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So erkennt Apple Music jetzt jeden Song in einem Remix

Apple und Shazam. (Foto: Koshiro K / Shutterstock)

Lesezeit: 2 Min.
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Wenn ein DJ auflegt, mixt er meistens die Tonspuren verschiedener Songs zu einem neuen einzigartigen Stück zusammen. Die Ursprungslieder lassen sich dabei nur schwer identifizieren. Das will Apple jetzt ändern.

Apple Music hat bekannt gegeben, dass ein Prozess entwickelt wurde, der es möglich macht, alle Creator, die Teil eines DJ-Mixes sind, zu identifizieren und dementsprechend zu bezahlen. Dabei greift Apple auch auf die Hilfe der Musikerkennungs-App Shazam zurück, die der Konzern im Jahr 2018 für 400 Millionen US-Dollar erworben hatte.

Bei dem Vorhaben geht es Apple Music vor allem um eine gerechte Methode zur Aufteilung der Streaming-Lizenzgebühren auf DJs, Labels und Künstler, die in einem Remix auftreten. So soll sichergestellt werden, dass DJ-Mixes einen langfristigen monetären Wert für alle beteiligten Schöpfer haben und Musiker für ihre Arbeit bezahlt werden, auch wenn Songs von anderen Künstlern neu aufgelegt werden.

In der Vergangenheit war es für DJs schwierig, ihre Mixe online zu streamen, da Plattformen wie Youtube und Twitch die Verwendung von Songs anderer Künstler teilweise als Urheberrechtsverletzungen kennzeichneten. In der Theorie haben Künstler immer Anspruch auf Tantiemen, wenn ihr Song von einem DJ gespielt wird. Eine genaue Identifizierung wird allerdings in der Praxis oftmals durch die Bearbeitung einzelner Bestandteile erschwert.

Mehr Lizenzgebühren für Urheber

„Apple Music ist die erste Plattform, die Remixes anbietet, bei denen eine faire Bezahlung für die Künstler, deren Tracks in den Mixes enthalten sind, und für den Künstler, der diese Remixes erstellt, enthalten ist. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, bei dem jeder fair behandelt wird“, sagte DJ Charlotte de Witte in einer Erklärung im Namen von Apple. „Ich freue mich sehr, wieder Online-Mixe anbieten zu können.“ Pro Stream zahlt Apple Musikern etwa einen Cent.

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Wie wichtig die Bezahlung von Lizenzgebühren auch bei DJ-Sets ist, zeigt ein Bericht von Billboard. Darin prognostizierte die gemeinnützige Vereinigung für elektronische Musik, dass schätzungsweise 120 Millionen Dollar an Lizenzgebühren im Jahr 2016 nicht ausgezahlt wurden oder in falschen Händen landeten, da die gemixten und abgewandelten Songs oft nicht eindeutig zugeordnet werden konnten. Der Vorstoß von Apple Music und Shazam gelobt Besserung.

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