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Sicherheitsbericht von Uber: Tausende sexuelle Übergriffe

(Foto: Shutterstock)

Mit Spannung wurde er erwartet, jetzt hat Uber seinen Sicherheitsbericht veröffentlicht. Neun Todesopfer und 235 Vergewaltigungen wurden dem Fahrdienstvermittler im Jahr 2018 gemeldet.

Im vergangenen Jahr wurden dem Fahrdienstvermittler Uber insgesamt 3.045 sexuelle Übergriffe gemeldet, entweder von Fahrgästen, Fahrern oder Dritten. Unter diesen 3.045 Übergriffen seien 235 Vergewaltigungen gewesen, wie es im kürzlich veröffentlichten Sicherheitsbericht des US-Unternehmens heißt. Insgesamt habe es im Jahr 2018 gut 1,3 Milliarden Fahrten mit Uber in den USA gegeben.

Der Sicherheitsbericht von Uber ist der erste seiner Art und bezieht sich in seiner Auswertung nur auf Fahrten in den Vereinigten Staaten. Auch für das Jahr 2017 wurden Zahlen veröffentlicht. 2.936 Fälle von sexuellen Übergriffen gab es demnach 2017, darunter 229 Vergewaltigungen. In den vergangenen beiden Jahren sei es also zu rund 6.000 Übergriffen gekommen. 99,9 Prozent der insgesamt 2,3 Milliarden Fahrten verliefen demnach problemlos.

In den fünf schwerwiegendsten Kategorien, die Vergewaltigungen, unerlaubte Berührungen sowie Küsse beinhalten, habe es von 2017 auf 2018 einen Rückgang um 16 Prozent gegeben, wie der Fahrdienstvermittler mitteilte.

Insgesamt gab es 19 tödliche Angriffe

Neben den sexuellen Übergriffen meldete Uber auch Todesfälle. Im Jahr 2017 wurden zehn tödliche Angriffe gemeldet, im Jahr 2018 gab es neun Todesopfer durch Angriffe. Bei acht der Opfer handelte es sich um Fahrgäste, sieben Todesopfer waren Fahrer und vier Tote waren Zuschauer oder nicht direkt Beteiligte.

Das seit Mai börsennotierte Unternehmen stellte in seinem Bericht besonders heraus, dass es sich um viel weniger Gewaltdelikte handle, als medial präsent seien. Auch seien nicht immer die Fahrer die Täter, sondern in 54 Prozent der Fälle sogar die Fahrgäste. Uber und sein größter US-amerikanischer Konkurrent, Lyft, stehen immer wieder in der Kritik. Am Mittwoch reichten 20 Frauen eine Klage gegen Lyft ein, weil sie in Fahrzeugen, die das Unternehmen vermittelt hatte, vergewaltigt oder attackiert worden waren. Im September sind bereits 14 ähnliche Klagen eingereicht worden.

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