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Sicherheitslücke in Intel-Chips: Updates machen Computer langsamer

(Foto: dpa)

Eine durch einen Designfehler ermöglichte Sicherheitslücke in neueren Intel-CPUs ermöglicht Hackern den Zugriff auf Passwörter – Updates machen die Geräte langsamer.

Intel-CPUs: Designfehler erlaubt Zugriff auf sensible Daten

Linux-Kernel-Programmierer und Windows-Entwickler arbeiten derzeit offenbar mit Hochdruck an Updates für die beiden Betriebssysteme. Grund dafür ist offenbar ein schwerer Designfehler in Intel-Prozessoren der vergangenen zehn Jahre, wie The Register berichtet. Demnach könnte Microsoft schon am kommenden Dienstag einen Patch für sein Betriebssystem nachschieben, der die Sicherheitslücke in den Intel-Chips behebt. Patches für Linux stehen schon bereit. Die Updates machen die Geräte aber offenbar langsamer.

Fehler im Chip-Design: Neuere Intel-Prozessoren sollen gefährliche Sicherheitslücke haben. (Bild: Intel)

Der Chip-Fehler erlaubt Hackern oder Malware den Zugriff auf sensible Nutzerdaten wie Passwörter. Besonders betroffen davon sind Nutzer von Cloud-Computing-Lösungen wie Microsofts Azure, Amazons AWS und Googles Compute Engine, wie ein unter dem Pseudonym „python sweetness“ schreibender Softwareentwickler in einem vielbeachteten Blogartikel warnte. Amazon hat in einer E-Mail an seine Kunden ein größeres Sicherheitsupdate für Freitag angekündigt. Microsoft will entsprechende Wartungsarbeiten am kommenden Donnerstag ausführen.

Updates verlangsamen Computer um mehr als ein Viertel

Die Updates sollen laut ersten Tests die Geräte mit Intel-Prozessoren sowohl unter Linux als auch unter Windows teils enorm verlangsamen. Das wiederum trifft sicher vor allem Nutzer von Computern außerhalb der Cloud. Ersten Benchmarks zufolge ist die Rede von fünf bis 30 Prozent – abhängig von dem Chip-Modell und der zu erledigenden Aufgabe. Etwas weniger Verlust bei der Performance dürften Nutzer der neuesten Intel-Chip-Generation nach einem Update hinnehmen müssen. Hier sorgen spezielle Features für ein Abfedern der negativen Effekte, wie es bei The Register heißt.

Grund für den Update-Zwang, der laut Experten auch Apples 64-Bit-macOS betreffen soll, ist übrigens, dass der Fehler in Intels Chip-Design normalen Programmen den Zugriff auf eigentlich geschützte Bereiche des Kernel-Speichers erlaubt. Hacker oder Malware könnten so weitere Sicherheitslücken aufspüren oder Logindaten auslesen. Bei Nutzern von virtuellen Systemen in Cloud-Umgebungen könnten sensible Daten von Nutzern anderer Maschinen offengelegt sein.

Sicherheitslücke in Intel-Chips: AMD angeblich nicht betroffen

Spezielle Details der Sicherheitslücke werden bis zur Veröffentlichung der ersten größeren Patches noch geheimgehalten. Der Register-Artikel bietet aber eine umfangreiche Sammlung von möglichen Lücken, wie der sogenannten spekulativen Ausführung in Intel-Prozessoren, und deren Auswirkungen. Intel-Rivale AMD hat derweil erklärt, dass seine Hardware nicht von dem Fehler betroffen sei. Intel hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Interessant in diesem Zusammenhang: Unterschätzte Gefahr – Wie sich Sicherheitslücken über Code-Snippets verbreiten

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