Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Shopware 5.5: Mehr Performance und mehr Business-Intelligence

Shopware stellt eine neue Version seines Open-Source-Shopsystems vor. (Foto: Shopware/Rainer Lonsing)

Die nächste Shopware-Version wird unter anderem mehr Performance und eine intelligente Analysefunktion für Key-Performance-Indikatoren bringen. Außerdem fällt die letzte Verschlüsselungshürde im Ökosystem weg.

Am Freitag stellte Shopware auf seinem alljährlichen Community-Event, dem Shopware-Community-Day, die kommende Version des Open-Source-Shopsystems vor. Das System, das in wenigen Wochen zum Download zur Verfügung stehen soll, hat wieder einige spannende, neue Funktionen erhalten. Sehr positiv aufgenommen wurde auf der Veranstaltung der endgültige Wegfall der Ioncube-Verschlüsselung.

Intelligente Statistiken: Branchenvergleich für KPI

In dieser Shopware-Version sind weitere Anzeichen für künstliche Intelligenz – eines der Themen, das sich Shopware für die Zukunft besonders auf die Fahne schreiben will – aufgetaucht: Die neue Analysefunktion reichert Daten aus dem Händlershop mit externen Daten und anonymisierten Branchendaten an. So liefert das Tool nicht nur Statistiken zum Hier und Heute, sondern auch Prognosen. So soll dem Händler mehr Wissen über wesentliche Key-Performance-Indikatoren (KPI) in die Hände gelegt werden. Zu allen KPI kann dann ein Branchenvergleich gelegt werden. Beispielsweise können Shopbetreiber so ihre Konversionsrate mit der durchschnittlichen Konversionsrate der Branche vergleichen.

Shopware beschreibt das kostenfreie Feature mit den Worten: „Es geht darum, aus der Vielzahl von Daten, die jedem Händler zur Verfügung stehen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und Wissen abzuleiten. Dazu stellt Shopware neue intelligente Statistiken bereit, die die bereits vorhandenen Informationen um zusätzliche Aspekte anreichern und Händler auf interessante Zusammenhänge aufmerksam machen – Beispiele dafür sind etwa die Umsatzprognose auf Basis historischer und saisonaler Daten und die Erkennung von potenziellen neuen Zielgruppen in der Kundenstruktur.“

Der Branchenvergleich wird aus Datenmodellen gespeist, die aus Daten aller Shopwarenutzer einer Branche erstellt werden. Die Teilnahme an diesem System ist aber freiwillig und die gesammelten Daten sollen keinerlei Kundendaten enthalten und strikt anonymisiert erfasst und verarbeitet werden.

Das neue Analysetool. (Screenshot: Shopware)

Automatisierung wird immer wichtiger für Shopware: Shopware will zukünftig immer mehr auf künstliche Intelligenz und Automatisierung setzen. So sollen dem Shopbetreiber alltägliche Aufgaben erleichtert oder gar ganz abgenommen werden.

Keine Verschlüsselung mehr: Das Ende von Ioncube

Ab der Shopware-Version 5.5 sind alle Erweiterungen von Shopware grundsätzlich quelloffen. Die Verschlüsselung mit Ioncube ist Geschichte. Das dürfte besonders Shopware-Nutzer freuen, die mit den langen Updatezyklen von Ioncube unzufrieden waren.

Shopwares Internationalisierung

Auch im Bereich Internationalisierung bewegt sich vieles: Shopware hat weiter am Handling unterschiedlicher Steuersätze gearbeitet, um das im Alltag zu vereinfachen. Die Übersetzbarkeit von Shopware wurde ebenfalls weiterentwickelt. Endlich können beispielsweise Kategorien, Shopseiten und Formulare schlicht übersetzt werden – ohne die Elemente dazu duplizieren zu müssen.

Interessante Nebeninformation aus dem Shopware-Vortrag auf der Bühne: Mehr als 50 Prozent der Neuinstallationen des vergangenen Monats sind im Ausland vorgenommen worden. Rund 60 Prozent der befragten Shopware-Händler einer internen Umfrage verkaufen bisher nur in Deutschland – weitere Vereinfachungen am Shopsystem könnten dabei helfen, den anderen 40 Prozent den Einstieg ins internationale Geschäft zu erleichtern.

Performance, Performance, Performance

Neben Geschwindigkeitsgewinnen, die aus den Updates der Frameworks Jquery und Symfony 3.4 resultieren können, verspricht der Shophersteller an vielen Stellen Verbesserungen: „So ist Elasticsearch fortan auch im Backend bei allen großen Entitäten, zum Beispiel bei Artikeln, Bestellungen oder Kunden, integriert. Der Warenkorb wurde überarbeitet und zeigte in den Lasttests einen deutlichen Performance-Boost auch bei extrem hohen Bestellmengen. Caching ist ab sofort bei zeitgesteuerten Inhalten möglich, wobei der Cache zu Zeitpunkt X automatisch invalidiert. Außerdem wurden Verbesserungen am Cache-Warm-Up vorgenommen, sodass priorisiertes und schnelleres Aufwärmen sowie das Caching von mehreren URL möglich ist.“

B2B-Suite

Auch in der B2B-Suite von Shopware hat sich etwas getan: Die Kunden eines B2B-Shopware-Shops können zukünftig kundenspezifische Artikelnummern importieren, um Bestellungen anhand ihrer eigenen Artikelnummern tätigen und zuordnen zu können. Außerdem hat Shopware hierarchische Rechte- und Rollenverwaltungen und ein tiefergehendes Preishandling implementiert.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion
Silver

Bei dem Feature in welchem, wenn auch anonymisiert, Daten der Shops gesammelt werden und das als tolles Feature für die Shopbetreiber beworben wird, wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen soll.

Welches halbwegs mit Grips arbeitende E-Commerce unternehmen würde seine Daten freiwillig teilen? Es gibt Anbieter die für diese Zahlen wahnsinnige Beträge verlangen und andererseits wahsninnige Beträge bieten.

Jede Shopbetreiber der 6-7 stellige Umsätze macht würde sein letztes Budget-Hemd hergeben um die Zahlen der Konkurrenz zu erfahren.

Shopware hat so viele gravierenden Baustellen, da sind Issues die teilweise erst ja nach einem halben Jahr behoben werden obwohl es Kleinigkeiten sind, aber dann bastelt man im Hintergrund an so einem ausgemachten Schwachsinn.

Sehr Schade. Shopware ist zwar aufgrund der Modularität immer noch führend, erst recht jetzt wo Magento an Adobe verschachert wurde, aber es ist leider immer noch ein "viel zu deutsches" Unternehmen von der Art und Weise wie man dort arbeitet und entwickelt.

P.S.: Ja, mein AG ist SWAG Kunde und besitzt ein ProPlus Lizenz inkl. Subscription. Diese Kritik kommt also von zahlender Kundschaft und nicht reinen OpenSource Schnorrern ;)

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen

Finde einen Job, den du liebst