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Sicherheits-Tool: Sophos gibt Sandboxie kostenlos ab

Wenn das Programm in einer Sandbox läuft ... (Grafik: Shutterstock)

Der Sicherheits-Softwarehersteller Sophos gibt sein Sandbox-Tool Sandboxie kostenlos ab. Mittelfristig soll es unter eine Open-Source-Lizenz gestellt werden.

Sandboxie hatte bisher für den persönlichen Einsatz einmalig 26 Euro gekostet. Alle folgenden Updates waren in diesem Preis enthalten. Seit einigen Wochen nun kostet Sandboxie nichts mehr. Hersteller Sophos hat ein Update herausgebracht, das die Lizenzprüfung komplett abschaltet, und mitgeteilt, dass das Tool nun nachhaltig frei nutzbar bleiben wird. Nach einem jüngst erschienenen Update unterstützt Sandboxie auch die aktuellste Windows-10-Version 1903.

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Sandboxie läuft ab Windows XP

Weiterhin prüft Sophos nach eigenen Angaben gerade die Änderung der Nutzungslizenz zu Open Source, damit die Community freien Zugriff auf den Sourcecode bekommen kann, um das Tool weiterzuentwickeln. Sophos will das für die Zukunft nicht mehr leisten.

Nachdem Sandboxie laut Sophos nie ein wesentlicher Umsatzträger für das Unternehmen gewesen sei, habe man seit längerem schon dessen Zukunftsperspektiven geprüft. Anstelle aber den günstigsten Weg der simplen Einstellung des Produktes zu gehen, habe man sich entschieden, das Tool an die Community zurückzugeben, so Sophos.

Mindestens ein wesentlicher Einflussfaktor dieser Entscheidung dürfte indes die Tatsache sein, dass Microsoft mit dem Windows-Mai-Update (1903) ab der Version Pro ein eigenes natives Sandbox-Tool einführt, die Windows Sandbox. Damit war das Geschäftsmodell von Sandboxie obsolet geworden.

Ein  Vorteil von Sandboxie bleibt dessen Verfügbarkeit auch für Windows-Versionen vor 1903 und unterhalb von Pro. So läuft das Tool etwa auch unter Windows 10 Home, vor allem aber unter Windows 7, das ja immer noch von erschreckenden 27 Prozent aller Internetnutzer verwendet wird. Zudem kann Sandboxie, anders als das neue Windows-Tool, den Zustand einer Sandbox speichern, während die Windows-Lösung diese nach der Beendigung stets löscht.

Das ist Sandboxie

Mit dem Tool Sandboxie können Windows-Nutzer seit rund fünfzehn Jahren auf eine Software zugreifen, die es erlaubt, beliebige Programme und Dateien in einer sogenannten Sandbox zu starten oder zu öffnen. Dahinter verbirgt sich ein geschützter Systembereich, aus dem heraus nicht in die übrigen Systembereiche geschrieben werden kann.

So können etwa böswillige Programme nicht den Rechner im Übrigen identifizieren, wenn sie innerhalb der Sandbox laufen. Auch zugesandte Dateien, bei denen der Empfänger nicht vollkommen sicher ist, dass sie von Trojanern und anderer Unbill frei sind, können gefahrlos in einer Sandbox geöffnet werden.

Dabei sind Sandbox-Tools sehr einfach zu verwenden. Programme, die in Sandboxie oder der Windows-Sandbox laufen, werden schlicht durch einen umlaufenden Rahmen farblich eindeutig gekennzeichnet. Anders als bei virtuellen Maschinen, die ganze Betriebssysteme beinhalten, wirkt sich der Einsatz einer Sandbox kaum auf die Performance des Geräts aus.

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