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Signal und Whatsapp nach Wikileaks-Enthüllungen: „Verschlüsselung nicht geknackt“

(Foto: Shutterstock)

Die Wikileaks-Enthüllungen zur CIA haben das Silicon Valley aufgescheucht. Open Whisper Systems, das die technische Basis für Signal und Whatsapp liefert, sieht seine Verschlüsselung nicht geknackt.

Nach Wikileaks-Veröffentlichungen: Signal und Whatsapp sollen sicher sein

Am Dienstagnachmittag ließ Wikileaks die Bombe platzen. In den auf der Enthüllungsplattform veröffentlichten Dokumenten wurde eine Reihe von Spionagepraktiken der CIA offengelegt. Unter anderem sollen Geheimdiensthacker die Verschlüsselung von Messengern wie Telegram, Signal und Whatsapp geknackt haben. „Stimmt nicht“, beeilte sich Open Whisper Systems in der Nacht auf Mittwoch zu sagen. Das Unternehmen stellt die technische Basis für die verschlüsselten Messenger bereit.

Wikileaks landet mit Dokumenten zu CIA-Spionagepraktiken neuen Coup. (Foto: Shutterstock/haak78)

Laut Open Whisper Systems gehe aus den Dokumenten lediglich hervor, dass die CIA die Smartphones knacken und die Informationen vor der Verschlüsselung und nach der Entschlüsselung auf dem Gerät auslesen konnte. Open Whisper Systems sieht in den Praktiken der CIA sogar einen Erfolg der in den vergangenen Jahren verstärkten Verschlüsselungsaktivitäten. Statt einer Massenüberwachung müssten Geheimdienste jetzt zu gezielten Angriffen übergehen, die technisch anspruchsvoller und teurer seien.

In den fast 9.000 geleakten Dokumenten, die unter dem Namen „Vault 7“ auf Wikileaks veröffentlicht wurden, fanden sich auch Belege zu dutzenden Schwachstellen in Apples iOS und Googles Android-Plattform sowie bei Microsofts Windows-Betriebssystem. Die Tech-Riesen haben ebenfalls auf die Enthüllungen reagiert. Apple versicherte, dass viele der beschriebenen Sicherheitslücken in der aktuellen iOS-Version behoben worden seien.

Wikileaks-Dokumente unangenehm für das Silicon Valley

Auch Google hat in einem Statement gegenüber Recode wissen lassen, dass Nutzer von Chrome und Android dank Sicherheitsupdates und aktuellen Schutzmaßnahmen vor vielen der Schwachstellen geschützt seien – offenbar aber nicht vor allen, und so dürften sie den großen Technologiekonzernen im Silicon Valley recht unangenehm sein. Zwar gibt es in den geleakten Dokumenten keine Hinweise darauf, dass die Konzerne offensiv mit den Geheimdiensten zusammenarbeiten – aber ihre Soft- und Hardwareprodukte lassen sich zur Spionage verwenden.

via futurezone.at

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Ein Kommentar
Waba Luba Dub Dub
Waba Luba Dub Dub

Es bringt einem überhaupt nichts die beste Verschlüsselung des Universums zu haben, wenn man nicht selber die Schlüsselpaare erzeugt hat und diese niemand kennt. Die „verschlüsselten“ Nachrichten können doch immer noch von den Unternehmen gelesen werden, da diese die Schlüsselpaare zum ver- und entschlüsseln besitzen.

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