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Software & Infrastruktur

007 2.0: Dieser Chip zerstört sich innerhalb von 10 Sekunden selbst

Chip vor der Explosion. (Screenshot: IDG/t3n)

Forscher von Xerox Parc haben einen Chip entwickelt, der sich innerhalb weniger Sekunden auf Kommando selbst zerstört. Damit sollen künftig besonders sensible Daten geschützt werden können.

Chip zerstört, Daten sicher

Selbstzerstörende Chips – das klingt ein wenig nach den Agentenfilmen à la James Bond oder Mission: Impossible, aber Entwickler im Forschungszentrum Xerox Palo Alto Research Center (Xerox Parc) haben einen solchen Prozessor jetzt vorgestellt. Dieser soll in der Lage sein, sich auf Befehl innerhalb von nur zehn Sekunden selbst zu zerstören.

Von dem Chip bleiben nach der Explosion nur Splitter, die Daten sind sicher. (Foto: Martyn Williams/IDG)
Von dem Chip bleiben nach der Explosion nur Splitter, die Daten sind sicher. (Foto: Martyn Williams/IDG)

Die Forscher setzten dabei auf das widerstandsfähige Gorilla Glass des Herstellers Corning, das auch in vielen Highend-Smartphones zum Einsatz kommt. Der Chip zerfällt dadurch in Tausende Einzelteile, so dass eine Rekonstruktion des Datenspeichers unmöglich gemacht wird. Auf einem Event in St. Louis wurde die Entwicklung vorgestellt. Die Kollegen von IDG haben ein kurzes Video dazu gedreht.

Mit dem Chip sollen vor allem hochsensible Daten wie Verschlüsselungscodes gesichert und wirkungsvoll vor fremdem Zugriff geschützt werden. Die Forscher wollten ein System entwickeln, das sich sehr schnell selbst zerstören, aber mit herkömmlicher Technologie umgesetzt werden kann. Das Ergebnis ist Glas, das durch Ionen-Austausch gehärtet und unter Spannung gesetzt wird. Wird das Glas dann erhitzt, zerspringt es in Tausende kleine Stücke.

Sensible Daten: Selbstzerstörung per Fernauslöser

In der Vorführung wurde der Selbstzerstörungsmodus durch eine Foto-Diode in Gang gesetzt, die mit einem Laser bestrahlt wurde. Der Auslöser muss aber kein Laser sein. Auch ein einfacher Schalter oder ein Funksignal für das Auslösen des Mechanismus aus der Ferne sollen geeignet sein.

via www.pcworld.com

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