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Mehr Sicherheit: Zoom einigt sich mit US-Behörde auf Maßnahmen

Zoom-Firmenzentrale. (Foto: Sundry Photography / Shutterstock.com)

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Nach einer Beschwerde der US-Wettbewerbsbehörde muss Zoom seine Sicherheit verbessern. Die Behörde wird die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen kontrollieren.

Die US-Wettbewerbsbehörde hat sich mit Zoom auf Anpassungen in Bezug auf die Sicherheit der Anwendung geeinigt. Zoom muss der Behörde künftig jährlich berichten und sein Sicherheitsmanagement anpassen, wie die Federal Trade Commission (FTC) mitteilt.

FTC benennt mehrere Sicherheitsmängel

In der Beschwerde wirft die FTC Zoom vor, seine Nutzer falsch über die Sicherheit von Meetings informiert zu haben. Seit mindestens 2016 behauptet Zoom demnach, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu nutzen. Tatsächlich aber handele es sich um ein niedrigeres Sicherheitsniveau.

Außerdem habe Zoom fälschlicherweise behauptet, aufgenommene Meetings zu verschlüsseln. Es seien jedoch Aufnahmen bis zu 60 Tage lang unverschlüsselt gespeichert worden.

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Auch das Zoombombing wird in der Beschwerde genannt: Bis vor wenigen Monaten war es relativ leicht, sich in fremde Zoom-Meetings einzuloggen.

Darüber hinaus habe Zoom mit einem Update für seine Mac Desktop App im Juli 2018 heimlich eine Software namens Zoom Opener Web Server installiert. Diese habe Nutzer direkt zum Zoom-Meeting geleitet, ohne die Sicherheitsmaßnahmen des Safari Browsers zu nutzen.

FTC kontrolliert Zooms Sicherheits-Maßnahmen

Zoom hatte bereits auf die Kritik reagiert und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt, Warteräume eingeführt und Passwortschutz für Meetings ermöglicht. Einige Features stehen allerdings nur Premium-Nutzern zur Verfügung.

Laut der Vereinbarung mit der FTC muss Zoom jetzt einmal im Jahr über seine internen und externen Sicherheitsrisiken und mögliche Gegenmaßnahmen berichten. Außerdem soll der Konzern ein Programm zum Management von Sicherheitslücken entwickeln.

Konkret soll Zoom durch Multi-Faktor-Authentifizierung und Kontrollen zur Löschung von Daten einführen sowie verhindern, dass gestohlene Nutzer-Anmeldeinformationen weiterverwendet werden können.

Zoom setzt Vereinbarung bereits um

Software-Updates sollen zunächst von Zoom-Mitarbeitern auf Sicherheitsmängel überprüft werden. Alle zwei Jahre soll eine dritte, von der FTC genehmigte Partei, die Sicherheit bewerten.

Eine Zoom-Sprecherin von Zoom sagte gegenüber Techcrunch, das Unternehmen arbeite bereits an der Umsetzung der Vereinbarung mit der FTC.

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