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E-Commerce

Shopify POS bringt das Shopsystem ins Ladengeschäft

Das Hardware-Komplettpaket zu Shopify POS. (Screenshot: Shopify)

Das SaaS-Shopsystem Shopify kann jetzt nicht nur im Onlineshop, sondern auch im Ladenlokal eingesetzt werden - als iPad-Kassensystem samt Bargeldschublade und Belegdrucker. Wie Shopify POS On- und Offline-Welt verknüpfen will, erfahrt ihr im Artikel.

Intelligente Kassensysteme mit Lager- und Artikelverwaltung sind für den Einzelhandel meist eine recht kostspielige Angelegenheit in der Anschaffung. Enthält ein Warenwirtschaftssystem eine Kassenfunktion, muss diese lokal auf einer Rechner installiert werden, Hardware ist also auf jeden Fall von Nöten. Dann braucht man noch ein Zahlungsterminal um Kartenzahlungen zu akzeptieren.

Bis hierhin schon eine mittelschwere Anschaffung. Ein Problem ist dabei allerdings noch nicht gelöst: Besitzt der Einzelhändler noch einen Onlineshop, wäre es ja schön, wenn die Artikel aus dem Shop gleich im Kassensystem vorhanden wären. Und der veränderte Warenbestand auch gleich mit berücksichtigt wird. Schließlich sollte man als Online-Händler ja sicherstellen dass Bestellungen auch bedient werden können.

Genau an dieser Stelle will Shopify ansetzen: Das SaaS-Shopsystem kann jetzt durch ein zusätzliches Hardwarepaket in ein vollwertiges Kassensystem samt Kartenterminal verwandelt werden, wobei auf die bereits bestehende Artikel-Datenbank des Shops zurückgegriffen wird.

(Screenshot: Shopify)
(Screenshot: Shopify)

Shopify POS - Das steckt dahinter

Das Shopsystem wurde um ein Modul mit einer grafischen Oberfläche für den Verkauf im Einzelhandel erweitert. Im Hintergrund greifen sowohl das System für den Laden als auch der Onlineshop auf die gleiche Datenbasis zu. Das System kann mit fremder Hardware genutzt werden, oder mit der von Shopify angebotenen Ausrüstung. Allerdings werden nur bestimmte Hersteller und Modelltypen unterstützt, weshalb Einzelhändler ihre eigene Hardware vorher auf Kompatibilität prüfen sollten. Kassieren kann der Händler in Bar, mit dem angebotenen Shopify-Kartenleser oder mit einem eigenen Kartenzahlungsterminal. Die Verkaufsstatistik in Shopify wird getrennt nach Online- und Offline-Verkäufen aufgeschlüsselt.

Shopify POS im Einsatz (Screenshot: Shopify)
Shopify POS im Einsatz (Screenshot: Shopify)

Hardware-Ausstattung und Kosten

Um das System zu nutzen ist zunächst ein iPad notwendig, einen passenden Aufsteller aus Metall erhält man mit dem Shopify-POS-Komplettpaket. Alle Komponenten sind auch einzeln oder in kleinere Paketen kombiniert erhältlich. Die Lizenzgebühr in Höhe von 49 US-Dollar ist pro Filiale zu entrichten, für weitere POS-Pakete in derselben Filiale fallen nur die Anschaffungskosten an.

Inhalt des Komplett-Pakets

  • Aufsteller für das iPad
  • Kassenschublade (Zu öffnen mit Schlüssel oder iPad)
  • Wlan-Thermo-Beleg-Drucker mit Anbindung an die Kassenschublade
  • Kartenleser für Kreditkarten
  • Preisgestaltung für das Komplett-Paket: 499 US-Dollar einmalig, 49 US-Dollar monatlich.

Momentan wird von Shopify noch kein internationaler Versand angeboten, was sich aber bald ändern soll. Die Verfügbarkeit in Deutschland könnte somit auch bald gegeben sein. Das Shopsystem selbst ist in Deutschland mit einigen Anpassungen bereits einsetzbar.

Das Hardware-Komplettpaket zu Shopify POS. (Screenshot: Shopify)
Das Hardware-Komplettpaket zu Shopify POS. (Screenshot: Shopify)

Shopify POS: Der Kartenleser und die Bezahlfunktion

Der Shopify-Kartenleser wird per Klinkenanschluss an das iPad angedockt und kann dann zur Abrechnung von Kreditkarten eingesetzt werden. Betrachtet man ähnliche Bezahllösungen für Smartphones und Tablets, kann man hoffen, dass nationale Bezahlmethoden wie das Lastschriftverfahren beim Start in Deutschland ebenfalls unterstützt werden. Händler können statt dem Shopify-Modul auch einen eigenen Diensteanbieter auswählen. Die Kosten für die Abrechnung von Kreditkarten belaufen sich auf 2,1 Prozent Umsatzbeteiligung und 0,3 US-Dollar Transaktionsgebühren, werden Kreditkartendaten von Hand eingetippt statt eingelesen erhöht sich die Umsatzbeteiligung auf drei Prozent.

Shopify POS: Das Kartenleser-Dongle für das iPad. (Screenshot: Shopify)
Shopify POS: Das Kartenleser-Dongle für das iPad. (Screenshot: Shopify)

Fazit:

Shopify trifft bereits auf zahlreiche Konkurrenz, im gastronomischen Bereich zum Beispiel auf orderbird und peppermill und im allgemeinen Einzelhandelsbereich sind Groupon, Paypal und Square nur einige Namen die einem da direkt in den Kopf schießen. Die Anbieter für Bezahllösungen mit ansteckbaren Smartphone-Dongle wie iZettle oder SumUp bieten meist auch schon Lösungen an die deutlich in Richtung professionelles Kassensystem gehen. Die Besonderheit der Shopify-Lösung liegt schlichtweg in der Kombination aus einem System für Onlineshop und Ladenlokal. Was das Ganze besonders für Online-Händler die einen ersten Laden eröffnen wollen, oder auch für frisch an den Start getretene Startups interessant machen könnte.

Shopify POS Promotion-Video

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4 Reaktionen
Christian

Ist die GdPDU konformität gegeben? Solange Keine X- ud Z-Bons rauskommen wird kein Steuerberater das Ding "zulassen". Aber die Idee, einen Pauschalpreis zu verlangen finde ich sehr charmant. Kenne viele, denen die 80€ bei SumUp monatlich zu teuer sind.

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Patrick

Alles klar, dann war es nur ein Versehen. Kein Ding ;) Danke

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Lars Budde

@Patrick: Absolut berechtigte Kritik. Der Link ist einfach durchgerutscht. Ich habe ihn nachträglich eingefügt.

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Patrick

Was soll eigentlich dieser Linkgeiz... Warum muss ich auf einer Magazinseite "IM Internet" den Unternehmensnamen rauskopieren, um dann bei Google danach suchen müssen, wenn ich mich näher über das Produkt informieren möchte. Warum nicht einfach ein Link im Artikel oder am Ende? Sooo viel Linkjuice geht euch dabei nicht verloren und für die Leser ist es wesentlich bequemer. Bitte ändern und die Linkfunktion des Internets so nutzen, wie sie einst konzipiert wurde und nicht für eventuelle SEO-Geschichten (keine Unterstellung).

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