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Serienproduktion von Elektro-Vespa beginnt ab September

Die Vespa Elettrica soll ab Spetember produziert werden und ab Anfang 2019 tatsächlich erhältlich sein. (Foto: Piaggio)

Ab September beginnt die Piaggio Group mit der Produktion der Vespa Elettrica. Ab Oktober können Kunden den Kult-Roller vorbestellen.

Piaggio Group, der Konzern hinter der Kultmarke Vespa, versucht, den Retro-Charme der Marke mit technischem Fortschritt – beziehungsweise technischem Fortrollen – auf einen Nenner zu bringen: Ab September will Piaggio den Elektro-Roller Elettrica in Pontedera in der Provinz Pisa produzieren – in derselben Fabrik, in der 1946 die erste Vespa vom Band gerollt ist.

Ab Oktober, so der Konzern in einer Pressemitteilung, können die Elektroroller vorbestellt werden. Anfang 2019 soll dann der tatsächliche Verkauf der E-Roller beginnen. Die Elettrica soll, je nach Fahrverhalten, eine Reichweite von 100 Kilometern besitzen. Das Laden soll vier Stunden dauern.

Das 4,3-Zoll-Display im Vespa Elettrica. (Foto: Piaggio)

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Größer als Drohnen, kleiner als Autos

Piaggio schient aber in Sachen Mobilität und Digitalisierung noch einiges mehr vorzuhaben: Mit Piaggio Fast Forward hat der Konzern auch ein Büro in Boston eröffnet und will dort neue Konzepte zur Mobilität entwickeln. Dabei will Piaggio in der Nische bleiben, in der schon die alten Vespas erfolgreich hin- und hergeknattert sind: mittelklein. Wenn klassische Vespas also größer als Fahrräder und kleiner als Autos waren, sollen die neuen Produkte von Piaggio größer als Drohnen und kleiner als … ähm… selbstfahrende Autos sein.

Ein erstes Produkt, das Piaggio schon auf der Seite präsentiert, heißt Gita und ist eine Art Zustellroboter. Die kugelförmige Gita soll den Piaggio-Kunden dann folgen und ihnen Lasten bis 20 Kilogramm hinterhertragen.

Elettrica rollte dem Zeitplan hinterher

Ob Elettrica und Gita auch so ein Erfolg werden wie die ursprünglichen Vespas, bleibt abzuwarten. Zumindest sehen beide schon mal irgendwie italienisch aus. Ganz im Zeitplan ist Piaggio mit dem E-Roller allerdings nicht mehr. Die E-Vespa sollte eigentlich schon seit über einem Jahr auf den Straßen unterwegs sein. Andere Anbieter waren da deutlich schneller: Vor allem in Berlin bestimmen die E-Roller von Coup und sogar ein Retro-Modell, das sehr nach eine Simson Schwalbe aussieht, schon das Straßenbild. Aber vielleicht ist „fashonably late“ ja auch Teil des Konzepts von Piaggio.

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2 Kommentare
Ulrich Schmitz

Was noch als Info fehlt: Die Höchstgeschwindigkeit wird in Deutschland bei 45 Km/h liegen, schaltet man den Eco-Modus ein, soll sich das sogar auf 30 Km/h reduzieren. Optional soll auch eine Version mit Range-Extender (Mini-Benzinmotor zum Laden der Batterie) erhältlich sein. Mein Interesse an dem Roller als vollwertiger Pkw-Ersatz im Überland-Pendelverkehr hat sich damit erledigt.

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Martin

Ich nutze bereits in München das Emmy-Roller-Sharing Programm mit Elektrorollern. Sie haben ja die Schwalbe nachgebildet. Für die Stadt finde ich die E-Roller perfekt (z.B. täglicher Arbeitsweg). Man kommt komfortabel und schnell voran.

Mit der neuen Vespa kann ein großer Hersteller auch auf die Elektrowelle aufspringen. Ich sehe den Roller Markt aktuell attraktiver als den Automarkt im Elektro Umschwung.

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