Ratgeber

Selbstoptimierung: Durch Selbstgespräche zum besseren Ich

Seite 2 / 2

Probleme lösen durch Selbstgespräche: Kinder zeigen, wie gut das klappt

Kinder führen ständig Selbstgespräche – etwa beim Spielen oder vor dem Schlafengehen. (Foto: Shutterstock: Conrado)

Vieles von dem, was Thomas Brinthaupt herausgefunden hat, wissen Kinder offenbar ganz intuitiv. Für Zweijährige gehört es zur ganz normalen Entwicklung, das Selbstgespräch von sich aus zu kultivieren. Im Alter von drei bis fünf Jahren reflektiert jedes zweite Kind im Dialog mit sich selbst die Erlebnisse des Tages vor dem Schlafengehen. Eltern, die ihr Kind im Bettchen erzählen hören, wissen genau, wovon die Rede ist. Das Selbstgespräch fungiere als „Werkzeug des Denkens“, weiß auch der Psychologe Adam Winsler von der George Mason University Fairfax in Virginia zu berichten.

Er forscht seit Jahren an dem Phänomen und glaubt, dass der Dialog mit sich selbst Kindern dabei helfe, bereits früh die eigene Aufmerksamkeit zu fokussieren. Zusammen mit seinen Kollegen Louis Manfra und Rafael Diaz stellte er in einer 2007 veröffentlichten Studie rund 80 Drei- bis Fünfjährigen verschiedene Rätsel. Mal wurde den Kleinen ausdrücklich aufgetragen, mit sich selbst zu sprechen. Andere wiederum sollten das nicht tun. In einer dritten Versuchsreihe wurde keine Anweisung gegeben, woraufhin die Kinder sich natürlich verhielten.

Resultat: Wer mit sich selbst sprach, löste ein Problem im Schnitt deutlich schneller und besser als diejenigen, denen das Selbstgespräch verboten wurde. Das Forscher-Team kam sogar zu dem Schluss, dass Dreijährige, die rege vor sich hin plappern, auf diese Weise das Leistungsniveau eines Vierjährigen mit Redeverbot erreichen können.

Vieles von dem, was wir als Kinder tun, verlernen die Menschen im Laufe des Erwachsenenalters wieder. Vieles kommt zurück, wenn sie ins Greisenalter kommen. Das offen artikulierte Selbstgespräch gehört wohl dazu. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand. Insofern: Sprich mal wieder mit dir selbst!

Übrigens, auch dieser Artikel könnte dich interessieren: Produktivität im Job – Diese Angewohnheiten solltest du dringend bleiben lassen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung