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SEO: Nur 50 Prozent der Suchanfragen bei Google landet bei externen Websites

Mehr als die Hälfte der Suchanfragen auf Google endet nicht mehr auf externen Websites. Was bedeutet das für die Suchmaschinenoptimierung und was gilt es zu tun?

Eine aktuelle Auswertung von mehr als 150 Milliarden Suchanfragen auf google.com hat ergeben, dass knapp die Hälfte aller Suchanfragen nicht als Klick auf einer externen Website endet. Diesen ungefähr 50 Prozent an No-Click-Suchanfragen – genau genommen sind es 48,96 Prozent – stehen lediglich 41,45 Prozent gegenüber, die tatsächlich als organischer Traffic auf den externen Websites landen. Weitere knapp zehn Prozent der Suchanfragen enden auf Seiten verschiedener Google-Dienste.

Wo Nutzer auf der Google Suche landen

SEO: Wo Nutzer klicken und landen, wenn sie bei Google suchen. (Grafik: SparkToro, Jumpshot)

Bei der mobilen Suchausgabe ist das Ergebnis noch ungünstiger für die Publisher. Dort werden lediglich 35,3 Prozent auf die externen Websites geleitet und mit 61,2 Prozent dominiert hier die No-Click-Fraktion eindeutig.

Wie kommt dieser Effekt zustande?

Über diese Entwicklung haben wir schon berichtet. Mit den Informationsfragmenten will Google schon auf der Ergebnisseite so viele Anfragen wie möglich beantworten. Im folgenden Screenshot siehst du ein recht einfaches Beispiel:

SEO: Suchergebnis auf Google (No Click)

Diese Frage wurde schon auf der Suchergebnis-Seite beantwortet und resultiert in einem No-Click. (Screenshot: t3n)

Auch vergleichsweise spezielle Fragen werden bereits auf der Suchergebnisseite beantwortet. Nur durch die Informationsfragmente auf der Ergebnisseite erfahren wir, wer Tolkien war, wann er geboren wurde, wann er gestorben ist, wofür er bekannt ist, wie viele Kinder er hat und wie er aussah. Den allermeisten Menschen reichen diese Infos und sie klicken dann nicht mehr auf eine externe Website.

Was kann man tun?

Trotzdem sollte man das Thema Suchmaschinenoptimierung jetzt nicht aufgeben. SEO ist nach wie vor sehr wichtig und das wird sich auch mittelfristig nicht ändern. Seit dem Einbruch der organischen Reichweite auf Facebook und Co. hat die Suchmaschinenoptimierung sogar ein kleines Revival erlebt. Sich in diesem Segment fortzubilden und auf dem Laufenden zu bleiben, ist wichtiger den je.

Darüber hinaus muss sich jeder Publisher um alternative Besucherkanäle kümmern. Ein eigenes Blog ist nach wie vor wichtig und das vielfach für tot erklärte E-Mail-Marketing liefert hervorragende Ergebnisse und ist ein wichtiges Standbein. Und auch wenn die organische Reichweite gesunken ist, so bleiben die sozialen Netzwerke in vielen Themenbereichen eine wichtige Traffic-Quelle.

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5 Kommentare
Bridgeman
Bridgeman

Könnte aber auch an den lausigen Algorithmen liegen, die nur Anzeigen und Shoplinks auswerfen anstatt brauchbare Informationen. Ich habe mich in letzter Zeit sehr oft angewidert abgewendet wenn Google einem ständig was verkaufen will anstatt relevante Ergebnisse zu liefern.

Antworten
Martin_KonVis

Ich würde sagen das hat für ein normales Unternehmen/Freiberufler oder wenn auch immer eigentlich wenig Auswirkungen? Es werden doch (noch) fast nur Dinge direkt in google beantwortet die keinerlei komplexen Fragen sind.

Dinge wie „Hannover wetter“ => natürlich geht da niemand mehr auf wetter.de. Aber das werden vermutlich X Tausend Menschen pro Tag machen die nun zu 99% nicht mehr auf wetter.de gehen.
Oder Suchen nach Songtexten um den Titel zu finden, Zitate, Übersetzungen usw.

Unternehmen die eben wirklich sehr viel mit diesen „einfachen“ Fragen arbeiten haben in der Tat ein riesen Problem…. Eben weil es keinen Grund gibt deren Seiten zu besuchen, wenn google die Inhalt „klaut“ und so auch deutlich schneller für den Suchenden nutzbar sind. Deren ganze Geschäftsmodell ist davon extrem bedroht und sicherlich extrem eklig…

Aber jeder der sucht nach „Bohrmaschine XY“ oder anderen Dingen wird normal den Shop bzw. Internetseite besuchen. Somit ist der Großteil der Unternehmen davon nicht betroffen.

Würde somit sagen da ändert sich eigentlich recht wenig? Wer eine richtig gute Seite hat der schafft es in die SERP Boxen und bekommt damit riesige Aufmerksamkeit.Dazu idealerweise noch ein Video + ein Bild und das eben alles auf Seite 1 bei google. Somit 3 Links zu eigenem Content.

Das dient aber einer normalen Seite ja eher als Bonus und nicht als Schaden. Weil noch mehr Aufmerksamkeit/Branding geht ja nicht… Aber für eine Seite die „nur“ das Wetter anzeigt und deren Wettervideo + Wetterkarte + „Hannover Wetter ist 23 Grad“ angezeigt wird… Das natürlich was anders.

Antworten
urs e. gattiker

Entscheidend scheint mir :

– 48.96% der Searches werden nicht geklickt, das heisst nach den Daten sind die Leute zufrieden was Google ihnen z.B. in einer Box mit Erklärung zur Frage oder anhand der geliefereten Suchresultate bietet und klicken auf Nichts!

– knapp über 50% der Suchaufträge enden in einem Klick des Nutzers, d.h.
– 7.2% von allen Suchaufträgen enden auf Paid Clicks (zu einem Paid Klick hier gibt es 11.6 auf organischen Suchresultaten !)
– 12% der Clicks verweisen den User auf auf Google Plattformen wie Gmail, YouTube, usw.

Das heisst also gut 30% aller Suchaufträge enden in einem Click auf eine Webseite wie diese…. gar nicht mehr so viel…..

Danke für den Hinweis zum Originalartikel.
Grüessli
Urs

PS. Die Daten beziehen sich nur auf Browserdaten am PC aber nicht vom iPhone, Android Apps, etc. auf was Rand Fiskin hinweist.

Antworten
Vladimir Simović

Hi Urs,

Danke für den Hinweis zum Originalartikel.

Nichts zu danken. Die Quelle zu verlinken ist meiner Meinung nach selbstverständlich.

Antworten
Peter Meier
Peter Meier

Mal wieder wurde wohl übersehen, daß viele Suchabfragen von robots gestartet werden, die nur rausfinden wollen, welchen Rank die eigene Seite hat, bzw. wie oft die eigene bei Google bezahlte Werbung auftaucht.
Sind das 1%, 50% oder 100% der Suchanfragen, auf die kein Click folgt ?

Antworten

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