Marketing

Selbstversuch: Ich bin die Seo-Sklavin

(Foto: istock_SEO)

Wie ich einmal „3 spannende Texte zum Thema Obst“ zusammenstümperte – und wo diese heute im Netz zu finden sind.

Das Netz fließt über vor schlechtem Content. Durch den Rummel um Content Marketing versuchen auch noch die kleinsten Seitenbetreiber im hinterletzten Winkel des Webs mit einem entsprechenden „Informationsangebot“ ihr Google-Ranking zu verbessern. „Textbörsen“ schlagen aus dieser Situation Profit: Sie vermitteln die Aufträge der nach Content dürstenden Seitenbetreiber an willige Tippsklaven, die für ein paar Euro Texte im Akkord erstellen. Wer macht so etwas und wo landen solche Texte? Ich habe den Selbsttest gemacht und war für kurze Zeit als Autorin bei Textbroker.de aktiv.

Nachdem ich mich bei Textbroker unter Angabe von Namen, Adresse, Geburtsdatum und Beruf registriert habe, kann ich mein Profil als frisch gebackene SEO-Autorin schärfen, indem ich aus der 86 Themenbereiche umfassenden Maske „Fachwissen“ beliebig viele Kategorien auswähle. Zwischen Fachgebieten wie Wirtschaft und Geschichte, findet man hier auch konkrete Hinweise auf mögliche Aufträge – Inserate, Kostenloses, Pressemeldungen, Gewinnspiele, Produktbeschreibungen, Referate.

Screenshot: Textbroker “Fachwissen”

(Screenshot: Textbroker)

Fett vergütete Fünf-Sterne-Aufträge dienen als Köder, gibt es aber (fast) gar nicht

Die Vergütung erfolgt abhängig von der Qualität eines Autoren und Textes. Anhand zweier selbst verfasster Texte, die der neu angemeldete Nutzer bei Textbroker hochladen muss, bewerten die Betreiber dessen Schreibqualitäten auf einer Skala von einem Stern bis fünf Sternen. In meinem Fall tun zwei alte Uni-Texte ihren Dienst – nach einem Bearbeitungstag stuft mich Textbroker als „Vier-Sterne-Autor” ein. Da man die Höchstwertung von fünf Sternen erst erhalten kann, nachdem man einige Texte für das Portal geschrieben hat, sollte man sich natürlich erst einmal über eine Vier-Sterne-Bewertung freuen. Ich freue mich.
Um einen Überblick darüber zu erhalten, welche Aufträge insgesamt bei Textbroker erteilt werden, wähle ich in meinem persönlichen Profil erst einmal alle 86 verfügbaren Themenbereiche aus. Spätestens hier soll die anfängliche Freude über die zunächst gut erscheinende Einstufung meines „4-Sterne-Schreibvermögens“ verfliegen. Von insgesamt 936 Aufträgen (Stand heute) sollen 811 von Autoren mit einer Vier-Sterne-Bewertung verfasst werden – also fast alle. Zum Vergleich: Vor zwei Tagen, am 4. November, waren von 1.138 Aufträgen 1.055 in der Vier-Sterne-Kategorie.

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Aufträge insgesamt 06.11.2014 (Screenshot: Textbroker)

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Aufträge insgesamt 04.11.2014 (Screenshot: Textbroker)

Von Kundenseite besonders gefragt: Produktbeschreibungen und Automobile

Die konkrete Identität der Auftraggeber offenbart Textbroker den Autoren nicht. Klar, welcher Seitenbetreiber möchte schon riskieren, als Publisher von Billigst-Content bloßgestellt zu werden. Die Verteilung der Aufträge auf die Themenbereiche lassen zumindest darauf schließen, aus welchen Branchen die Auftraggeber stammen könnten. Von den aktuell 917 offenen Aufträgen sind 253 der Kategorie „Produktbeschreibungen“ zugeordnet. Vorgestern waren es sogar 598 von 1.138 – und damit mehr als die Hälfte. Offenbar setzen also viele Online-Shops auf günstig erstellte Texte. Auf Platz zwei im Ranking der gefragtesten Kategorien steht an beiden Tagen „Automobile“. Sicherlich sind diese Zahlen nur eine Momentaufnahme, doch lässt sich eine Tendenz ableiten.

Das Preismodell ist clever gestaltet: Während die Preisunterschiede zwischen Zwei-, Drei- und Vier-Sterne-Texte für Auftraggeber relativ gering sind – 1,3 Cent/Wort, 1,7 Cent/Wort und 2,2 Cent/Wort – sind die qualitativ am besten bewerteten Fünf-Sterne-Texte mit 6,5 Cent pro Wort gleich mal 300 Prozent teurer als die Texte aus der nächst niedrigeren Kategorie. Als Auftraggeber würde ich mich auch am ehesten an die Vier-Sterne-Autoren wenden, die immerhin „gehobene Ansprüche“ erfüllen sollen. Die Vier-Sterne-Einstufung soll die Autoren offensichtlich dazu motivieren, regelmäßig Aufträge zu erfüllen, um sich so irgendwann vielleicht einmal den fünften Stern zu verdienen und damit wesentlich besser vergütet zu werden. Doch wird es dazu vermutlich nie kommen – und wenn doch, dann gibt es so gut wie keine Aufträge. Für die Abwicklung behält Textbroker übrigens 35 Prozent des Preises pro Auftrag als Pauschale ein.

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Preise bei Textbroker (Screenshot: Textbroker)

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Vergütung bei Textbroker (Screenshot: Textbroker)

3 spannende Texte zum Thema Obst

Bei der Auswahl meines ersten Schreibversuchs entscheide ich mich für „3 spannende Texte zum Thema Obst“. Werde ich bei dieser aufregenden Aufgabe mein Edelfederpotenzial voll ausschöpfen können? Die konkrete Auftragsbeschreibung holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück: Ich soll Wissenswertes über den Pfirsich, die Quitte und die Birne in jeweils etwa 500 Wörter umfassende SEO-optimierte Texte mit mehreren Abschnitten und Zwischenüberschriften verpacken. Die Titel der Texte sind vorgegeben: So soll ich beispielsweise zu „Quitten – fast vergessene Vitaminbomben“ neben dem Haupttext noch klar definierte Teaser, einen Meta-Title und eine Meta-Description verfassen sowie mindestens drei Quellen angeben.

Nach einer kurzen Abwägung von Aufwand und Nutzen, entscheide ich mich dann doch für die Faule-Studenten-Variante: das Wort „Quitte“ googlen, willkürlich drei Seiten von den ersten zehn Suchergebnissen auswählen – SEO-seitig scheinen die immerhin einiges richtig gemacht zu haben –dann copy & paste, ein bisschen umformulieren, Sätze hin- und herschieben, Abschnitte auf irgendeine Art sinnvoll gliedern und fertig waren „3 spannende Texte zum Thema Obst“. Insgesamt investiere ich etwa sechs Arbeitsstunden in mein kleines Experiment.

15,54 Euro für sechs Stunden Arbeitszeit

Nach Abgabe meines Textes vergehen bis zu dessen Annahme durch den Kunden und der anschließenden Auszahlung meines Verdienstes durch die Sario Marketing GmbH, dem Unternehmen hinter Textbroker, zehn Tage. Das Ergebnis ist – wie erwartet – ernüchternd. Für meine geopferten sechs Stunden Arbeitszeit bekomme ich „stolze“ 15,54 Euro ausgezahlt. Wer will auf diese Weise und mit dieser Vergütung sein Dasein fristen? Vor meinem geistigen Auge entstehen Bilder von Amateurschreibern, die im Jogging-Anzug Texte am Uraltrechner tippen. Ich bin kurz versucht, Textbroker einen SEO-optimierten Artikel zum Thema Mindestlohn anzubieten, entscheide mich dann aber doch dafür, mein kurzes Dasein als Tippsklave wieder zu beenden.

Meine Texte sind bei barcoo gelandet

Nachdem einige Monate vergangen sind (und ich die 15,54 Euro schon leichten Herzens verprasst habe – meine Freunde wunderten sich für einige Minuten über meinen offenbar neu erworbenen Reichtum) kommt mir meine Textbroker-Karriere wieder in den Sinn. Ich schmeiße ein paar Zitate aus meinen Obsttexten in die Suchmaschine und lande bei barcoo – der Name dürfte einigen vielleicht von einer kostenlosen Barcode-Scanner-App bekannt sein. Darüber hinaus versucht barcoo als „Verbraucherportal“ mit Content zu Themen wie Essen und Kosmetik Nutzer via Google auf die Website zu locken. Textbroker wird natürlich nicht als eine der 28 Quellen und Partner bei barcoo ausgewiesen. Zu meinemQuittentext wird kein Autor genannt – am Ende des Beitrags erscheinen allerdings die drei Quellen, die ich bei Textbroker angeben musste. Jetzt weiß ich, wie sich die Plagiatsopfer des Freiherrn von und zu Guttenberg gefühlt haben müssen. Da das Urheberrecht nicht übertragbar ist und ich lediglich Verwendungs- und Veröffentlichungsrecht an den Auftraggeber abgegeben habe, könnte ich theoretisch ja wenigstens noch meinen eigenen Blog mit dem wertvollen Content pushen. Aber so funktioniert SEO ja wieder nicht…

Hinter Textbroker steckt übrigens die 2005 gegründete Sario Marketing GmbH aus Mainz, zu der man 26 Mitarbeiter bei Xing finden kann. Seit 2008 baut das Unternehmen seine Auslandsaktivitäten aus; 2010 erhielt Sario eine Millionen-Investition durch ViewPoint Capital Partners. Ein Blick in die Jahresbilanz beim Bundesanzeiger verrät, dass das Unternehmen im Jahr 2012 einen Verlust von einer halben Million Euro verzeichnete, was möglicherweise auf die Internationalisierung zurückzuführen ist. Aus den Forderungen lässt sich für dasselbe Jahr ein geschätzter Jahresumsatz von zwölf Millionen Euro ableiten.

Wir kennen uns im Online Marketing eigentlich ganz solide aus und wissen auch grob, wie SEO nicht erst seit gestern funktioniert. Firmen wie die oben genannten Textbroker oder content.de besetzen in dem Bereich eine Marktlücke mit hilfreichen Angeboten für ihre Kunden. Insbesondere die Kollegen von content.de kennen und schätzen wir nicht zuletzt auch als Sponsoren unserer Aktivitäten. Unabhängig davon ist der Bereich für „normale Menschen“ zu verrückt, um nicht mal drüber zu schreiben.

Update vom 10. November 2014: Die Redaktion von Textbroker hat den Artikel auf Online Marketing Rockstars offenbar auch gelesen – und auf Twitter reagiert:

Von Birthe Ziegler. Ursprünglich publiziert bei Online Marketing Rockstars..

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28 Kommentare
Matthias
Matthias

Treffender Artikel. Wie die Autorin allerdings 6 Stunden für den Text gebraucht hat ist mir ein Rätsel.. ;)

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Torsten
Torsten

Wir selbst lassen für unseren Onlineshop die Artikeltexte von Autoren von Textbroker in Auftrag geben und sind mit den Ergebnissen recht zufrieden. Wichtig ist halt immer ein gutes Briefing an die Autoren, sowie die Vorgabe der Keywords und maximale Verwendung. Ebenso spielt die Autorenauswahl eine wichtige Rolle – da sollte man durchaus auch mehr Geld investieren um einen brauchbaren (SEO-)Text zu erhalten.

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Dominik

Kann ich so bestätigen, habe ähnliche Erfahrungen mit TextBroker gemacht. Ohne ein 5-Sterne-Ranking kann kaum jemand ernsthafte Summen erreichen, auch wenn die in Auftrag gegebenen Texte in der Regel von guter bis sehr guter Qualität sind.

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Max

6 Stunden für so einen Artikel? Also so ein Text über Quitten ist doch echt keine Doktorarbeit :)

Generell ist es bei Textbroker und Co. auch so, dass es viele Leute gibt die einfach gerne schreiben. Auch über Quitten.

Nicht jeder kann sich Leute leisten die 6 Stunden lang für 20 € die Stunde recherchieren müssen um über 500 Wort lang was über Quitten zu schreiben, was sowieso schon überall geschrieben steht.

Manchmal braucht man halt bissl Content habe auch mal für TB geschrieben und jetzt bestelle ich öfter da mal Texte.

Dieser Versuch ist jetzt mal in etwa so: Studierter Chef eines Supermarkts mit Bomben Gehalt gibt sich mal als Aushilfe aus und merkt: Krass – hier muss man ja echt hart schuften für die paar Kröten.

Ändert dieser Artikel etwas daran dass manche manche (Zusatz)-Jobs machen müssen um bissl mehr Geld zu haben? Sind die Textkäufer daran schuld?

Und wer will überhaupt irgendwas von Quitten lesen? Und viel wichtiger was ist der Wert eines Artikels über… Quitten?

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Chio

Mit etwas Übung lassen sich die 6 Stunden auf eine reduzieren – und dann sind die €14 besser als das, was man in vielen Nebenjobs so bekommt. Und man muss nicht auch noch den Weg zur Arbeit dazurechnen.

Allerdings muss man auch sehen: Die Texte sind sehr oft wieder für Leute, die mit ihrem Onlineshop unterm Strich genausowenig verdienen – die Ausnahmen sind rar.
Eine Garantie auf Reichtum gibts auch im Internet nicht.

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Max

Ja finde es einfach nur witzig wenn „studierten“, „gebildeteten“ und gut bezahlten, Leuten irgendwann in Ihrem Leben auch mal bewusst wird das es Leute gibt die sehr viel arbeiten müssen für sehr wenig Geld.

Das sind dann Leute wie diese(r) Autor(in) hier der/die sich in solch ein Experiment ala wie ist es wohl ein anstrengendes Leben haben zu müssen begibt.

Will ja nichts sagen das studieren einfach ist usw. aber der Großteil der Bevölkerung arbeitet unter solchen Verhältnissen und schreibt nicht irgendwelche Blogartikel darüber…

Daher – sehr lächerlich das ganze… Sorry…

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Nancy Bautista

Hallo Birthe,

sicherlich hast du recht: Was Textbroker zahlt, ist ein Witz und erinnert eher an das, was (sorry, ist aber wahr) Schreiber aus Pakistan und Indien verdienen. Obwohl sechs Stunden finde ich, persönlich, für eine „Edelfeder“ zum Thema „Quitten“ arg lang. Vor allem, da du als „Edelfeder“ dann noch die „Faule-Studenten-Variante“ und „willkürlich drei Seiten von den ersten zehn Suchergebnissen auswählst“.

Womöglich war es eine „tolle“ Erfahrung für dich zu sehen, dass deine Quitten auch nur irgendwo im Netz gelandet und nicht für den Pulitzer nominiert worden sind.

Kritik an der Plattform: ja. Aber Kritik und Schmähung der Menschen, die dort etwas ihr Taschengeld aufbessern, weil sie keinen Job als „Edelfeder“ haben? (Zitat: Wer will auf diese Weise und mit dieser Vergütung sein Dasein fristen? Vor meinem geistigen Auge entstehen Bilder von Amateurschreibern, die im Jogging-Anzug Texte am Uraltrechner tippen.) Das geht gar nicht und ist arrogant. „Wollen“ tut, das sicherlich keiner – diese Menschen müssen und ich hoffe für dich ehrlich, dass du niemals in eine solche Situation gerätst.

Liebe Grüße

Nancy

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Max

Ich denke auch das vor allem der Anbieter etwas an dem Einkommen der Texter ändern könnte und nicht unbedingt der Textkäufer der halt auch gucken muss wie viel Budget er hat. Eine Preis Erhöhung die nur den Textern zugute kommt z.b. aber es funktioniert halt auch so für die. So ist das halt in der Arbeitswelt leider.

„Wer will auf diese Weise und mit dieser Vergütung sein Dasein fristen.“

Wollen wohl keiner, aber manche können halt nicht anders, genau so wenig wie manche Paketfahrer bis abends schuften für das bisschen Gehalt. Willkommen in der Realität der Arbeitswelt…

Ob ein Artikel von jemandem hilft, dem 2014 mal eben bewusst wird das es solche Zustände gibt, und ein Vielfaches für seine Arbeit bekommt?

Immerhin gibt es ja hier dennoch trotz allem sehr viel Support für Textbroker z.B. durch mehrere Links auf den Anbieter…

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Texterlounge

Sehr geiler Artikel. Aber mit 4 Sterne hast Du es doch gut getroffen. Es gab Zeiten, da kam man bei der Einstufung nicht über 2 Sterne hinaus. Und war glücklich, wenn man endlich 3 Sterne erreicht hatte. Dort gab es zwar viele Aufträge, aber auch viele Texter. Sprich, man hat nix abbekommen und musste immer wachsam sein. Ich glaube auch nicht, dass man als Texter wirklich von Textbroker leben kann. Gut, 6 Stunden sind etwas viel, aber selbst bei 2 Stunden wäre der Verdienst obermies.

Andererseits fand ich persönlich Textbroker für den Einstieg gar nicht so übel. Ich glaube, viele Texter haben da angefangen, konnten sich ausprobieren. Und wer sich ein kleines Zubrot verdienen möchte, ist dort sicher auch nicht verkehrt. Ich kenne sogar Texter, die auch als „Professionelle“ dort noch schreiben. Allerdings über DirectOrder. Seine Daseinsberechtigung hat Textbroker mit Sicherheit.

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Annemarie

Liebe Birthe,
danke für den Bericht über Textbroker und vor allem für den über Quitten!
Die Zusammenarbeit mit Textbroker war für uns ein Test, aus dem wir viel gelernt haben. Zum einen, dass diese Form der SEO-Optimierung für uns keinen Mehrwert darstellt, zum anderen, dass wir lieber mit einem festen Content-Team bei barcoo arbeiten. Ja, Redakteure, die hier fest angestellt sind, oder Werkstudentenverträge haben und sogar in Jogginghose kommen können, wenn sie wollen.

Wir haben bei barcoo zum Glück bessere Wege gefunden, unsere Klick-Ziele zu erreichen. Und zwar eben nicht, indem wir von Wikipedia zusammengeflicktes Halbwissen publizieren – das will nämlich wirklich niemand lesen. Sondern indem wir lernen, was unsere Nutzer wirklich interessiert und dann offene Fragen zu diesen Themen beantworten.

Ich möchte dir anbieten, dass wir dir für deine 3 Texte auf barcoo.com eine Autorenmarke einrichten, gerne mit Foto und Verlinkung zu einem Social Media Profil von dir. Schließlich soll dein literarisches Werk auch deiner Person zugeordnet werden können!

Viele Grüße
Annemarie von barcoo

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Birthe

Liebe Annemarie,

danke für die Aufklärung bezüglich eurer Content-Strategie. Schön, dass ihr den Schritt zur eigenen Redaktion gehen konntet. Und danke fürs Angebot, aber an den drei Obsttexten hängt nicht so mein Herz, darum würde ich auf die Autorenmarke verzichten. ;-)

Beste Grüße,
Birthe

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Max

Hallo Annemarie,

ich scheibe Euch auch gerne was über Quitten auf barcoo, kriege ich dann auch eine Autorenmarke mit Foto und Verlinkung?

Ich habe auch schon ganz viele Ideen, meine Kreativität ist gerade total unaufhaltsam: Erst was über Quitten allgemein, dann Quitten Rezepte und vor allem wie man große und dicke Quitten zu Hause im Garten anbauen kann.

Dann noch Kosmetika Trends mit Quitten, das neuste Naturheilverfahren mit Quittensaft fasten. Quitten – damals und Heute.

– Quitten aus dem Ausland, wird es die deutsche Quitte bald nicht mehr geben?

– Quitte sucht Quitte, die Partnerbörse für Quittenfreaks.

– Die Quitten Diät – in 20 Tagen zur Traumfigur.

Ich bin voll dabei!

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Max
Max

Es soll auch echt Leute geben die mit 391 € im Monat auskommen müssen.

Krankheitsbedingt oder was auch immer – da kommt jeder Euro den man dazuverdienen kann gut. Und so mies ist der Stundenlohn bei TB, Content.de und Co. nun auch nicht.

Es gibt durchaus miesere Löhne für noch miesere Arbeit.

Leider geht niemand hier auf das eigentliche Problem ein.

Aber so ist die Gesellschaft halt :)

Antworten
J. Florence

Ich kenne Textbroker auch aus meinen Anfangszeiten. Auch wenn man es schon schafft, mehr zu verdienen, nämlich über Direkt-Aufträge zu selbst festgelegten Preisen ist es einfach sinnlos und frustrierend, dauernd anonym zu schreiben. Wir Texter brauchen Referenzen, um weiterzukommen. Und wir brauchen Kundenkontakte. Textbroker ist wirklich eher etwas für den Anfang (meine Meinung.. andere arbeiten in diesen Börsen wirklich jahrelang und bekommen auch gut bezahlte Aufträge). Für mich gibt es nichts besseres als den freien Markt und direkten Kundenkontakt.
Aber danke für den Bericht, so erfährt auch die breite Masse von diesem Geschäftsmodell, bei dem gute Arbeit für meist viel zu wenig Geld erwartet wird.

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Markus

Ich halte gar nichts von Texterbörsen: Texter mit etwas Erfahrung, die in der Lage sind, selbstständig halbwegs schnell eigene Kontakte aufzubauen sollte besser darauf setzen – und können so einen vielfach höheren Lohn für ihre Dienstleistung erzielen als über zwischengeschaltete „Makler“.

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Steffi

Also ich halte überhaupt nichts von diesen Content-Plattformen. Weder als Autor, noch als Auftraggeber. Ich bevorzuge die direkte Zusammenarbeit – auf beiden Seiten, u. a. auch deshalb, weil es viele sehr gute Texter gibt, denen ich lieber direkt etwas mehr zahle, anstatt das mein Geld in einer Plattform versackt. LG, Steffi

Antworten
Claudia G. (Dienstwerk)

Textbroker und Content.de sind prima Übungsportale und werden selbst von gut beschäftigen Profitextern als Lückenfüller oder abwechslungsreiche Fingerübung genutzt, diese geben es nur nicht gern zu. Was ist überhaupt ein Profitexter? Da streiten sich ja die Geister. Meiner Meinung nach ist das jemand, der vom Schreiben leben bzw. seine Familie ernähren kann, egal ob er aus der Branche kommt oder als Seiteneinsteiger angefangen hat.
Trotz aller Unkenrufe: Das gelingt nach einer Weile sogar mit Börsentexten. Allerdings nur mit gut dotierten Direktorders, für die jeder seinen Preis selbst festlegen kann. Vielleicht nicht unbedingt ausschließlich – aber es ist möglich. Die Tendenz geht nämlich zu immer besserer Qualität – auch bei Kunden, die ihre Texte über eine Börse ordern. Den geeigneten Texter zu finden, der richtig guten Content zu einem fairen Preis und obendrein noch pünktlich produziert, ist Sache des Kunden und bei der Vielzahl an Textern auf einer Börse echt nicht ganz einfach. Einmal gefunden, möchte man diesen selbstverständlich gern behalten. Und davon haben alle drei Seiten was: Texter, Kunde und Auftragsportal.

Vorteil einer Börse: Die lästige Rechnungsschreiberei fällt weg. Die Texte werden automatisch auf DC geprüft. Für SEO-Kram werden die KWs automatisch gezählt und hübsch markiert angezeigt. Und die interne PN-Funktion zur Kommunikation mit dem AG passt auch.

Nachteil: Mir fällt grad keiner ein, denn die Provision ist berechtigt und die verkauften Texte kann ich so oder so nicht mehr nutzen, also ist es auch wurscht, ob da mein Name als Autor drüber steht oder nicht (meist steht er drüber)

Natürlich gibt es zwischen den beiden Marktführern Content.de und Textbroker einige Unterschiede und jeder Texter muss für sich selbst entscheiden, mit welcher Mentalität er besser zurechtkommt. Auch persönliche Kontakte sind nicht ausgeschlossen, die AGs nennen ja ihren Namen und lassen sich nicht mit Nummern anreden.

Wer als Börsenkunde jedoch anonym Aufträge im öffentlichen Niedrigpreis-Sektor einstellt, muss damit leben, was er kriegt – pulitzerpreisverdächtig wird das nicht sein. Im wirklichen Leben erwartet ja auch niemand von einem Lehrling im ersten Lehrjahr die Arbeit eines Meisters.

@Birthe: Du hast für drei Obsttexte á 500 Wörter 6 Stunden gebraucht? Na, für den Anfang ist das doch gar nicht mal soooo schlecht. Mit etwas Übung hättest Du die nächsten Texte bestimmt in weniger als der halben Zeit hingekriegt und wärst zwischendrin sogar in der Lage gewesen, die Jogginghose zu wechseln, Kaffee zu kochen und ne Rauchpause einzulegen. Nicht schlecht für einen Lehrling. ;)

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Claudia G. (Dienstwerk)

Nachtrag:
Nun habe ich sogar einen der Obsttexte, nämlich den Quittentext auf Barcoo.com gelesen. Mit Ruhm hast Du nicht grad bekleckert. Na gut, bei seinen eigenen Texten findet man die Fehler auch immer erst hinterher, weiß ich selbst. Möglicherweise wäre der Quittentext mehr als 5 € wert gewesen. Aber hey, was soll’s – dafür ist doch ein klasse Artikel daraus hervorgegangen, der ordentlich Traffic für t3n.de bringt und massenhaft Leute auf die Textbörsen aufmerksam macht. ^^

Antworten
Heike Stopp Textdesign
Heike Stopp Textdesign

Ich habe auch mal bei textbroker.de angefangen und nutze gelegentlich das Portal noch als Lückenfüller. Am liebsten schreibe ich dann DO oder in Gruppen, die fair bezahlen. Referenzen sind für Texter unerlässlich. Ich hatte nach kurzer Zeit das Glück, dass ich – bedingt durch andere Portale, wie myhammer, blauarbeit usw. – direkte AG gewinnen konnte. Meist schreibe ich Aufträge vom freien Markt, lediglich selten für die Börsen. 6 Std. sind für 3 Texte a 500 Wörter viel, vor allem, wenn copy und paste genutzt wurden. Was mich wundert, ist die Tatsache, dass TB das nicht als duplicate Content moniert hat. Vorteil ist sicherlich die sichere Zahlung, die mir persönlich wichtiger wäre als ein Stundensatz von 14-15 Euro (der ist, wenn man davon leben will und einige Fixkosten zahlen muss, eh zu gering). Als Einkommensquelle für Nebenverdienste halte ich die Börsen für sinnvoll. Allerdings sollte jeder versuchen, aus dem Niedrigpreis-Segment rauszukommen und die lukrativeren DOs zu ergattern. In diesem Sinne – frohes Schaffen an alle Börsen- und Frei-Markt-Texter.

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Max
Max

Wer also steckt wirklich hinter der Strategie mit Codenamen Quitte?

Textbroker?

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Oliver Hammerschmidt

Netter Artikel! Und wieder sieht man, das es für alles einen Markt gibt!

Antworten
Textbroker
Textbroker

Hallo zusammen,

selbstverständlich verfolgen auch wir von Textbroker mit großem Interesse die Diskussion zu diesem mit Sicherheit unterhaltsamen, aber leider wenig objektiven Artikel. Wir finden es sehr schade, dass der Artikel unsere Autoren in Verruf bringt, die nach unserer Erfahrung ehrlich arbeiten und viel Mühe in ihre Texte stecken.

Wir möchten uns aber bedanken für die vielen Kommentare, die angeregte Diskussion und die konstruktive Kritik. Wir nehmen jegliche Kritik sehr ernst, denn wir arbeiten ständig daran, unseren Service für Autoren und Kunden weiterzuentwickeln.

Um die vom Markt geforderten und vielfach sehr individuellen Leistungsansprüche im Sinne guten Content Marketings bedienen zu können, bieten wir im Rahmen unseres Portfolios Texte und Services in verschiedenen Qualitätsstufen an. Ein Plagiatscheck für 100 Prozent Unique Content ist dabei immer inklusive. Zudem haben unsere Auftraggeber z. B. mit der DirectOrder und im Managed-Service die Möglichkeit, Autoren mit besonderem Fachwissen sowie professionelle Texter zu beauftragen. So stellen wir sicher, dass Auftraggeber stets Texte in der Qualität erhalten, die sie bestellt haben.

Wir sind sehr um den Schutz unserer Auftraggeber bemüht und bedauern es, dass hier der Kundenname auf diesem Wege öffentlich gemacht wurde. Dies stellt im Sinne unserer AGB (https://www.textbroker.de/agb ) einen rechtlichen Verstoß dar. Ein konstruktiver Austausch mit unseren Auftraggebern ist uns aus den genannten Punkten sehr wichtig und wir werden daher zeitnah in den direkten Dialog mit unserem Kunden treten.

Viele Grüße

Antworten
Maria-Anna
Maria-Anna

Was hier anscheinend einige nicht kapieren.. insbesondere Claudia G., ist, dass Birthe es in ihren offensichtlich jungen Jahren längst weiter gebracht hat, als die Masse der Börsen-Schreiberlinge. Es gibt keinen Grund auf eine TB-Karriere stolz zu sein. Hier in solchen Magazinen steppt der Bär, so macht man sich einen Namen als Autor, Journalist, Texter. Es kommt darauf, WO man als Autor veröffentlicht, nicht DASS man als Autor veröffentlicht. Der Quitten-Text ist wirklich nicht der Burner, er klingt nach Schul-Aufsatz. Aber wenn man vorher noch nie solche Aufträge erledigt hat, kann das schon passieren. Hier schreibt die Autorin ja ganz anders.
Aber klar, jeder verteidigt seinen Arbeitsgeber, wenn er keinen besseren findet -> Tb-Schreiberlinge.. wenn es Spaß macht, sich als Autor so unterzuordnen.. bitte.

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Claudia G. (Dienstwerk)
Claudia G. (Dienstwerk)

Netter Versuch. Kennen wir uns? Woher willst Du wissen, wo ich bereits überall veröffentlicht habe und womit ich mein Geld verdiene?

Antworten
Sandra Genske
Sandra Genske

6 Stunden für 3 so anspruchsvolle Texte – da erkennt man dann schnell die Qualität eines Texters.
1,5 – 2 Stunden wäre angemessen – und dann ist man in Anbetracht der Leistung für

– copy & paste
– ein bisschen umformulieren
– Sätze hin- und herschieben
– Abschnitte auf irgendeine Art sinnvoll gliedern

auch bei einem angemessenen Stundenlohn.

Antworten
Heike

Ich finde es lustig, ausgerechnet Anastasia, die schon lange nicht mehr für TB schreibt, maximal DO für gutes Geld ;-) Aus der Phase der Börsen sind die meisten von uns längst heraus, allerdings ohne vorher einen mehr oder weniger hochqualitativen Text über Quitten in erstaunlicher Zeit verfasst zu haben. Dennoch ist es besser, für TB zu schreiben, als nichts zu tun zu haben. Für Auftragsflauten bieten sich diese Arbeiten an – immerhin wird im Vorfeld bezahlt und man bekommt sicher sein Geld. Nichts desto trotz wird man einzig und allein mit TB und Content garantiert nicht überleben können. Empfehlenswert für Einsteiger und als Zubrot sind die Börsen allemal.

Antworten
Patrick19
Patrick19

Also nachdem ich das mit dem Preisen und vor allem die oft bemängelte Qualität gelesen habe, habe ich einen freischaffenden Texter direkt beauftragt.

Antworten
jackandthejuice
jackandthejuice

Ich persönlich kann an Plattformen wie content.de und textbroker nichts schlechtes finden. Gerade um den Kontakt zu Autoren zu finden sind diese Dienste eine gute Möglichkeit. Allerdings arbeite ich auch nur mit einer Handvoll Textern zusammen, die bewährte Qualität bieten – und dann sind auch höhere Wortpreise oder Bonuszahlungen durchaus drin. :)

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