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Signavio: 157 Millionen Euro für Berliner Prozessoptimierer

Signavio-Mitgründer Gero Decker. (Foto: Signavio)

Die jungen Prozessoptimierer des Berliner Software-Startups Signavio freuen sich über das 157 Millionen Euro schwere Ergebnis einer aktuellen Finanzierungsrunde. Mit dem Geld sollen neue Märkte erschlossen werden.

Auf 350 Millionen Euro steigt damit der Wert des B2B-Anbieters aus Berlin. Geleitet wurde die Finanzierungsrunde von Apax Digital, einem Zweig der Londoner Investoren von Apax Partners, wie Signavio mitteilt. Auch die Venture-Capital-Geber von Deutsche Telekom Capital Partners und Summit Partners sind bei der aktuellen Investorenrunde mit an Bord. Die Höhe der Finanzierung gehört laut Handelsblatt zu den höchsten Geldspritzen für ein aufstrebendes deutsches Unternehmen im laufenden Jahr. Der Deal unterliegt der behördlichen Prüfung und soll voraussichtlich bis Ende des Jahres zum Abschluss gebracht worden sein.

Neben der Finanzierung der globalen Expansion, allen voran in die Märkte in Amerika und Asien, soll die Produktentwicklung in Berlin gestärkt werden. Teile des frischen Geldes werden für sogenannte Secondaries, also das Auskaufen früherer Investoren aus ihren Invests, verwendet. Hier steht wohl ein Teilverkauf der Anteile von Summit Partners an, die jedoch weiter an Bord bleiben und sich nicht aus dem Unternehmen zurückziehen.

Kapitalerhöhung nicht nur wegen deutlicher Verluste erforderlich

Ausweislich des im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschlusses 2017 fährt Signavio nach Jahren des vorsichtigen Wachstums deutliche Verluste. Für das Jahr 2017 musste das inzwischen 340 Mitarbeiter starke Unternehmen 9,6 Millionen Jahresfehlbetrag bei 12,4 Millionen Euro Umsatz ausweisen. Eigenen Prognosen zufolge werden auch in den kommenden Jahren noch Verluste auszuweisen sein, während der Umsatz deutlich steigen soll.

Dabei setzt das Unternehmen seit 2017 nahezu vollständig auf die Einnahmen aus ihrem Umstieg von Lizenzverkäufen auf das Angebot als Software-as-a-Service. Zu den Kunden des Unternehmens gehören Bosch und 1&1, sowie rund 1.300 weitere Firmen aus den internationalen Märkten.

Signavio wurde 2009 von Gero Decker, Torben Schreiter, Nicolas Peters und Willi Tscheschner als Spin-Off des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam gegründet. Signavio bietet eine B2B-Software zur Prozessoptimierung. Das Programm hilft, die Arbeitsabläufe im Unternehmen transparent zu machen, gibt Empfehlungen, diese zu verbessern und hilft bei der Anpassung.

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