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Sicherheitsexperten finden mehr als 670 unsichere Microsoft-Subdomains

(Bild: Hamik / Shutterstock)

Sicherheitsexperten fanden hunderte unsichere Microsoft-Subdomains. Kriminelle hätten Adressen wie mybrowser.microsoft.com oder identityhelp.microsoft.com zum Diebstahl von Login-Daten missbrauchen können.

Eigentlich klingt die Adresse identityhelp.microsoft.com durchaus wie eine vertrauenswürdige Stelle, auf der man guten Gewissens seine Microsoft-Login-Daten eingeben könnte. Und wer die neuste Version von Visual Studio Code über web.visualstudio.com herunterlädt, wird die Binärdatei vermutlich auch nicht unbedingt übermäßig beäugen. Das könnte sich aber als Fehler herausstellen, wie eine Untersuchung des Cyber-Sicherheitsunternehmens Vullnerability zeigt.

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Microsoft nutzt den firmeneigenen Cloud-Dienst Azure, um diese Subdomains zu bedienen. Die URL mybrowser.microsoft.com könnte also beispielsweise auf eine Adresse wie webserver9000.azurewebsites.net verweisen. Microsoft nutzt einige dieser Subdomains aber nur für eine bestimmte Zeit. Wie das Team von Vullnerability zeigt, lässt der Software-Konzern jedoch offenbar häufiger den entsprechenden DNS-Eintrag intakt – auch wenn die eigentliche Seite nicht mehr existiert. Laut Vullnerability müsste ein Angreifer also nur ein Azure-Konto eröffnen und den freigewordenen Hostnamen webserver9000.azurewebsites.net anfordern.

Sicherheitsforscher fanden mehr als 670 anfällige Microsoft-Subdomains

Insgesamt fand das Team von Vullnerability nach eigenen Angaben mehr 670 Subdomains von Microsoft, die für eine solche Übernahme empfänglich wären. Um ihre Theorie zu überprüfen, übernahmen die Sicherheitsexperten auf die Art auch gleich 13 solcher Subdomains. Mittlerweile hat Microsoft die Sicherheitslücke geschlossen. Leider ist es nicht das erste Mal, dass Sicherheitsexperten auf diese Art Microsoft-Subdomains übernehmen konnten. Bereits Anfang 2019 fand der Softwareentwickler Patrick Dwyer sogar für eine Übernahme anfällige Subdomains, die auch als Office-365-Endpunkte definiert waren und dementsprechend von Firmen-Firewalls auf eine Whitelist gesetzt wurden.

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