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Nach Sicherheitspanne: Twitter rät allen Nutzern zum Passwortwechsel

Twitter. (Foto: dpa)

Twitter empfiehlt allen seiner mehr als 330 Millionen Nutzern die Änderung ihrer Passwörter. Durch eine technische Panne wurden sie intern im Klartext gespeichert.

Der Microblogging-Dienst Twitter rät seinen Nutzern zur Änderung ihrer Passwörter. Wie das Unternehmen in einem Blogeintrag schreibt, wurden durch eine technische Panne alle Nutzer-Passwörter in einer internen Protokolldatei im Klartext gespeichert. Twitter-Angaben zufolge gebe es keine Hinweise darauf, dass die Daten in falsche Hände gelangt seien.

Twitter: Passwortwechsel ratsam

Laut Twitter gebe es zwar keine Hinweise darauf, dass jemand die Sicherheitslücke ausgenutzt habe. Dennoch sollten alle 330 Millionen Nutzer der Plattform Vorsichtshalber einen Passwortwechsel vornehmen.

Grundsätzlich sei es in der Branche üblich, Passwörter immer verschlüsselt oder zumindest mit Hilfe von Algorithmen verschleiert zu speichern, so Twitter. Twitter speichert die Nutzer-Passwörter mit einem Hashing-Prozess, wodurch sie maskiert und nicht in Klartext gespeichert werden. Das Hashing wird mit einem Verfahren namens Bcrypt durchgeführt. Dieses ersetzt das eigentliche Passwort durch einen zufälligen Satz von Zahlen und Buchstaben, die im System von Twitter abgelegt werden. Dies ermögliche es Twitter, die Zugangsdaten der Nutzer zu überprüfen, ohne das eigentliche Passwort preiszugeben.

Twitter: Softwarefehler für die Passwortpanne verantwortlich

Durch einen Softwarefehler seien die Passwörter zwischenzeitlich jedoch ungeschützt in einem internen Log abgelegt worden, schrieb der Konzernverantwortliche für Technologie, Parag Agrawal, in einem Blogeintrag. Die Panne sei inzwischen behoben. Wie lange die Passwörter unverschlüsselt sichtbar gewesen waren, teilte Twitter nicht mit.

Damit ihr auf der sicheren Seite seid, solltet ihr schleunigst euer Twitter-Passwort wechseln. (Bild: Valentina Razumova / Shutterstock.com)

Twitter habe mittlerweile seine Nutzer per E-Mail über die Panne in Kenntnis gesetzt. Außer dem Setzen eines neuen Twitter-Passworts empfiehlt das Unternehmen darüber hinaus die Passwort-Änderung auch bei Diensten, bei denen der Nutzer das identische Passwort im Einsatz habe.

Mit dpa-Material.

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