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„Shadow Brokers“: Hacker wollen Bankdaten und Atomprogramme veröffentlichen

Die Hackergruppe „Shadow Brokers“ hat gedroht, sensible Bankdaten und Atomprogramme zu veröffentlichen. Außerdem wollen die Hacker gefährliche Schadsoftware verkaufen, wie sie mitteilten.

Shadow Brokers wollen Hackertools verkaufen

Eine Hackergruppe, die sich selbst „Shadow Brokers“ nennt, hat gedroht, ab Juni eine Reihe sensible Daten und gefährliche Schadsoftware und Tools für Cyberattacken zu veröffentlichen. Die Daten und Programme sollen im Rahmen einer Art Monatsabo („TheShadowBrokers Data Dump of the Month“) zur Verfügung gestellt werden, wie die Hacker in einem Eintrag auf der Plattform Steemit mitteilten.

Der Blogeintrag der Shadow Brokers. (Screenshot: Steemit)

Um wen es sich bei der Hackergruppe handelt ist ebenso unklar, wie ob der Blogeintrag echt ist. Dafür sprechen die Verwendung des offenbar typischen seltsamen Englischs sowie das Nutzen desselben Accounts, wie er schon bei früheren Einträgen der Gruppe zum Einsatz kam, wie Spiegel Online berichtet. Der Sicherheitsexperte Matthieu Suiche von Comae Technologies geht jedenfalls davon aus, dass es sich bei der Wortmeldung um die echten Shadow Brokers handelt, wie aus einem Tweet herauszulesen ist.

Zu den in den nächsten Wochen zum Verkauf stehenden Daten und Tools gehören laut den Shadow Brokers Exploits und Tools, mit denen sich Hacker Zugriff auf Browser, Router und Smartphones verschaffen könnten. Außerdem sollen neue Lücken in Windows 10 verraten werden. Auch Daten von Banken, die an Swift teilnehmen, sowie Informationen über die Atomprogramme von Ländern wie Nordkorea, Russland, China und dem Iran wollen die Hacker angeblich verkaufen.

Shadow Brokers: Cyberwaffen aus NSA-Arsenal

Die Shadow Brokers werden mit Wanna Cry, der globalen Cyberattacke vom Wochenende, in Verbindung gebracht. Die Hacker haben sich in der Vergangenheit gerühmt, sich Zugriff auf das Cyberwaffenarsenal der NSA verschafft zu haben. Auf der Basis eines dieser Tools soll Wanna Cry entwickelt worden sein. Microsoft hatte zuvor die US-Regierung und die NSA für die Wanna-Cry-Attacke mitverantwortlich gemacht.

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