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SEO: Drei typische Onpage-Fehler im E-Commerce

Einen Online-Shop mit mehreren tausend Produkten und einer komplexen Seitenstruktur erfolgreich zu betreiben, ist kein Kinderspiel. Es müssen nicht nur die technischen Grundlagen wie leistungsstarke Server und funktionierende Bezahlsysteme geschaffen werden – für die technische und inhaltliche Onpage-Optimierung muss auch entsprechendes Knowhow vorhanden sein. Dass selbst dann nicht immer alles rund läuft, zeigen die folgenden drei typischen Onpage-Fehler im E-Commerce.

Gleiche Inhalte unter mehreren URLs

Vor allem bei großen Online-Shops kann man Produkte nicht immer nur einer Kategorie zuordnen. Zum Beispiel können schwarze Sneakers von Puma  sowohl der Kategorie „Sportschuhe“ als auch den Kategorien „Sneakers“, „Puma“ oder sogar „schwarze Schuhe“ zugewiesen werden. Problematisch wird es hier, wenn die URL-Struktur den Navigations-Pfad zu dem Produkt widergibt und das identische Produkt („schwarze Puma Sneakers“) somit unter mehreren URLs erreichbar gemacht wird:

  • www.beispiel-shop.de/sportschuhe/puma-sneakers-schwarz
  • www.beispiel-shop.de/sneaker/puma-sneakers-schwarz
  • www.beispiel-shop.de/puma/puma-sneakers-schwarz
  • www.beispiel-shop.de/alle-schuhe/schwarze-schuhe/puma-sneakers-schwarz

Gleiche Inhalte, die unter mehreren URLs erreichbar sind, blähen nicht nur den Index einer Seite unnötig auf und nehmen dadurch wichtiges Crawling-Kontingent in Anspruch, sondern kannibalisieren sich im schlimmsten Fall auch noch. Plötzlich kommen mehrere Seiten als Landingpage für ein bestimmtes Keyword in Frage – die Suchmaschine kann schlichtweg nicht einschätzen, welche URL den relevantesten Treffer darstellt und im Zweifel wird keine der URLs mit guten Rankings belohnt.

Schlechte interne Verlinkung

Durch die interne Verlinkung wird die Relevanz einzelner Seiten innerhalb eines Webangebotes definiert. Sie ist ein mächtiges Werkzeug zur Steuerung des internen Linkflusses. Weiterhin stellt eine effiziente interne Verlinkung die Crawlbarkeit wichtiger Unterseiten sicher.

Sind Unterseiten eines Online-Shops intern unzureichend bzw. gar nicht verlinkt, kann dies zur Folge haben, dass sie beim Crawlingvorgang vom Bot nicht gefunden oder gecrawlt werden können. Für das Webangebot relevante Unterseiten sollten demnach immer prominent intern verlinkt werden.

Neben einer schlechten internen Verlinkung ist auch eine unstrukturierte und zu tiefe Seitenhierarchie problematisch. Diese kann dazu führen, dass der Bot beim Crawling-Vorgang in eine „Sackgasse“ läuft oder es aufgrund einer zu tiefen Hierarchie nicht schafft, alle Unterseiten innerhalb des verfügbaren Crawling-Kontingents zu erreichen. Daher sollte sichergestellt sein, dass wichtige Inhalte sich nicht in zu tiefen Ebenen befinden. Je näher sie innerhalb der Seitenstruktur an der Startseite liegen, desto besser.

Duplicate Content von Produktbeschreibungen

Aufgrund des großen Produktsortiments vieler Online-Shops ist es den meisten Unternehmen nicht möglich, für einzigartigen Content auf den Produktdetailseiten zu sorgen. Statt frisch erstelltem Content werden aufgrund mangelnder redaktioneller Ressourcen daher oftmals die Produkt-Beschreibungstexte der Hersteller verwendet.

Diese Vorgehensweise führt dazu, dass viele Shops die gleichen Produktbeschreibungen verwenden und keine Produktseite aus der grauen Masse der Landingpages hervorstechen kann. Wer mit seinen Produktseiten in den Suchergebnissen gut ranken möchte, sollte daher – trotz hohem Aufwand – für Unique Content auf den Produktseiten sorgen.

Eine Alternative zu einzigartig erstellten Produktbeschreibungen kann die Einbindung von User-generated Content wie Kundenbewertungen sein. Kundenbewertungen sorgen dafür, dass nutzbringendes Feedback aufgefangen wird. So wird permanent neuer, kostenloser und vor allem einzigartiger Content auf den Produktseiten geschaffen.

Dies sind nur drei der typischen Fehler bei der Onpage-Optimierung im E-Commerce. Sieben weitere Fehler gibt es im Blog der AKM3 GmbH.

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