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Porträt

„Neuer Content findet sich direkt vorm Büro!“ – Martin Schäfer vom Stadtmuseum Berlin

Heute zu Gast: Martin Schäfer vom Stadtmuseum Berlin.

In der Serie „5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann“ fragen wir Webworker, worauf sie im Job nicht verzichten können. Heute zu Gast: Martin Schäfer vom Stadtmuseum Berlin.

Auch in Museen schreitet die Digitalisierung voran, oftmals gemütlich, nicht selten aber auch in großen Schritten. Menschen wie der gebürtige Brandenburger Martin Schäfer gelten in diesen Institutionen als digitale Allzweckwaffen. Als Social-Media-Verantwortlicher im bereits mehr als 100 Jahre alten Stadtmuseum Berlin ist er nicht nur Community-Manager, sondern arbeitet auch eng mit dem Marketing und der PR-Abteilung zusammen. Wer thematisch dermaßen lokal arbeitet, muss ganz genau wissen, was in der Stadt so los ist. Auch deshalb switcht er zwischen dem Netz und persönlichen Treffen hin und her. „Diesen regelmäßig auch offline stattfindenden Austausch will ich nicht missen“, erklärt der 36-jährige.

5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann: Martin Schäfer vom Stadtmuseum Berlin

Entschleunigt und informiert starten: Zur Morgenroutine gehört definitiv der Checkpoint des Tagesspiegels. Lorentz Maroldt und sein Team lassen mich informiert und angeregt in den Tag starten. Da der Berlin-Bezug bei meiner Arbeit sehr wichtig ist, bin ich danach auf dem neuesten Stand und habe dann die Gelegenheit, den Tag entspannter anzugehen. Ohne Stechuhr im Rücken nehme ich die U-Bahn, ohne mich von eventuell vorhandener Griesgrämigkeit einiger Hauptstädter anstecken zu lassen.

On-Offline-Vernetzung: Die Herausforderungen und damit einhergehenden Lösungen in einer tendenziell traditionellen Institution sind gemeinsam einfacher zu klären. Die Social-Media-Profis und Digitalen der Berliner Museen und Gedenkstätten sind in einer informellen Facebook-Gruppe organisiert. Diesen regelmäßig auch offline stattfindenden Austausch will ich nicht missen. Im „Museum Think Tank Berlin“ teilen wir unsere Probleme und Ergebnisse miteinander. Daraus sind sogar Freundschaften entstanden, die unter anderem in einer meiner wichtigsten Whatsapp-Gruppe gemündet sind.

Bodenständig bleiben: Auch wenn wir im Zentrum sitzen, könnte der Kontrast zum typischen, gehypten Mitte nicht größer sein. Das Nikolaiviertel bietet mittags touristisch überteuerte Hausmannskost. Diese schätze ich durchaus, bin jedoch meist zum Mittagessen in der Kantine im Roten Rathaus. Dort trifft man vor und hinter der Essensausgabe auf das echte, manchmal rohe, vor allem aber witzige Berlin. Mit meinen Kolleginnen und Kollegen lache ich viel, das hilft auch mal herausforderndere Tage besser zu meistern.

Tägliche Inspiration: Ein Privileg in meiner Arbeit des Stadtmuseums Berlin ist, dass möglicher Content oft schon direkt vorm Büro zu finden ist. Aber nicht nur analoge Streifzüge durch die jeweiligen Ausstellungen nutze ich zum Runterkommen, nein, auch das Gespräch mit Aufsichten, Guides und Gästen ist ein wichtiger Baustein im täglichen Geschäft. Wo drückt der Schuh, was kommt gut an? Oft weiß ich daher schon früh, was online reinkommen wird. Umgekehrt genauso: Bewertungen, Hinweise und Kommentare kann ich direkt zurückspielen.

Kanalarbeiter auch nach Feierabend: Ohne Twitter und Instagram geht nichts! Ich schätze beide Kanäle wegen der Direktheit und der Möglichkeit, ohne große Hürden mit Nutzern und Institutionen zu kommunizieren. Speziell sind es Insta-Stories als vergängliches Life-Log und Twitter, wegen der Aktualität und des riesigen Potentials an Witz, die mich überzeugt haben. Die besten Tweets sammeln die Twitterperlen, deren Account ich euch hier direkt einmal ans Herz legen will. Liebe Twitter-Gang, macht bitte weiter so!

Alle Artikel aus dieser Serie findet ihr hier.

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