenscannern gefunden: Mehr als 15 Programme betroffen

via winfuture.de

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8 Reaktionen
Stefan

Traurig, dass hier nicht alle Kommentare freigeschaltet werden.

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Besserwisser

Was für ein Käse. :D Natürlich erkennen Virenscanner nur bereits bekannten Schadcode, ich bezweifle allerdings stark, dass irgendeiner der zitierten Experten gänzlich auf den Grundschutz verzichtet (außer der Kollege, der seine VM dann sowieso löscht). So was zu propagieren ist eigentlich grob fahrlässig. Die Message müsste eher lauten, dass Sicherheit eben nicht nur aus einem Virenscanner bestehen kann, sondern dass man sich an der Stelle einfach mehr Gedanken machen muss.

Passwörter sind sowieso tot. Mit entsprechender Rechenkraft lässt sich alles bis 8 Zeichen (Durchschnittswert), was nicht random erstellt wurde viel zu schnell brechen. Zwei-Faktor-Authentifizierung (Passwort + One-Time-Password via Mail oder SMS auf ein zweites Gerät) hätte ich in dem Zusammenhang hier auch erwartet, das hätte man im Artikel ruhig mit erwähnen können.

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Georg D. Freihöfer

Ich sehe das ein wenig differenzierter:
Wer keine Sicherheitsmaßnahmen - und dazu gehören auch Virenscanner - einsetzt und stattdessen darauf vertraut das man sich "auskennt" und vorsichtig ist, sollte sich in die Thematik vielleicht ein bisschen besser einlesen.

Die Gefahren lauern ja nicht nur im Netz sondern sind vielfältig.

Natürlich bieten Virenscanner nur einen recht begrenzten Schutz vor bekannten und damit leider oft schon monatelang aktiven Bedrohungen aber haben dennoch n.m.E. eine Daseinsberechtigung.

Es ist wie mit dem Airbag: eigentlich können wir doch alle ein Kfz sicher führen (jedenfalls denkt das jeder der sich in sein Auto setzt), dennoch käme keiner auf die Idee das Teil auszubauen weil man es ja eh nicht braucht, oder?

Wenn ich dann lese das Sicherheitsexperten (steht im übrigen auch in meiner Vita) komplett auf Sicherungsmaßnahmen verzichten weil man sich ja auskennt und vorsichtig ist setzt damit n.m.E. eindeutig falsche Signale.

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Insomnia

Ich als privater Anwender habe schon seit vielen vielen Jahren keinen aktiven Virenschutz mehr (nur windows defender) und hatte in dieser Zeit keinen Trojaner oder Ähnliches drauf. Wie hab ich das geschafft? MIt brain.exe!

Ich halte dagegen - als normaler Anwender reicht "vorsichtig sein" ziemlich häufig aus (gibt immer Ausnahmen). Fremde USBs Disk/DVDs etc. kommen eh nicht in meinen Rechner, von daher lauert die Gefahr wirklich nur im Internet ;)

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Chris

Woher willst Du denn wissen, ob Du etwas drauf hast oder nicht, wenn Du keinen AV nutzt ;)
Gut programmierte Schädlinge bremsen das System nicht mehr wirklich aus. Und davon gibt es immer mehr.

Allein mit brain.exe kommt man nicht immer weit, da es durchaus auch Sicherheitslücken in Software, insbesondere Browsern gibt. Oder um die Lücke überhaupt zu nennen "Flash" oder auch der Acrobat Reader. Nutzt Du eins davon im Browser besteht immer die Gefahr. Daher ist ein AV durchaus schon sinnvoll, vor allem da die gängigen Lösungen auch noch andere Bereiche abdecken.

Man sollte sich eben nur nicht darauf verlassen und die brain.exe immer laufen haben.

XBr

Oder die "Rechnung.pdf.exe " aus dem E-Mail-Anhang nicht öffnen.

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Bene

Wer braucht schon einen Virenscanner, wenn man einfach vorsichtig im Netz unterwegs ist und sich etwas auskennt?

Nicht immer ist der große blinkende Button der Download-Link ;)

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Rene Woerz

meine Meinung.

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